buzzer-das-letzte-aus-dem-netz
Anzeige

„Ein Song wie gute Literatur“: Kettcars Fluchthelfer-Lied zum Jahrestag des Mauerbaus wird zum Netz-Hit

Die Band Kettcar erzählt in ihrem neuen Musikvideo die Geschichte einer Flucht
Die Band Kettcar erzählt in ihrem neuen Musikvideo die Geschichte einer Flucht

"Alle reden über Flüchtlinge. Kettcar auch. Ein Song wie gute Literatur," urteilt die Schriftstellerin Juli Zeh über die neue Kettcar-Single "Sommer '89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)". Die Band erzählt darin die Geschichte eines Hamburger Studenten, der vor 28 Jahren mehreren DDR-Bürgern bei der Flucht half. Die Message ist deutlich: Es ging damals wie heute immer um Menschlichkeit.

Anzeige
Anzeige

„Es war im Sommer ’89. Der 12. August“: Ein Student aus Hamburg machte sich auf den Weg an die österreichisch-ungarische Grenze, um Flüchtlingen zu helfen. Mit einem Bolzenschneider schnitt er Löcher in Zäune und half in einer Nacht drei Familien über die Grenze. „Sie bedankten sich tränenreich und vielmals für alles in einer Sprache und einem Dialekt, den er kaum verstand. Er vermutete damals, dass das Sächsisch war.“

Pünktlich zum 56. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August veröffentlichte die Hamburger Band Kettcar ihren ersten Song nach einer fünfjährigen Pause – und landet damit prompt einen Netz-Hit. In „Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)“ senden die Musiker eine deutliche politische Botschaft an alle Flüchtlingsgegner: „Es bleibt die brennende Erkenntnis, dass Humanismus nicht verhandelbar ist“, wie Musikjournalist Linus Volkmann zusammenfasst.

Der Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow urteilt: „Gesungene Geschichte, die deutlich macht, dass Fluchthelfer*innen damals wie heute gebraucht werden.“ Und auch Schriftsteller Benedict Wells lobt „Sommer ’89“: “Gut, dass es immer schon Menschen gab, die anderen Menschen einfach halfen – und erst danach darüber diskutierten. Das galt für damals, das gilt für heute und das gilt für diesen schönen Song.“

Innerhalb weniger Stunden wurde der Song bei YouTube knapp 200.000 mal aufgerufen und in den Kommentaren überschlagen sich die Fans mit Lob: „Ein fantastisches Lied, eine fantastische Nachricht“ oder „Gänsehaut von Anfang bis Ende.“ Auch bei Facebook und Twitter äußern sich zahlreiche weitere Musikkollegen und Fans der Band:

Anzeige

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige