Anzeige

Quartalszahlen: Apple verkauft 41 Millionen iPhones, iPad mit Überraschungscomeback, Aktie schießt auf Allzeithochs

timcook-apple.jpg
Apple-Chef Tim Cook: An der Wall Street wieder auf Allzeithochs

Besser als erwartet: Apple konnte bei Vorlage der Geschäftszahlen für das zweite Kalenderquartal die Erwartungen der Wall Street übertreffen. Im traditionell schwächsten Quartal des Jahres, das unmittelbar dem Launch eines neuen iPhones vorausgeht, setzte der Konzern 41 Millionen iPhones ab. Während die Umsätze um 7 Prozent zulegten, konnte der Nettogewinn um 12 Prozent gesteigert werden. Die Aktie legte nachbörslich um mehr als 6 Prozent zu und erreichte ein neues Allzeithoch.

Anzeige

Es ist das Apple-Quartal des Jahres, das in erster Linie chronistischen Wert hat: Das Juni-Quartal ist Geschichte, die Welt wartet auf das neue iPhone, das im September erwartet wird.

Apple konnte die Wall Street-Erwartungen jedoch weitgehend überbieten und vor dem wichtigsten Produktlaunch des Jahres ein kleines Ausrufezeichen setzen. In den 91 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juni entwickelten sich die Geschäfte weitgehend besser als von Analysten vorausgesagt.

Apple übertrifft Wall Street-Schätzungen

Bei Umsätzen von 45,4 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent) verdiente Apple einen Nettogewinn von 8,7 Milliarden Dollar (+12 Prozent) bzw. 1,67 Dollar je Aktie (+17 Prozent). Analysten hatten zuvor mit Erlösen von 44,5 Milliarden und einen Gewinn je Aktie von 1,56 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

Treiber der Geschäftsentwicklung war einmal mehr das mit Abstand wichtigste Produkt der Konzerngeschichte: das iPhone. Angetrieben vom Ende September 2016 gelaunchten iPhone 7 und der Phablet-Version iPhone 7 Plus konnte der wertvollste Konzern der Welt 41 Millionen Geräte verkaufen.

iPhone legt leicht zu, iPad gelingt Überraschungscomeback

Der Trend zeigt damit wieder leicht nach oben: Das Vorjahresergebnis von 40,4 Millionen Stück wurde um 600.000 Einheiten übertroffen. Die Wall Street-Schätzungen lagen bei 41,1 Millionen Stück.

Die eigentliche Überraschung gelang Apple indes mit einer längst abgeschriebenen Konzernsparte: der Tablet-Unit. Nach 13 Quartalen mit sinkenden Absätzen konnte Apple mit dem iPad wieder ein deutliches Plus nach Umsätzen und verkauften Einheiten verzeichnen.

Während Analysten noch mit einem weiteren Minus von 10 Prozent gerechnet hatten, konnte Apple tatsächlich mit 11,4 Millionen iPads 15 Prozent mehr Einheiten verkaufen als noch im Vorjahreszeitraum und 28 Prozent mehr als im vorangegangenen Quartal.

Auch Servicesparte und Mac-Verkäufe ziehen an

Entgegen der Erhebungen von Gartner konnte Apple im jüngsten Quartal mit einem Plus von zwei Prozent auf 4,3 Millionen verkauften Einheiten auch wieder steigende Mac-Absätze verkünden. Spektakulärer fiel unterdessen die Entwicklung in der Servicesparte aus.

Die Service-Unit, die die Geschäfte von iTunes, des App Stores, der iCloud, Apple Pay und vor allem des vor zwei Jahres gestarteten Streaming-Dienstes Apple Music bündelt, legte um weitere 22 Prozent zu. Nach  Umsätzen von 6 Milliarden im Vorjahresquartal konnte Apple nunmehr Erlöse von 7,27 Milliarden Dollar verbuchen.

Apple Watch-Absätze legen um 50 Prozent zu

Wie Apple-CEO Tim Cook im anschließenden Conference Call erklärte, konnte die Apple Watch, die der Kultkonzern aus Cupertino bis heute mit dem iPod, Accessoires, Apple TV und AirPods in der Kategorie „Andere Produkte“ versteckt, im abgelaufenen Quartal um enorme 50 Prozent zulegen, was nach Schätzungen von Apple-Blogger Neil Cybart („Above Avalon“) 2,7 Millionen verkauften Einheiten entspricht.

Auch der Ausblick auf das September-Quartal fiel besser aus als von der Wall Street erwartet. Während die Konsensschätzungen der Analysten noch bei Umsätzen von 49,1 Milliarden Dollar gelegen hatten, stellte Tim Cook zwischen Anfang Juli und Ende September Erlöse von 49 bis 52 Milliarden Dollar in Aussicht, was auf einen  Launch des iPhone 8 noch im September hindeutet.

Anleger reagierten begeistert auf Apples neues Zahlenwerk und schickten die Apple-Aktie nachbörslich um 6 Prozent auf 159 Dollar – und damit auf ein neues Allzeithoch.

Anzeige
Anzeige