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CDU-Zentrale zum Partei-Plakat mit totem Flüchtlingsjungen: „widerwärtige Geschmacklosigkeit“

Martin Sonneborn und das fragwürdige Plakat der Partei
Martin Sonneborn und das fragwürdige Plakat der Partei

Im aktuellen Wahlkampf provozierte die Satirepartei Die Partei rund um Martin Sonneborn mit einem Wahlplakat, das den toten Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi mit den Worten "Für einen Strand, an dem wir gut und gerne liegen" zeigte – eine Anspielung auf den Wahlkampf-Slogan der Union. Gegenüber MEEDIA bezog die CDU-Zentrale nun Stellung.

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Die Partei plakatierte ein Motiv, das vom Layout her an die aktuelle CDU-Kampagne erinnert. Nur: Auf den Foto ist der tote Flüchtlingsjunge Aylan Kurdi zu sehen. In Anspielung an den Unions-Slogan „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ heißt es: “Für einen Strand, an dem wir gut und gerne liegen.”

Der Kreisverband der Partei sagt dazu: „Beim Erstellen des Plakats haben wir uns an der Feelgood-Kampagne der CDU orientiert und das Strandbild mit den meisten Klicks gesucht. Das Ergebnis hat uns auch überrascht, aber wie Grüne, AfD und Co. zeigen: Kinder machen sich immer gut.”

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“Das passt natürlich in die aktuelle Situation, Schicksal und Tod von Flüchtlingen aus Wahlkampf und Öffentlichkeit herauszuhalten“, kommentierte Martin Sonneborn gegenüber MEEDIA. „Aber im Gegensatz zur GroKo Haram wollen wir eine Diskussion über das anhaltende große Sterben. Die Kritik, die uns im Netz entgegengebracht wird, bitte ich, ans Kanzleramt zu adressieren.”

Auf Nachfrage von MEEDIA kommentierte nun auch die CDU-Zentrale das Plakat – und zwar eindeutig und kurz und knapp: „Zu so einer widerwärtigen Geschmacklosigkeit äußern wir uns nicht.“

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