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US-Präsident Trump feuert Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci – nach 11 Tagen im Amt

Nach nicht mal zwei Wochen schon wieder Geschichte:  Donald Trumps kurzzeitiger Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci
Nach nicht mal zwei Wochen schon wieder Geschichte: Donald Trumps kurzzeitiger Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci

Spektakulärer Abgang im Weißen Haus: Nach gerade einmal elf Tagen ist Donald Trumps neuer Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci nicht mehr im Amt. Nach Informationen der New York Times und von Politico wurde der 53-Jährige von US-Präsident Trump gefeuert. Vorausgegangen waren beispiellose Entgleisungen im US-Magazin New Yorker. Scaramucci flippte gegenüber einem Reporter des New Yorkers in einem Telefonat völlig aus und beschimpfte Mitglieder der Trump-Administration auf vulgärste Weise. Der 140-Zeichen-Dienst Twitter brodelt vor Schadenfreude.

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Er wirkte wie ein Charakter aus der US-Serie „Billions“: Der Ex-Hedgefondsmanager Anthony Scaramucci sprach in einer derben Sprache, wie sie an der Wall Street üblich ist.

Dumm nur, dass der 53-Jährige als Kommunikationsdirektor in die Trump-Administration gewechselt war und dort nach den turmultartigen ersten sechs Monaten einen neuen Kommunikationsstil prägen sollte.

Verhängnisvolles Interview mit dem New Yorker kostet Scaramucci Job

Wenige Tage nach seiner Ernennung holte Scaramucci die Vergangenheit indes schnell wieder ein: In einem inzwischen denkwürdigen Interview mit dem US-Magazin New Yorker redete sich der neue Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses in einer bis dato nicht erlebten Weise buchstäblich um Kopf und Kragen.

Gegenüber Reporter Ryan Lizza zog Scaramucci über Mitglieder der Regierung in vulgärster Form her. Der bis dahin noch amtierende Stabschef Priebus sei ein „verfickter paranoider Schizophrener, ein Paranoider“, ereiferte sich Scaramucci.

Vulgärste Äußerungen über Regierungsmitglieder

Damit nicht genug: Auch gegen Trumps Chefstrategen Steve Bannon lederte Scaramucci in nicht jugendfreier Form. „Ich bin nicht Steve Bannon. Ich versuche nicht, meinen eigenen Schwanz zu lutschen“, ereiferte sich Scaramucci am vergangenen Donnerstag im New Yorker.

Zwar entschuldigte sich Scaramucci umgehend für seine  „blumige Sprache“, doch gesagt ist schließlich gesagt – erst recht für einen Kommunikationsberater.

Die Ironie der Geschichte: Ausgerechnet der neue Stabschef John Kelly forderte offenkundig die Absetzung von Anthony Scaramucci, erklärte Ryan Lizza gegenüber CNN. Auf dem 140-Zeichen-Dienst Twitter äußerten sich Nutzer voller Schadenfreude über die Absetzung des kontroversen Kurzzeit-Kommunikationsdirektors:

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