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Umfrage: Viele Bürger halten „Fake News“ für problematisch, Vertrauen in öffentliche Medien deutlich höher als in private

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat Bürger zum Thema „Fake News“ befragt
Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat Bürger zum Thema "Fake News" befragt

Das Meinungsforschungs-Institut YouGov hat eine eine umfassende Untersuchung über so genannte „Fake News“ durchgeführt. Bei der Befragung kam heraus, dass rund die Hälfte der Bundesbürger „Fake News“ für eine Gefahr für die Demokratie halten. Öffentlich-rechtlichen Medien genießen ein deutlich höheres Vertrauen als Privatmedien.

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Öffentlich-rechtlichen Medien wird laut der Befragung ein ähnlich hohes Vertrauen entgegengebracht wie wie Gewerkschaften oder der Bundesregierung. Das höchste Vertrauen genießt die Polizei, knapp gefolgt vom Bundesverfassungsgericht. Privatmedien rangieren beim Vertrauen in etwa auf dem Niveau von politischen Parteien.

Bei den einzelnen Mediengattungen liegen dann freilich Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine (gedruckte Ausgaben!) in Sachen Vertrauen zusammen mit öffentlich-rechtlichen TV-Sendern vorne. Weit unten im Vertrauens-Index landen die Angebote von Boulevardmedien, und zwar sowohl Print als auch Online-Ausgaben. Das geringste Vertrauen genießen Soziale Medien und von diesen hat Twitter die schlechtesten Werte. Der Kurznachrichtendienst landet in Sachen Vertrauen noch hinter YouTube und Facebook.

Boulevardmedien und Journalismus-ferne Angebote werden in der Umfrage als besonders anfällig für „Fake News“ wahrgenommen. 38 Prozent der Befragten glauben, dass“Fake News“ auch im aktuellen Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen.

Bei der Frage, was gegen „Fake News“ hilft, sehen die Befragten den klassischen Journalismus, den öffentlichen Rundfunk, die Sozialen Netzwerke und die Nutzer selbst in der Pflicht. Staatliches Engagement (Stichwort: Netzwerkdurchsetzungsgesetz), wird weitgehend kritisch betrachtet. Auf die Frage, wie sie selbst die Echtheit von Meldungen prüfen, gab rund ein Drittel der Befragten an, schon einmal nach weiteren Quellen für eine Meldung gesucht zu haben. Ein Viertel gab an, schon einmal Absender und Impressum eines Nachrichten-Absenders geprüft zu haben. Der Austausch mit Freunden und Bekannten zur Verifikation von Meldungen wird von der Mehrheit der Befragten als „nicht hilfreich“ bewertet, aber trotzdem praktiziert.

Für die Befragung hat YouGov 2.000 wahlberechtigte Deutsche aus dem eigenen Online-Panel befragt. Die Befragung war bevölkerungsrepräsentativ für Wahlberechtigte in Deutschland.

Hier gibt es nähere Infos zur Umfrage und man kann sich die detaillierten Ergebnisse runterladen.

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Alle Kommentare

  1. Haha, öffentlich-rechtliche Sender weniger anfällig für Fake-News: Die produzieren doch täglich welche durch Weglassen, Verbiegen und linke Haltung (Klassenstandpunkt). Nach den linksradikalen Chaostagen in Hamburg hatten die Journalisten von „heute“ in den Hauptnachrichtensendungen akute Sprachstörungen. Die Adjektive links, linksextrem oder linksradikal kamen einfach nicht über Lippen.
    Die grüne Parteiwechslerin Twesten wird als Verräterin dargestellt und der Akt vom ZDF-Korrespondenten Peter Kunz ganz im Sinne der Sprachregelung der im Fall befindlichen rot-grünen Landesregierung Niedersachsens als „Intrige“ angeprangert. Völlig unvoreingenommen versteht sich.
    Aber der AfD-Überläufer Helmerich, der jetzt als SPD-Abgeordneter, einer rot-rot-grünen Landesregierung die Einstimmen-Mehrheit in Thüringen sichert, ist den Öffentlich-Rechtlichen – „im Zweifel links“ – keine Erwähnung wert.
    Fake News???

  2. Gegen Fake News gibt es leider keine Garantie. Auch öffentlich rechtliche Sender können bei Fake News leider nicht belangt werden. Die Berichte von Korrespondenten stammen oft aus ganz anderen Ländern, über Syrien aus Kairo, über Venezuela aus Mexiko. über Korea aus Japan.

    Im Bereich Fake News ist Propaganda wichtig. Man kritisierte russische Bomben auf das islamistisch besetzte Ost-Aleppo, keine amerikanischen Bomben auf Mossul. Resultat? Mossul wurde in Schutt und Asche gebombt, Ost-Aleppo ist längst wieder bewohnt.

    Die schlimmste humanitäre Katastrophe ereignet sich zur Zeit im Jemen. Millionen Menschen stehen dort vor dem Hungertod. Hunderttausende sterben an Cholera. Was kaum jemand weiß, weil es so gut wie nie berichtet wird: Der Jemen wird von Saudi-Arabien in Schutt und Asche gebombt. Die Hilfslieferungen werden von Saudi-Arabien blockiert. Im Jemen leben Schiiten, die von den Sunniten Saudi-Arabiens als Abtrünnige angesehen werden.

    Irgendein Rechtsmittel, um die systematische Verschweigung der Bomben Saudi-Arabiens auf den Jemen durch unsere Medien anzuklagen, gibt es nicht.

  3. Da fällt mir nur der Begriff „Glückliche Sklaven“ ein, die Merkel-Clique hat das Land wahrlich erfolgreich sediert. Aber: Unwissen und Dummheit schützen vor Strafe nicht. Schauen wir also nach den Wahlen im September weiter vertrauensvoll zu, wie die sog. „Regierung“ unser Land endgültig in den Abgrund schiebt.

    1. „ein ähnlich hohes Vertrauen entgegengebracht wie […] der Bundesregierung.“

      „Frau Merkel“ wäre wohl zu offensichtlich gewesen.

      Yougov und die anderen Umfrageinstitute, die zu grosste Teilen von Aufträgen aus der Politik abhängen sind selbst grosse Fakenews-Schleudern.

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