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„Ein Zuviel kann ich in keiner Weise feststellen“: ZDF-Intendant Bellut findet, dass die AfD in Talkshows nicht über Gebühr vertreten war

Alice Weidel, Thomas Bellut und Alexander Gauland (re.)
Alice Weidel, Thomas Bellut und Alexander Gauland (re.)

ZDF-Intendant Thomas Bellut hat den Vorwurf zu starker Berichterstattung über die AfD vor der Bundestagswahl zurückgewiesen. "Ein Zuviel kann ich in keiner Weise feststellen", sagte Bellut am Freitag in Mainz. "Sie war vertreten, und das muss auch so sein." Es sei die Pflicht gewesen, alle relevanten Parteien - ob im Bundestag oder noch nicht - zu berücksichtigen.

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„Wir sind kein Medium, das Meinungen verteidigt, sondern wir geben Meinungen eine Plattform.“ In der politischen Talkshow des ZDF („Maybrit Illner“) seien von 400 Gesprächspartnern zwischen Anfang 2016 und September 2017 elf Mitglieder der AfD oder der Partei Nahestehende zu Gast gewesen.

CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann hatte am Sonntag in der „Berliner Runde“ gesagt, es müsse darüber diskutiert werden, in welchem Ausmaß ARD und ZDF dazu beigetragen hätten, die AfD großzumachen.

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Das ZDF will das TV-Duell zwischen Kanzler und Herausforderer nicht mehr in der jetzigen Form fortsetzen. „Wir würden uns freuen, wenn es beim nächsten Mal in vier Jahren ein öffentlich-rechtliches Duell gäbe“, sagte Bellut. „Das würde auch der Bedeutung der öffentlich-rechtlichen Sender entsprechen.“ Das Zusammenspiel der vier Moderatoren sei problematisch gewesen. Für das ZDF hatte Maybrit Illner moderiert.

Im diesjährigen TV-Duell waren Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Herausforderer Martin Schulz (SPD) von den vier Moderatoren (ARD, ZDF, RTL, Sat.1) zu Flüchtlingskrise, Integration und Türkei-Politik befragt worden, andere Themen wurden nicht oder nur kurz thematisiert.

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