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„Geheimer Wahlkampf“ BuzzFeed und t-online.de analysieren „Dark Ads“ auf Facebook

Jeder User sieht nur das, was er sehen soll – so manipulieren Parteien Nutzer im Internet.
Jeder User sieht nur das, was er sehen soll - so manipulieren Parteien Nutzer im Internet.

Dark Ads sind Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken, die nur ganz bestimmte Menschen zu sehen bekommen. Verschiedene Gruppen können so mit gegensätzlichen Botschaften angesprochen werden - auch von ein und der selben Partei. BuzzFeed News und t-online.de starten gemeinsam das Transparenz-Projekt "Wer zahlt für meine Stimme" und untersuchen den digitalen Wahlkampf mit Dark Ads zur Bundestagswahl 2017.

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Für das Projekt haben britische Programmierer von WhoTargetsMe eine Software geschrieben, die für Chrome- und Firefox-Browser installiert werden kann. Diese liest alle Anzeigen auf Facebook aus und analysiert, welche Partei welche Anzeigen schaltet und welche Zielgruppe damit erreicht wird.

Dark Ads stehen im Verdachte, in den vergangenen Jahren den Ausgang verschiedener Abstimmungen weltweit beeinflusst zu haben, darunter auch die US-Präsidentschaftswahl und die Brexit-Abstimmung. Manche fürchten, dass zielgruppenoptimierte Werbeanzeigen auch den Wahlkampf zur kommenden Bundestagswahl beeinflussen könnten.

Diese Art von Werbeanzeigen, die Parteien sich BuzzFeed News zufolge Millionen von Euro kosten lassen, bergen die Gefahr dass gesamtgesellschaftliche Debatten zum Erliegen kommen, da jeder seine eigene Sicht auf die Dinge durch zugeschnittene Werbung bestätigt sieht.

Jeder Internetnutzer kann bei dem Projekt mitmachen. Je mehr User die Software in ihren Internet-Browsern installieren, umso mehr Anzeigen können ausgewertet werden. Reporter von Buzzfeed und t-online.de werten die gesammelten Daten aus und berichten über die Ergebnisse.

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