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Juristischer Ärger um 2. DAB+ Multiplex: Leipziger Immobilienkönig Steffen Göpel zieht vors Verwaltungsgericht

Steffen Göpel will ein zweites nationales DAB+ Multiplex aus der Taufe heben
Steffen Göpel will ein zweites nationales DAB+ Multiplex aus der Taufe heben

Die Vergabe des zweiten bundesweiten Digitalradio-Multiplexes an ein Unternehmerkonsortium um die Freenet-Tochter Media Broadcast und die Radiogruppe Antenne Deutschland hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel. Der im Bieterrennen unterlegene Leipziger Immobilienkönig Steffen Göpel hat dagegen beim zuständigem Verwaltungsgericht Klage eingereicht. Damit könnte sich der Start des zweiten Multiplexes deutlich verzögern.

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Für Willi Streul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und scheidender Intendant des Deutschlandradios, ist es ein Meilenstein im Digitalradio. „Der zweite Bundesmux wird das größte Privatradio-Investment der letzten 30 Jahre und verschafft DAB+ einen ungeheuren Schub“, lobte Streul noch vor wenigen Monaten die Entscheidung der zuständigen Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der Medienanstalten. Sie hatte im Juni dem Unternehmerkonsortium um die Freenet-Tochter Media Broadcast und der Radiogruppe Absolut Radio den Zuschlag für das zweite DAB-Multiplex erteilt.

Damit hätte die Firmengruppe die Chance, in Deutschland einen neuen bundesweiten Radioanbieter mit 18 Hörfunkkanälen zu schmieden. Für das Bündnis ist es ein Megacoup: Denn die Unternehmensgruppe ist dadurch für die Werbetreibende Wirtschaft hochinteressant. Der Grund: die neue Radiokette kann hierdurch leicht nationale Werbekampagnen ausspielen. Das lockt vor allem große Handelsketten auf den Plan, die über millionenschwere Werbeetats verfügen.

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Doch Media Broadcast und Absolut Radio können sich noch nicht die Hände reiben. Denn der im Bieterrennen unterlegene Leipziger Immobilienkönig Steffen Göpel klagt gegen die Entscheidung der GVK vor dem Verwaltungsgericht Leipzig (Aktenzeichen 1 L 538/17). Dies bestätigt ein Sprecher der Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) auf Anfrage von MEEDIA. Das Verwaltungsgericht habe hierüber noch nicht entscheiden, sodass die BLM keine weiteren Auskünfte geben kann. Um das zweite DAB+ Multiplex hatten sich zuletzt mehrere Investoren bemüht. Dazu gehören unter anderem auch der frühere DAPD-Eigner Peter Löw und der ehemalige N24-Geschäftsführer Ulrich Ende, die leer ausgingen.

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