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Awin: Axel Springer und United Internet machen gemeinsame Sache beim Affiliate-Marketing

Legen ihre Affiliate-Marketing-Geschäfte zusammen: Ralph Dommermuth von United Internet und Mathias Döpfner von Springer
Legen ihre Affiliate-Marketing-Geschäfte zusammen: Ralph Dommermuth von United Internet und Mathias Döpfner von Springer

Das Digitalgeschäft bei Axel Springer brummt wie eh und je. Das unterstrich Vorstandschef Mathias Döpfner einmal mehr bei der Präsentation der Zahlen fürs erste Halbjahr 2017. Damit es weiter brummt, verkündete Döpfner den Zusammenschluss des hauseigenen Affiliate-Marketing-Geschäfts Awin mit dem von United Internet.

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Zunächst übernimmt Springer vom bisherigen Partner beim Affiliate-Marketing-Netzwerk Awin, der Schweizer Swiss.com, deren 47,5% Anteile. Anschließend soll die Affiliate-Tochter von United Internet, affilinet, mit Awin zusammengeführt werden. An der neuen Awin hält Springer dann 80 Prozent, United Internet 20 Prozent der Anteile. Ein Börsengang des neuen Joint Ventures ist geplant, einen genauen Zeitplan dafür gibt es noch nicht. Der Deal muss noch von den Kartellbehörden abgesegnet werden.

Das neue Awin ist international ein bedeutender Spieler im Affiliate-Geschäft. Awin hat jetzt 15 Standorte, 900 Mitarbeiter und 6.000 Werbekunden weltweit. Die Marke Awin entstand erst im März 2017, als die ebenfalls zu Springer gehörenden Affiliate-Unternehmen Affiliate Window und zanox zusammengeführt wurden. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete Awin (bzw. damals noch zanox/Affiliate Window) einen Umsatz von 567,4 Millionen Euro und einen operativen Gewinn (EBITDA) von 25,5 Millionen Euro.

Auch affilinet gehört mit rund 200 Mitarbeitern und mehr als 3.500 Werbekunden zu den führenden Anbietern in Europa. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete affilinet einen Umsatz von 150,7 Millionen und einen operativen Gewinn (EBITDA) von 4,9 Millionen Euro.

Bei Springer gehört das Affiliate-Geschäft zum Segment Vermarktungsangebote. Die Vermarktungsangebote steigerten den Umsatz im ersten Halbjahr um 8,1 Prozent auf 447,8 Mio. Euro. Der operative Gewinn (EBITDA) des Segments sank im selben Zeitraum von 46,5 auf 40,4 Mio. Euro. Springer macht hierfür „das herausfordernde Marktumfeld für einige Aktivitäten in der Reichweitenvermarktung“ verantwortlich.

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Im Segment Bezahlangebote, in dem Springer die journalistischen Aktivitäten bündelt, verwies Döpfner mehrfach auf tolle Vermarktungserlöse bei der „Bild für alle“, die zum 65. Geburtstag der Bild-Zeitung gratis verteilt wurde. Einmal pro Jahr könne man sich eine solche Aktion vorstellen, so sich denn ein Anlass bietet, meinte Döpfner. Öfter aber sicher nicht.

Das Segment steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 2,3 Prozent auf 725,4 Mio. Euro. Kräftig zum Umsatzwachstum beigetragen habe auch der Business Insider, der das hohe Wachstumstempo der ersten drei Monate übertroffen habe. Im Vergleich zum Vorjahr habe der Business Insider beim Umsatz um ca. 50 Prozent zugelegt. Profitabel ist das Angebot für Wirtschaftsinformationen (das seine Reichweite aber auch mit zahlreichen „weicheren“, klickstarken Themen macht) aber noch nicht. Geplant ist der Break Even beim Business Insider für 2018. Laut Döpfner ergebe es keinen Sinn, das Wachstumstempo durch ein zu frühes Drücken der Kosten zu verlangsamen.

Einer von einigen Medien spekulierten Übernahme des Senders Sport1 durch Springer erteilte Döpfner eine recht klare Absage. Zwar sei das Thema Sport für Springer generell immer interessant, aber Sport1 besitze für Axel Springer keine Priorität, es gebe auch keine Gespräche.

Details zur Halbjahres-Bilanz von Axel Springer finden Sie hier.

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