Mehr Mitarbeiter für Kommentar-Kontrolle: Facebook engagiert weiteren Dienstleister im Kampf gegen Hatespeech

Erweitert die Kapazitäten im Kampf gegen Hasskommentare im Social Web: Facebook-Boss Mark Zuckerberg
Erweitert die Kapazitäten im Kampf gegen Hasskommentare im Social Web: Facebook-Boss Mark Zuckerberg

Facebook reagiert auf die anhaltende Kritik, dass das Netzwerk zu wenig gegen Hassekommentare unternehme und baut die Community-Kontrolle aus. 500 weitere Mitarbeiter sollen die Bewertung kritischer Meinungsbeiträge und gegebenenfalls den Löschvorgang beschleunigen. Damit reagiert das Netzwerk auch auf das neue Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

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Beim Ausbau seiner Kapazitäten holt sich Facebook auch einen neuen Dienstleister an Bord. Für die Erweiterung der Community-Kontrolle soll das „Competence Call Center“, ein europäischer Dienstleister, zuständig sein. Die bislang – nach Facebook-Angaben – 700 tätigen Mitarbeiter sind bei Arvato angestellt. Wie Facebook mitteilt, soll die Bertelsmann-Tochter auch weiterhin für das Netzwerk arbeiten.

In seiner Pressemitteilung versucht Facebook, wie gewohnt, die offensichtlichen Gründe zu verschleiern und begründet den Ausbau des „Community Operations Teams“ generell mit der „stetig wachsenden Community“, weshalb man sich „weiter engagiere“ wolle. Tatsächlich muss Facebook aber handeln. Justizminister Heiko Maas hat noch vor der Sommerpause das so genannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz durch den Bundestag gebracht, das soziale Netzwerke zu einem schnelleren und entschiedeneren Handeln verpflichten soll. Zudem hatten zuletzt zahlreiche Berichte den Eindruck erweckt, als sei das Lösch-Team von Arvato mit seinen Aufgaben überfordert.

Seine Arbeit aufnehmen soll der neue Dienstleister im Herbst dieses Jahres. Sitz der neuen Einheit wird Essen sein. Bei der Einstellung von weiteren 500 Kräften spricht Facebook von einem „ersten Schritt“.

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Alle Kommentare

  1. Herrrlich..oder:
    Wurde auch höchste Zeit: Wahlbeobachter im Bürgerkriegsland Merkelstan

    Die OSZE wird Beobachter zur Bundestagswahl nach Deutschland entsenden. Fragen zur Parteienfinanzierung und Medien seien besorgniserregend genug, um eine Beobachtung zu rechtfertigen, so die Menschenrechtsstelle ODIHR.

    „Manche Beobachter einer Partei, die nicht im Bundestag vertreten ist (vermutlich ist die AfD gemeint) empfanden die Berichterstattung als ‚stigmatisierend’,“ so der am 14. 7. erschienene Bericht des Office for Democratic Institutions and Human Rights. Diese und andere Sorgen seien ernsthaft genug, um eine Wahlbeobachtung empfehlenswert zu machen.

    Die internationale Menschenrechtsbeobachtungsstelle mit Sitz in Warschau äußerte außerdem Sorgen über die Internet-Zensur, mit ausdrücklichem Hinweis auf das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, „das Strafen von bis zu 50 Millionen Euro“ für Social-Media-Firmen wie Facebook, Twitter und andere vorsieht, die angebliche Hate Speech nicht binnen 24 Stunden löschten.

    Die Staatengruppe gegen Korruption des Europarates (GRECO) äußerte laut ODIHR-Bericht außerdem Sorgen über intransparente Wahlkampffinanzierung in Deutschland. „Die Transparenz der Partei- und Wahlkampffinanzierung würde von einer niedrigeren Meldeschwelle profitieren, bei der während des laufenden Wahlkampfs wenigstens ansatzweise Rechenschaft abgelegt werden müsste.“
    Laut der Zeit wird die OSZE ein Expertenteam von drei bis fünf neutralen Beobachtern zur Bundestagswahl nach Deutschland schicken. Bürger können sich auch anmelden, um Wahlbeobachter zu werden. (CM)
    http://www.journalistenwatch.com/2017/08/03/wurde-auch-hoechste-zeit-wahlbeobachter-im-buergerkriegsland-merkelstan/

  2. „Competence Call Center“ welche bekannteren Firmen-Kunden haben die denn bereits ?

    Haben die auch berühmte Politiker mit hohen Pensionsansprüchen im Aufsichtsrat oder berühmte Medien-Manager als Berater oder wartet man damit bis nach der Wahl wenn klar ist ob schwarz-rot weitergeht oder schwarz-gelb zurück-kehrt ?

  3. Diese Meinungskontrolle wird Ihnen präsentiert von

    B E R T E L S M A N N

    Sender – Umfragen – Studien

    Bertelsmann, wenn es um die richtige Meinung geht!

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