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„Die Partei hat ihre Existenzberechtigung!“: Martin Sonneborn reagiert überraschend ernst auf Vorwürfe von taz, n-tv und Stefan Niggemeier

Martin Sonneborn reagiert auf die Vorwürfe, sDie Partei zu wählen sei „undemokratisch“
Martin Sonneborn reagiert auf die Vorwürfe, sDie Partei zu wählen sei "undemokratisch"

"Wir haben Die Partei 2004 gegründet, weil wir absolut nicht mehr wussten, welche Partei man noch guten Gewissens wählen kann", schreibt der Satiriker Martin Sonneborn bei Facebook. Damit reagiert er auf einen Medien-Streit, der um die Daseinsberechtigung der Satire-Partei entfacht war. Medienkritiker Stefan Niggemeier sowie Autoren von taz und -tv hatten Wählern vorgeworfen, mit ihrer Stimme für die Partei die AfD zu unterstützen.

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„Der arrogante Haufen Wohlstandskinder rund um ‚Die Partei‘-Gesicht Martin Sonneborn ist schwer erträglich. Und er ist zutiefst demokratiefeindlich“, schreibt beispielsweise Benjamin Konietzny in einem Kommentar bei n-tv. Wer die Partei wähle, schmeiße seine Stimme auf den Müll, sagt er.

In der taz reagiert Martin Kaul mit einer Replik auf einen Text, der ebenfalls in der taz erschienen war und in dem ein anonymer Autor schreibt, warum er „ganz im Ernst“ die Partei wählen wird. Kaul wirft seinem Kollegen vor: „Was ist sinnvoller, als sich einen Spaß daraus zu machen oder nur frustriert darüber zu sein, dass die Demokratie im Arsch ist und die Rechten im Anmarsch sind. Es geht um deine Wahl (…) und um deine Verantwortung, und dann, irgendwann, also falls, werde ich dich einmal fragen: ‚Was hast du getan, als 2017 die AfD ins Parlament kam?‘ Und du wirst mir antworten müssen: ‚Ich habe eine Spaßpartei gewählt.‘

Auch Medienkritiker Stefan Niggemeier bezieht Stellung und appelliert an die Wähler: „Wer will, dass die AfD möglichst wenig Sitze im neuen Bundestag bekommt, darf nicht die PARTEI wählen.“

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Martin Sonneborn, Ex-Chefredakteur der Satirezeitschrift Titanic und prominentester Vertreter der Partei Die Partei reagiert auf all diese Vorwürfe nun – ungewohnt ernsthaft – ebenfalls bei Facebook. Er veröffentlichte ein Wahlplakat der Satire-Partei, auf dem steht: „Jede Stimme für uns ist eine Stimme für uns.“ Dazu schreibt Sonneborn: „Ich schätze die Debatte um die wenig demokratische Sperrklausel; Die PARTEI klagt ja auch in NRW dagegen. Was ich nicht schätze, ist die Zweitstimmenkampagne gegen kleine Parteien, die gerade von taz, n-tv, Niggemeier & Lauer geführt wird.“

Die Partei habe sich erfolgreicher mit der AfD auseinandergesetzt als andere Parteien, so Sonneborn. Direkt an Stefan Niggemeier adressiert erklärt er: „Ob die verfickte AfD jetzt mit 88 Abgeordneten oder einem Zusatzdeppen aus einem Dorf in Sachsen-Anhalt einzieht, ist gar nicht relevant. Ich kenne die Führungsspitze der AfD, weil ich in Straßburg im Plenum neben Marcus Pretzell & Frau von Strolch saß. Dahinter kommt nicht mehr viel…“

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