Anzeige

iPhone X: 3D-Sensor für Gesichtserkennung offenbar schuld an Produktionsengpass

iphonex_front_crop_top_corner_splash-630x353-1.jpg
So sieht Apples neues Flaggschiff-Smartphone aus: das iPhone X © Apple

Es bleibt das große Mysterium der Techwelt der kommenden sechs Wochen: In welchem Umfang wird Apple sein neues Flaggschiff-Smartphone iPhone X ab dem 3. November an Kunden ausliefern können? Neue Gründe für die mutmaßliche Verzögerung liefert unterdessen die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Times, die berichtet, dass der neue 3D Sensor nicht im erforderlichen Maße ausgeliefert werden könne. Zuliefererfirmen würden daher aktuell lediglich 40 Prozent der erwarteten Menge an Komponenten für das iPhone X an Apple schicken.

Anzeige
Anzeige

Es dürfte ein Kampf bis in die letzten Stunden werden: Am 3. November soll Apples neues Smartphone-Flaggschiff iPhone auf den Markt kommen – doch Apple hat offenbar noch nicht einmal mit der Produktion begonnen, wie vergangene Woche das zum Wall Street Journal gehörende US-Wirtschaftsmagazin Barron’s berichtete.

Entsprechend limitiert dürfte das iPhone X Anfang November auf den Markt kommen, wie der notorisch gut unterrichtete KGI Securities-Analyst Ming-Chi Kuo in den vergangenen Tagen erklärt hatte: „Wegen eingeschränkter Lieferbarkeit rechnen wir nicht damit, dass die Kundennachfrage vor dem ersten Halbjahr 2018 voll befriedigt werden kann“, schrieb Kuo vergangene Woche an Bankkunden.

3D Sensor für Face ID liefert „noch nicht einen befriedigenden Output“

Neues Licht in die Produktionsengpässe hat nun die Nikkei Times gebracht. Wie die  japanische Wirtschaftszeitung mit Verweis auf Apples Zuliefererkette berichtet, wird die Produktion offenbar von der problematischen Implementierung 3D-Sensors aufgehalten.

Zwei Geschäftsführer von Zuliefererfirmen erklärten, dass die 3D-Sensoren, die Apple für sein neues Feature zur Gesichtserkennung namens Face ID einsetzt, das bereits im Social Web viel Spott auf sich gezogen hat, immer „noch nicht einen befriedigenden Output“ lieferten und weiter nicht in der gewünschten Stückzahl verfügbar wären.

Anzeige

Apple hat offenbar lediglich 40 Prozent der ursprünglich geplanten Menge an iPhone X-Komponenten bestellt

Der 3D Sensor ist Teil des neuen TrueDepth-Kamerasystems, das am oberen Rand des iPhone X montiert ist und als „Kerbe“ (englisch: „Notch“) bereits für zahlreiche (Negativ-)Schlagzeilen unter Designästheten gesorgt hat.

Bereits gestern hatte die Nikkei Times berichtet, dass Apple wegen der Produktionsengpässe aktuell bei Zuliefern lediglich 40 Prozent der ursprünglich geplanten Menge an Komponenten zur Fertigung des iPhone X bestellt habe.

Nach Meinung einiger Analysten dürfte Apple deshalb Probleme bekommen, die Erwartungen der Wall Street im Dezember-Quartal zu erfüllen. Tavis McCourt von Count Raymond James warnte heute vor möglicherweise enttäuschenden Umsätzen in der Weihnachtsbilanz und dem Ausbleiben eines neuen iPhone-Superzyklus, hob das Kursziel der zuletzt um 10 Prozent abgestürzten Apple-Aktie aber trotzdem an.

 

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige