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Die elf wichtigsten Fähigkeiten, die ein Social-Media-Redakteur im Jahr 2017 haben muss

Ein Social-Media-Könner sollte genauso viel Ahnung von Videos haben, wie vom texten, posten und werben.
Ein Social-Media-Könner sollte genauso viel Ahnung von Videos haben, wie vom texten, posten und werben.

Nicht selten entscheiden mittlerweile Social-Media-Redakteure über Erfolg oder Misserfolg einzelner Stücke. So wichtig ist der Traffic von Facebook & Co. längst geworden. Zudem finden sie viele virale Rohdiamanten, die nur noch etwas geschliffen und in Form gebracht werden müssen, um dann für Extra-Klicks zu sorgen. Andreas Rickmann, Social-Media-Chef der Bild, hat in seinem Blog die wichtigen Fähigkeiten aufgeschrieben, die einen erfolgreichen Social-Media-Redakteur 2017 auszeichnen.

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Insgesamt listet Rickmann 34 Fähigkeiten, die ein Social-Media-Experte heute haben sollte, auf. Dabei wird schnell offensichtlich: Es geht schon lange nicht mehr darum, nur einen Link in einem Netzwerk zu posten. Der Mix aus technischem Know-How sowie klassischen Journalismus- plus Online-Handwerk sind das Erfolgsgeheimnis. Die Liste zeigt: Innerhalb einer Web-Redaktion gibt derzeit wohl kaum einen komplexeren Job. So sollen die SM-Könner genauso viel Ahnung von Videos haben, wie vom Texten, Posten und Werben.

Der wichtigste Tipp des Bild-Experten lautet jedoch: “Sie sollten kündigen, wenn von ihnen gefordert wird, die eigenen Leser für dumm zu verkaufen, etwa mit maßlos überdrehten Zeilen, hinter denen Geschichten ohne Substanz stecken.”

Wir haben die 34 von Rickmann identifizierten Skills zusammengefasst. Das Ergebnis sind diese elf Fähigkeiten:

 

  1. Sie stellen ihr Publikum in den Mittelpunkt und denken Geschichten aus Sicht der Leser. Die entscheidende Frage ihrer Checkliste lautet: Warum sollte mein Leser das lesen? Relevanz und Impact stellen sie stets über alle anderen Metriken.
  2. Sie haben ein Gefühl für gute, klare und der Plattform angemessene Sprache. Sie können texten – und zwar jenseits vom üblichen Journalistensprech. Zudem sind sie empathisch und kennen die Gefühle der Leser. Sie wissen nicht nur was die Leser bewegt, sondern auch wie es sie bewegt.
  3. Sie kennen die Funktionsweise des Facebook-Algorithmus. Sie wissen, welches Format welche Auswirkungen auf die Reichweite von Beiträgen hat und setzen dieses Wissen strategisch ein. Denn: Sie haben das Gefühl für Viralität, die im Einklang mit der Marke steht, verinnerlicht. Es pingt im besten Fall im Kopf, wenn sie etwas sehen, von dem sie wissen, dass es ihre Leser bewegen wird.
  4. Sie finden den richtigen Ton in der Ansprache bei Kommentaren – auch wenn es mal brenzlig wird. Aber: Sie haben Humor – und wissen, wie man ihn artikuliert.
  5. Sie wissen, dass es in der Entwicklung von Formaten auf Plattformen keinen Stillstand gibt. Heißt: ausprobieren, auswerten, lernen, besser werden.
  6. Sie können Daten so verständlich erklären und aufbereiten, dass sie damit andere Redakteure begeistern. Denn: Sie können ohne Daten nicht mehr arbeiten. Daten sind aber niemals die alleinige Entscheidungsgrundlage ihres Handelns.
  7. Sie sind mit gängigen Recherchetools im Bereich Social Media vertraut und wissen, welche Wege es gibt, um auf Plattformen zu recherchieren.
  8. Sie haben ihre eigene Stimme in sozialen Netzwerken, sind als Journalist auf Plattformen präsent und ansprechbar und Botschafter für die Marke, für die sie arbeiten.
  9. Sie können Plattformen und Netzwerke jenseits von Hypes bewerten und priorisieren. Niemand kann alles. Aber jeder muss wissen, was wichtig ist – und was nicht. Denn: Sie sind kein Tech-Support, sondern Journalisten mit einem guten technischen Verständnis.
  10. Sie bewegen sich sicher im Ads-Manager von Facebook und wissen, wie sie Kampagnen erstellen und nachhalten.
  11. Sie lesen den Facebook-Newsfeed, wie Journalisten früher die Zeitung: Sie wissen, welche Inhalte warum teilbar sind und wie sie diese Effekte auf ihre Marke übertragen.
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