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„Meine journalistische Karriere in Deutschland ist zu Ende“: die bittere Bilanz einer WDR-Journalistin nach ihrem umstrittenen Zitat in der Flüchtlingskrise

Claudia Zimmermann
Claudia Zimmermann

Vor rund eineinhalb Jahren sorgte die WDR-Journalistin Claudia Zimmermann für Schlagzeilen. In einer niederländischen Radiosendung erklärte sie mitten während der Flüchtlingskrise, die öffentlich-rechtlichen Medien seien „angewiesen, pro Regierung zu berichten“. Der WDR reagierte entsetzt und dementierte, Frau Zimmermann ruderte zurück. Heute sagt sie: "Bei Sendern und Verlagen ist meine journalistische Karriere in Deutschland nach dieser Äußerung zu Ende." Mit dem WDR verhandelt sie um die Modalitäten der Trennung.

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Claudia Zimmermann meldete sich bei MEEDIA, nachdem sie die Berichte über die aktuelle Studie des Medienforschers Michael Haller gelesen hatte. Haller hat zusammen mit der Uni Leipzig und der Hamburg Media School eine groß angelegte Studie zur Medienberichterstattung während der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 erstellt und dafür tausende Zeitungsartikel ausgewertet. Zentrales Ergebnis der Studie: Die Medien, zumindest die Tageszeitungen, hätten in erster Linie die Perspektive der Politik eingenommen.

Frau Zimmermann fühlte sich von der Studie in ihrer vor eineinhalb Jahren geäußerten Kritik vor allem an den öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland bestätigt. Sie habe sich damals zwar von ihrer Aussage distanziert, dass Journalisten direkte Anweisungen zur Berichterstattung erhalten, an der generellen Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk, hält sie jedoch fest: „Vor allem die großen Fernsehsender ARD und ZDF werden immer als Staatsfernsehen kritisiert, und meiner Meinung nach stimmt das. Es wird zu wenig kritisch über die Regierung berichtet. Das liegt nicht daran, dass die Journalisten schlecht sind. Das System funktioniert von oben nach unten. Chefredaktionen oder Studioleitungen sorgen dafür, dass zu kritische Berichte gar nicht erst gesendet werden.“

Im Gespräch mit MEEDIA legt Frau Zimmermann Wert darauf, dass sie nicht die einzelnen Journalisten kritisieren will, die ihrer Meinung nach in der Regel einen guten Job machen. Allein die Einstellungspolitik der öffentlichen Sender und die Abhängigkeit vor allem der festen Freien Mitarbeiter (diesen Status hat auch sie selbst beim WDR) verhinderten ihrer Meinung nach, dass allzu kritisch über die Regierung und die Flüchtlingsfrage berichtet werde. „Wenn jemand hinsichtlich der Flüchtlingsproblematik kritisch berichtet, wird er sehr schnell in die rechte Ecke gestellt. Die Problematik mit den Flüchtlingen wird nach wie vor viel zu positiv dargestellt“, sagt sie zu MEEDIA.

Für sie selbst hatte ihre Aussage von vor eineinhalb Jahren drastische Konsequenzen: „Der WDR hat gesagt, ich sei nicht entlassen worden. Das ist richtig, ich wurde nicht entlassen. Ich habe seitdem aber auch keine Aufträge mehr bekommen. Ich bin seit 25 Jahren beim WDR und habe vorher von zehn Themenvorschlägen an den WDR ca. acht verkauft. Nach dieser Äußerung habe ich viele Themenvorschläge gemacht und kein einziger wurde eingekauft. Das hat dann dazu geführt, dass ich einen Burnout bekommen habe.“

Nach der umstrittenen Äußerung hätten sich innerhalb des WDR-Studios, für das sie arbeitet auch die Zuständigkeiten plötzlich geändert: „Normalerweise wurden die Themenvorschläge von einem Redakteur eingekauft. Nach meiner Äußerung vom Januar 2016 musste ich mich mit Themenvorschlägen immer an die Studioleitung wenden. Da wird dann niemand sagen, meine Themen werden wegen dieser Äußerung abgelehnt. Es findet sich immer ein Grund: zu kompliziert, zu überregional, so etwas Ähnliches haben wir schon gehabt etc.“

Der WDR bestreitet auf Anfrage von MEEDIA, dass Frau Zimmermann keine Aufträge mehr bekommen habe. Eine Sprecherin des Senders sagte: „Es ist nachweislich nicht richtig, dass Frau Zimmermann seitdem keine Aufträge mehr vom WDR erhalten hat. Dass Studioleitungen bei Themenvorschlägen eingebunden werden, ist übrigens nicht unüblich.“

Claudia Zimmermann erklärte gegenüber MEEDIA, sie habe seit der Äußerung lediglich zwei kurze, so genannte „Off Mazzen“ machen dürfen, 30-Sekünder ohne Autoren-Nennung. Bis Ende 2016 habe sie wöchentlich Themen angeboten, von denen kein einziges eingekauft worden sei.

Mittlerweile befindet sich Frau Zimmermann mit dem WDR in Verhandlungen um eine Trennung. Laut ihrer Aussage, konnte sie auch bei anderen Sendern oder Verlagen in Deutschland seither keine Themen mehr absetzen. Claudia Zimmermann publiziert noch in den Niederlanden und hat mit „Terroristen der Finanzmärkte“ ein Buch über die Machenschaften von Online-Brokern geschrieben, das am 31. Juli veröffentlicht wird.

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Alle Kommentare

  1. Wer Bücher mit Titeln wie „Terroristen der Finanzmärkte“ publiziert, ist m. E. beim Kopp-Verlag ohnehin besser aufgehoben als bei öffentlich-rechtlichen Sendern.

  2. Klaus Fischer
    Hut ab, es gibt sie: Einige wenige Journalisten, die sich trauen die unbequeme Wahrheit zu sagen. Es ist der Tag versaut, wenn man früh mal den Wetterbericht schaut und dann vergisst, den Fernseher abzuschalten. Dann erscheinen Figuren, wie Göring- Eckardt., Fatima Roth, also Deutschenhasser, denen im Wechsel mit anderen Vertretern des Machtkartells ständig ein Podium geboten wird, um ihre Hasspredigen zu verbreiten. Denn sie fürchten, dass eine echte Opposition den Bundestag aufmischt. Ich wette, dass sich die zwangsfinanzierten Medien in den verbleibenden Wochen bis zur Wahl noch Einiges einfallen werden lassen, um die AfD zu diskreditieren. Und dies mit unserem Geld. Leute, wacht endlich auf !

    ·

    1. Dass wir ein Staatsfernsehen haben – im Föderalismus eben Länderfernsehen – steht außer Frage.
      Die Schere im Kopf beim Berichten.
      Ganz konnte man nicht ignorieren, dass die Polizei! in Bonn-Dottendorf nach ewigen Missständen ein Altenheim geräumt hat.
      Kurz Thema im Dritten. Das muss man sich mal vorstellen.
      Aber da unterscheiden sich die einzelnen Sender nicht, wobei die Kirche beim BR wohl schon mehr Macht hat als im Norden.
      Spät am Abend dann Wahrheiten – damit sie nicht zu viele sehen.
      Ansonsten Moderatoren mit Hang zur Quizshow, zur Wirtschaft..
      Checken, Testen, als wären die Bürger dumm.

  3. Frau Z. hatte schon vor der Äußerung hauptsächlich diese Off Mazzen produziert anscheinend. Viel zu finden ist nicht.

    Es wirkte schon damals so als würde sie versuchen sich irgendwie zum Thema zu machen und dadurch vielleicht bessere Jobs zu bekommen.

    Das ist schief gegangen. Heute hat sie anscheinend weiterhin nicht den Unterschied zwischen ihren Anschuldigungen (die ÖR! Medien handeln nach Anweisung der Regierung) und dem Ergebnis der Studie (Private! Verlage sprechen der Regierung freiwillig nach dem Mund) verstanden. Warum wundert sie sich, dass sie keine Jobs bekommt?

    Ich bin sicher wir bekommen eine letzte Auflage dieser Geschichte wenn Frau Z. in einem „alternativen Medium“ ihr neues Zuhause gefunden hat und uns als neuer Märtyrer der unter der Lügenpresse gelitten hat präsentiert wird.

    Traurig.

  4. Ja lieber „Bernd“ Hinterbauer“… lass dir das eine Warnung sein.
    Der Nagel der heraus steht wird eingeschlagen!

    Wenn man sich (unter Schmerzen) allabendlich die AK (aktuelle Kamera) vom WDR ansieht, begreift man schnell, warum die so und nicht anders berichten…

    Die links-reaktionären sind die Fortsetzung… Hitlerregime, Honeckerregime, Merkelregime… mit Demokratie und Meinungsfreiheit hat das alles nichts zu tun!

    Die Kollegin kann ihr Glück ja bei den schweizer Zeitungen versuchen, die haben einen deutschen Regionalteil…

  5. Liebe Frau Zimmermann, einfach ein Pseudonym zulegen und unter anderem Namen weiterarbeiten, z.B. Verwandte, die nicht Zimmermann heißen. Honorare auf deren Konto überweisen lassen. Oder eigene Agentur gründen und dabei ebenfalls den Namen Zimmermann gut umgehen. Oder einen Freund oder eine FGreundin als Strohmann oder Strohfrau zwischenschalten, die die Honorare als durchlaufenden Posten auf Ihr Konto weiterleiten. Das funktioniert, man sollte es mit dem Steuerberater vorher genauer ansprechen.
    Dieses Vorgehen kenne ich von festangestellten Kollegen, die inkognito erfolgreich auch für Konkurrenzmedien arbeiten.

    1. Als wenn das die Top- Leute beim WDR zwischen ihren ganzen Kochpötten und der Blümchen- Gießerei nicht rauskriegen! Die sind doch nicht etwa blöd?
      Oder doch? Der WDR ist unter allen ARD sendern + div. DLF- Kanäle der Solitär, der es nicht schafft, Dateien für ext. Player zu fertigen. Verstehe ich auch irgendwie. Ist die Bude doch in erster Linie ein Versorgungsverein, der Gebühren zwecks Pensionversprechen bunkert.

  6. „Die Keimzelle des Faschismus“
    (Serdar Somuncu über den WDR)

  7. Gut, daß Meedia dieses Thema aufnimmt und auf die politischen Sanktionierungsversuche der ÖR Medien im Fall Zimmermann für einen offenen Satz hinweist.

  8. Jeder, der schon mal eine Ausgabe Monitor oder Panorama gesehen hat, sollte wissen, dass man den ÖR alles vorwerfen kann, aber sicher nicht mangelnde Regierungskritik.

    Das ist doch hier alles wieder nur das übliche Blabla der braunschwarz versifften Höckefans.

    1. Bei Ihnen hat die kollektivistische Umerziehung schon zu 100% gewirkt!

      Als seit >20 Jahren Exit-Deutscher frage ich mich, was man den Menschen in der BRiD ins Wasser oder die Luft tut oder welche Pillen Ihr schluckt, damit Ihr Eure Gefängnis-Matrix gut und richtig findet!

      Diese Realitätsferne ist ja 10 x schlimmer als in der SBZ und 100 x schlimmer als im 12-Jahres Sozialismus (zufolge der Berichte meiner Eltern und Familie).

    2. Trump ist Präsident des mächtigsten Staates; Zulauf bei Theorien wie Hohlerde; Impfungen rückläufig, Evolutionslehre im Unterricht unerwünscht; dunkle (=jüdische) Mächte im Hintergrund steuern die Weltpolitik…
      man könnte meinen, die Informationsbeschaffung aus den „unabhängigen Quellen“ aus dem Internet wirft die Entwicklung der Menschheit um Jahre zurück

      und dann immer der Vorwurf, wir lebten in einer gleichgeschalteten Medienwelt. Und das manchmal selbst von Leuten, die die Zeit von 1933–1945 romantisieren und verklären. Und Leuten, die keinen Unterschied zwischen FAZ und BZ erkennen. Wie auch. Facebook- und Twitter-Blasen reichen als Nachrichtenmedien 😉

      Willkommen im Jahr 2017.

  9. Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd!

    Und ein dickes Konto, um die wirtschaftliche Vernichtung zu überstehem, die in RotDeutschland auf das Aussprechen von Wahrheit steht.

    Das mußte schon Eva Herman bitter erfahren!

  10. Zitat: „Im Gespräch mit MEEDIA legt Frau Zimmermann Wert darauf, dass sie nicht die einzelnen Journalisten kritisieren will, die ihrer Meinung nach in der Regel einen guten Job machen. “

    Frau Zimmermann unterschätzt die Anpassungsbereitschaft unserer Journalisten. Ein angepaßter Journalist kann schwerlich noch einen guten Job machen.

    In diesen Zusammenhang kann man getrost die bisherigen Kommentare stellen. Anpassungsbereitschaft reicht über das Hinnehmen von Vorgaben zur Berichterstattung hinaus. Unterdrückte Berichterstattung führt zur absichtlichen Täuschung der Öffentlichkeit.

  11. Hier reden Leute, die die unsanften Gehalts-Zwänge des öffentlich-rechtlichen Systems nicht erlebt haben, die nie in Redaktionskonferenzen und bei Film-Abnahmen dabei waren. Zimmermann’s Wort „ich wurde angewiesen“ stimmt vielleicht nicht wörtlich, doch sinngemäß. Jedenfalls bei politischen Magazinen und bei der Sendungsplanung.

    Man weiß ja als „freier“ (sic!) TV-Journalist aufgrund langjähriger persönlicher Erfahrung, welche Themen der Herr/Frau RedaktionsleiterIn keinesfalls in die Sendung nehmen will. Das sind meist Themen, die gegen die Richtung des eigenen Karriere-„Tickets“ (des Redaktionsleiter-) gehen. Ganz krass war das bei der Flüchtlingsberichterstattung, da hat Prof. Haller recht, unbestritten übrigens. Falls aber ein eher CDU-naher Reporter mal zufällig eine (beispielsweise) „rechte“ Story aufreißen sollte, dann wird ihm sicherheitshalber noch ein linker Kollege als Co-Autor aufgezwungen, und der „problematische“ Rest wird bei der Abnahme textlich glattgebügelt oder einfach rausgeschnitten. Das sind die Hauptmethoden beim Mainstreaming. Oder die Nichtmehr-Beschäftigung, also beruflicher Halb-Tod.

    Leider war Claudia Zimmermann tödlich ungeschickt mit ihrer Formulierung – auch wenn sie inhaltlich stimmt. Wer sie jetzt beschäftigen würde, müsste mit inquisitorischen Fragen hochgestellter TV-Kollegen rechnen,, wie man es mit der Solidarität zu den WDR-Oberen halte. Finales Karriere-Risiko! Der WDR ist für seine politische Stromlinie seit Jahrzehnten bekannt und berüchtigt. Darüber redet man – nicht nur in der ARD.

  12. Heute weiß man: Claudia Zimmermann hatte recht. Wie nach einer Anfrage der Linken bekannt wurde, trafen sich die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten 2015 im Kanzleramt … Wozu wohl?

    Und die Kritik, dass sie jetzt ein Buch schreibt und das verkaufen will, ist doch wohl völlig daneben.

  13. Ich kenne diese Praxis, allerdings beim MDR. Nach einem Zeitungsartikel, (in dem es zum großen Teil Mutmaßungen gab) der mich in ein negatives Licht stellte, habe ich es am eigenen Leibe erlebt. Dabei habe ich nur Rohmaterial angeliefert und nicht einmal redaktionellen Einfluß. Von fast täglich einem zugelieferten Beitrag wurde ich auf 1-2 Beiträge pro Jahr, (wenn es unumgänglich war) heruntergestutzt. Kutzzeitig hatte ich dann Material über eine Agentur angeboten, als man merkte dass die Agentur das Material von mir bekam wurde auch dieser nichts mehr abgenommen.
    Bei manchem angebotenen Material wurde lieber Amateurmaterial mit Handy gedreht, anstatt Material in P2 von mir.

    1. Wenn der MDR seinen Sendeauftrag ernst nehmen würde, hätte man wohl Heiko Richter nie einen Auftrag erteilt bzw. Rohmaterial abgekauft.

  14. WDR?
    Das man denen unter demokratischen und journalistischen Grundsätzen zu Recht nichts zugetraut hat, sollte doch keinen mehr überraschen. Staatsfernsehn at its best.Die sind nach den Silvestervorkommnissen in Köln doch selbst für Offensichtliches zu inkompetent.
    Die „Ergbenisse“ eines Rechercheverbund NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung sind dann also auch nur was für Doofe, die gerne irgendeinem politischen Blender mit Regierungsauftrag hinterhertrotten. „Qualitätsjournalismus“ eben. Sollte man sich für die Zukunft merken.

  15. Welch ein Zufall: Nachdem es lange Zeit ruhig war, kommt jetzt Frau Zimmermann wieder zu Wort und ganz am Ende kommt raus, dass just jetzt ein neues Buch von ihr erscheint. Das nenne ich geschickte Pressearbeit…

  16. Der letzte Satz ist wohl des Pudels Kern. Wer verkauft schon ein Buch, wenn er bis dahin niemandem aufgefallen ist? Zur Not halt mit einem selbstdementierten Denunziations-Zitat und dem anschließenden Lamento, dass einen der angepisste Arbeitgeber komischerweise nicht mehr so gerne beschäftigt.

  17. Was soll man dazu sagen, wenn man die Welt als solches halbwegs versteht? Z.B. beim Spiegel arbeiten hauptsächlich links orientierte Journalisten, bei der Bild wohl eher rechts orientierte, usw. … was wird dann wohl bei den staatlichen Medien arbeiten?
    Und, was machen alle die Genannten, wenn jemand nicht linientreu agiert …?
    Insofern finde ich alles, was Frau Zimmermann da behauptet schlicht gesagt auf der Hand liegend – auch, dass der WDR genau das abstreitet.
    Leider völlig normal und damit sehr traurig.

  18. Man muss und man sollte die AfD nicht mögen: Aber in allem steckt ein Funken Wahrheit.

    1. Wer noch einen winzigen Rest von Sympathie für Wahrheit und Freiheit (speziell der anderen) übrig hat, dem ist die AfD die zwar nicht perfekte aber leider einzige Alternative.

      Nur gibt es dort leider keine charismatischen Persönlichkeiten, auf die die tumbe Masse „abfahren“ würde.

      Ich hatte schon ca. 1995 gesagt, daß die SBZ die Übernahme der US-BRiD erfolgreich vollendet hat. Deshalb bin ich kurz darauf ausgewandert, weil ich mich nicht von RotFaschisten regieren lasse.

      Heute wissen wir, daß ich leider Recht hatte.

  19. Im Gegensatz z.B. zum NL Fernsehen sind die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender sehr unkritisch. Dabei wird auch das NL Fernsehen durch Steuermittel finanziert.

    Auch im dt. TV wird manches kritisiert, aber erst nach 23.00 Uhr in der Woche. Die politischen Magazine wie MONITOR sind auch zahmer geworden und kürzer. Sendungen wie das phil. Quartett oder das NACHTSTUDIO, die zwar sehr spät aber kritisch waren und zum Querdenken anregten fehlen mittlerweile völlig. Mit der Einführung der obskuren „Haushaltsrundfunkabgabe“ ist die Kritik an der Regierung fast völlig erlahmt, weil man ja dankbar für diese Zwangsfinanzierung sein muß und dafür sorgen muß, daß die etablierten Parteien weiter am Ruder bleiben, während man gleichzeitig AfD und Freie Wähler kleinhält.
    Politische Pluralität findet bei ARD/ZDF jedenfalls nicht mehr statt.

  20. Danke für den Bericht! Ich wünschte, FAZ und Co. würden hier auch einmal berichten. Vorauseilender Gehorsam seiten der öffentlich rechtlichen Medien ist systemimmanent, da braucht es keine direkten Anweisungen, hier handelt man nach dem alten Motto „wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ Die „freie“ Presse handelt da leider zu oft ähnlich, gerade bei solch brisanten Themen wie Flüchtlinge. Hier ist es wohl mehr der eigenen Meinung der Journalisten geschuldet, die in der neutralen Berichterstattung eigentlich zurückstehen und für Kommentare bzw. explizite Meinungsartikel reserviert sein sollte. Auch hier haben anders berichtende Journalisten wie Frau Zimmermann ähnliche Probleme zu erwarten. Die Angst, in die rechte Ecke gestellt zu werden, ist riesig.

  21. Frau Zimmermann will gemeint haben, dass die öffentlich-rechtlichen Medien zu wenig kritisch berichten. Frau Zimmermann *sagt* in der ausländischen Öffentlichkeit, die öffentlich-rechtlichen Medien seien „angewiesen, pro Regierung zu berichten“.

    Mal ehrlich: Eine „Journalistin“, die eine durch komplexe Umstände womöglich unausgewogene Berichterstattung von einer staatlichen Anweisung zu einer bestimmten Berichterstattung, also Zensur, nicht unterscheiden kann – wer braucht die?

    Statt schon wieder ohne Sinn und Verstand die Öffentlichkeit zu suchen und herumzujammern, sollte sie sich doch eher Gedanken über die eigene Qualifikation machen.

    1. „Statt schon wieder ohne Sinn und Verstand die Öffentlichkeit zu suchen und herumzujammern, sollte sie sich doch eher Gedanken über die eigene Qualifikation machen.“

      Die Frau arbeitet doch seit einigen Jahrzehnten beim WDR (sofern das stimmt). Die Qualifikation ist also nicht ausreichend…?

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