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„Die Unsichtbarkeit von Frauen ist eine subtile Form der Diskriminierung“: Maria Furtwängler über ihre Studie zu Frauen in Film und Fernsehen

Maria Furtwängler wünscht sich mehr Vielfalt bei der Darstellung von Frauenbildern
Maria Furtwängler wünscht sich mehr Vielfalt bei der Darstellung von Frauenbildern

Frauen sind im deutschen Fernsehen und in heimischen Kinoproduktionen deutlich unterrepräsentiert. Zu diesem Ergebnis kam eine von Maria Furtwängler und ihrer Stiftung MaLisa initiierte Studie. Im MEEDIA-Interview spricht die Schauspielerin über Frauen als Stereotypen, die Macht des Geschichtenerzählens und fehlende weibliche Vorbilder im TV.

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Mit ihrer Stiftung MaLisa, die sie gemeinsam mit ihrer Tochter Elisabeth gründete, setzt sich Maria Furtwängler für eine gleichberechtigte Gesellschaft ein. Am vergangenen Mittwoch wurde eine Studie vorgestellt, die die Stiftung in Auftrag gab. Unterstützt von ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 untersuchte das Institut für Medienforschung der Universität Rostock die Geschlechterdarstellung von Frauen im deutschen TV und Kino – mit ernüchternden Ergebnissen: Auf zwei männliche Protagonisten kommt nur eine Frau in einer Hauptrolle vor, auch in Informationssendungen und bei Moderationen sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Und Frauen ab einem Alter von 30 Jahren kommen sowieso immer seltener vor.

Frau Furtwängler, was war der Anlass für Sie, die Studie zur Geschlechterdarstellung in Film und Fernsehen mit ihrer Stiftung MaLisa zu initiieren? Gab es einen konkreten Auslöser?
Maria Furtwängler: Ein Aha-Erlebnis war ohne Frage mein Treffen mit der US-Schauspielerin und Filmproduzentin Geena Davis in London (Anm. der Red: Geena Davis zeigte 2014 mit einer Studie die Missverhältnisse der Geschlechter im Film auf). Ich war von den Zahlen ihrer Untersuchung sehr überrascht. Das war der Auslöser für mich, zu überprüfen, wie es diesbezüglich in Deutschland aussieht, zumal die letzte Erhebung zur Geschlechterdarstellung in den 1990er Jahren stattfand.

War es schwierig, die Fernsehsender und Filmförderungen als Partner für die Studie gewinnen?
Nein. Für mich war die große Bereitschaft und Offenheit der Fernsehmacher das Schönste an der Umsetzung. Es wirkte, als habe der Zeitgeist nach genau dieser Studie gerufen. Ich hatte das Gefühl, viele von ihnen waren erleichtert, dass das Thema endlich angepackt wurde.

Wie waren dann die Reaktionen auf die Ergebnisse?
Sicher wird sich der ein oder andere gefragt haben: „Warum haben wir da bloß mitgemacht? Die Zahlen werfen ja kein gutes Licht auf uns.“ Es ist jetzt nicht mein Job, ihnen zu sagen, welche Konsequenzen sie aus den Ergebnissen ziehen sollen. Aber ich habe schon gehört, dass das Thema durchaus bereits besprochen wird und darum geht es ja hauptsächlich: denjenigen, die etwas verändern wollen, Fakten an die Hand zu geben.

Es gibt einen Bereich, in dem sich in den letzten Jahren viel getan hat: Internationale Kinder- und Jugendfilme von Disney & Co. Die Prinzessinnen in „Die Eiskönigin“ oder „Merida“ sind starke, autonome Mädchen und im neuen „Star Wars“-Film wird eine Frau zum Jedi. In Deutschland hingegen konnten Sie zeigen, dass nur eine von vier Hauptfiguren im Kinderfilm überhaupt weiblich ist.
Ja, und sogar nur eine von neun im Fantasiebereich. Ich teile Ihren Eindruck, dass sich in Hollywood schon deutlich mehr bewegt. Aber auch hier bedeutet ein Schritt nach vorne immer zwei Schritte zurück. So wurden 2016 zum Beispiel wieder weniger Filme von Frauen realisiert als noch im Jahr davor.

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Warum ist Ihnen das Thema Geschlechterdarstellung persönlich wichtig?
Ich glaube an die Macht der Bilder. Es ist wichtig, dass wir starke Frauen sehen, um selber starke Frauen werden zu können. Ich bin weit davon entfernt, zu fordern, es solle keine romantischen Filme á la Rosamunde Pilcher mit meist jungen, schönen Frauen geben. Aber das Bild, das von Frauen und von ihren Möglichkeiten aufgezeigt wird, ist verengend. Meist sind es Stereotype. Das setzt falsche Normen und an dieser Stelle beginnt die Ungerechtigkeit. Genauso ist es in der Publizistik: Wenn ich grundsätzlich keine Terrorismus- oder Kernkraftexpertinnen sehe, kann ich mir auch nicht vorstellen, selber eine zu werden. Diese Unsichtbarkeit von Frauen ist eine subtile Form der Diskriminierung.

Wir brauchen also mehr weibliche Vorbilder in Film und Fernsehen?
Ja, und die Diversität des Frauenbildes muss breiter werden. Warum gibt es nicht mal eine dicke, übellaunige, alte Kommissarin? Das kann man sich ja bislang im deutschen Fernsehen kaum vorstellen. Frauen werden oft wahlweise liebeshungrig oder übertough dargestellt. Ich möchte Geschichten über Frauen jenseits der 40 sehen, die etwas bewegen, Geschichten über richtige Macherinnen. Bislang ist es doch so: Wenn eine Frau im Film Karriere macht, tut sie das meist auf Kosten ihrer Beziehung oder ihrer Familie. Wie erleben Sie das denn in Ihrem persönlichen Umfeld?

Seit ich Mutter bin, muss ich ständig die Frage hören, ob ich sowohl meiner Arbeit als auch meinem Kind überhaupt gerecht werden kann. Interessanterweise kommen diese Fragen vor allem von anderen Frauen. Da wünsche ich mir durchaus Vorbilder in Film und Fernsehen, die beides völlig selbstverständlich meistern.
Wenn eine Mutter eine Karriere hinlegt, ist die Solidarität von uns Frauen bisweilen extrem dürftig. Ich ertappe mich tatsächlich immer wieder auch selber dabei, dass mir die Fragen „Wie machst du das, wer ist bei deinen Kindern?“ auf den Lippen liegen. Das zeigt, dass auch ich ein Produkt dieser Gesellschaft bin. Ich sage mir in solchen Momenten: „Die wird das schon genauso gut hinkriegen wie ein Mann.“ Wir müssen als Frauen lernen, Solidarität zu praktizieren, und aus unserem bestehenden Muster auszubrechen. Dafür brauchen wir aber Vorbilder. Geschichten können viel verändern.

Können diese Vorbilder durch eine Frauenquote in Film und Fernsehen erreicht werden?
Im fiktionalen Bereich würde eine Quote meiner Meinung jede Form von Kreativität und erzählerischer Freiheit zunichte machen. Hier muss es viel mehr um Aufklärung und Bewusstmachung gehen.

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Alle Kommentare

  1. http://www.dwdl.de/nachrichten/62637/sky_beteiligt_sich_an_bayerischer_filmfrderung/
    Genau sowas meinte ich.
    Im Rahmen der Verwaltungs-Aktivitäten (Sky wird neues Mitglied oder der Bilanzwert wird erhöht oder was auch immer ) kann man mal so eben fordern und durchsetzen das alle Sprech-Nebenrollen und nach Möglichkeit Hauptrollen paritätisch zu verteilen sind.
    Fraunhofers Stiftung könnte schnelle kurze Übersichts-Seiten mit Jobs und Hauptrollen machen damit der Regisseur, Drehbuchschreiber und Casting-Verantwortliche jährlich und bei Fördergeld-Zuteilung unterschrieben zur Kenntnis nehmen muss und genau weiss: Die paritätische Verteilung ist fast immer möglich und er hat ERFOLGREICHE Beispiele wie Miss Miss Marple, Danni Lowinkski (Friseurin und sogar noch Anwältin) oder Eamilia Erhard (Pilotin) gesehen oder Dr Who ist jetzt weiblich und auch Watson von Sherlock Holmes und bei Game of Thrones und anderen Serien kann man nachzählen das Frauen vermutlich 40% oder mehr sind. Und da die Bayrische Filmförderung auch mit die größten deutschen Serien mit-finanziert wird das dort ab sofort befohlen und durchgesetzt für Babylon Berlin und sogar für:
    „Das Boot“ denn wenn die Männer im Krieg sind müssen Frauen in den Lazaretten und Munitions-Fabriken arbeiten und sogar die Queen von England war doch LKW-Mechanikerin! im zweiten Weltkrieg glaube ich! Vom überlegenen BBC gibts schon weibliche Welt-Kriegs-Serien. Ich glaube Munitionsfabriken und noch irgendein Thema und Dr. Who ist jetzt ja auch weiblich.

    Ist Burda nicht der Mann von Furtwängler und sitzen die nicht in Bayern und könnten es somit vermutlich SOFORT dort als – längst als erfolgreich mögliche bewiesene – Selbstverständlichkeit durchsetzen ? Wie bei Go macht man eine Web-Liste der bereits konvertierten Film-Pools und von den nicht-konvertierten Pools und ihre Kontakt-Adressen und nächsten öffentlichen Termine. Einmal pro Jahr müssen die Schreiber, Regisseure und Casting-Leute es unterschreiben und zur Kenntnis nehmen. Mehr als 30-60 Minuten Aufwand sind unnötig und Furtwänglers Stiftung kann das organisieren und jährlich ein brandneu-frisches Bild vom deutschen Film- und Serien-Markt bekommen.

    Oder geht es nur um jahrelange Selbst-Darstellung und die Studentinnen können sehen wo sie als Generation-Praktikum2.0 verbleiben ?
    Serien ohne halbe halbe sind inzwischen „unnatürlich“. Auch bei Ripperstreet sind viele Frauen zu sehen. Bei Action-Serien wie Marvel Agent of the Shield, dem neuen MacGuyver heute abend bei Sat.1,The Flash, Supergirl (vielleicht Frauen-überhang) ist es halbe:halbe oder nah dran.
    Man muss nur die Erfolge listen und jeweils Listen von Berufen und von männlichen und weibliche Besetzungen und und von Hauptrollen und auch wie es Till Eule mit den vielen alten Kommissaren ja machte wo auf der gegenüberliegenden Seite dann Vera, Miss Marple, Jessica-Fletcher und diese deutsche Kommissarin ständen.
    Als Kinofilm ja aktuell Wonder-Woman als wohl großer finanzieller Erfolg.

    @Till Eule: Manche Leute stellen sich lieber selber dar anstatt das Problem mal so eben zu lösen.
    Es wäre schön, eine Kette/Gruppe von Aktivistinnen zu finden welche diese(oder simplere, bessere, noch einfacher Realisierbarer) Forderungen mit oder ohne Fraunhofer durchsetzen statt das Problem liegen zu lassen.
    Diese Förderpools sind gigantisch wichtig und einflussreich und wenn ein einziger paritätisch einfordert, reicht das ja für deutsche Groß-Serien wie „Das Boot“ oder „Babylon Berlin“.
    Das sind große Prozente der Rollen in Deutschland wenn man Casting-Kandidaten und Scripted-Reality mal raus lässt.

    Was ist mit Schweighofer und seiner Serie bei Amazon oder Netflix ? Warum sollte er als Eigenwerbung nicht beschliessen, paritätisch zuzuteilen. Aber bitte keine Klischee-Rollen-Besetzungen wie häufig genug unrealistische Hackerin mit großer Oberweite… (jeder Kenner weiss, welche US-Serien ich meine).

    ARD, Degeto, RTL usw. könnten es auch befehlen für ihre beauftragten Projekte. Die meisten Moderationen und Besetzungen im Promi-Haus und Dschungel-Camp oder Promi-Big-Brother und anderen gigantischen RTL-Erfolgs-Sendungen sind sowieso schon halbwegs paritätisch. De fakto ist schon vieles in vielen Sendungen (Quiz-Shows, Scripted Reality, sogar diese scripted Polizei-Sendungen…) paritätisch oder nahe dran wenn man mal nachzählt. Man kann es also problemlos für fiktive Sendungen auch fordern und das Problem lösen.

    Danach erst nämlich kann man sich um Seitenprobleme wie Projekt-Zuteilungen oder Regie-Jobs kümmern und hätten die bereits erfolgreich konvertierten Unternehmen und Fördergeld-Pools als Meinungs-Verstärker für das Ziel.

  2. Schade das Sie das Thema anscheinend nicht aktiv löst/an-löst sondern vielleicht lieber darüber in Talkshows redet.
    Nächstes Jahr ist vielleicht noch so eine Medien-Resonanz wie 1 Jahr nach Kate+William-Hochzeit oder neulich bei Türkei-1-Jahr-gescheiteter-Aufstand. Jedes weitere Jahr wird es aber vermutlich uninteressanter und nur noch zur Kenntnis genommen und wird quasi vom aktiven Wortschatz nur noch zum passiven Wortschatz. Wenn man dafür (jedes Jahr ?) sein Geld ausgeben will obwohl man aktiv ohne viel Aufwand (dank Crowd-Hilfe) wohl schnell und öffentlich(!) Verbesserung bewirken könnte… Im Gegensatz zur McDonalds-Werbung wirkt das Sommerloch hier vielleicht hilfreich weil verstärkend.

    Wieso also fragt keiner bei den vielen Filmförderfonds oder Aktivistinnen endlich mal an und setzt paritätisches Casting öffentlich (auf einer Webseite aller Fonds und Zuteilungs-Quoten) durch ?
    http://meedia.de/2017/07/28/constantin-vorstand-oliver-berben-fordert-auswertung-der-filmfoerderung-und-plant-tv-serie-zu-wir-kinder-vom-bahnhof-zoo/

    Und als erfahrener Medien-Profi bringt man besser keine – in diesem Fall sogar recht schnell – widerlegbaren Argumente und gibt dem Gegner Selbst-Bestätigungs-Argumente um weiter wie gehabt zu agieren und sich keinen Micrometer ändern zu müssen so wie die Linken anscheinend Merkel weiter-regieren lassen werden. Und an den Auto-Firmen oder wegen dem angeblichen Insiderbrief wegen einer Zeitung sieht man ja aktuell, wie wenig flexibel oft Top-Manager denken/agieren und wohl leider noch nicht in sozialen Netzen agieren oder oft genug anscheinend nicht viel von peinlichen Pressekonferenzen zu wenig lernen obwohl sie für Milliarden und hunderttausende Jobs verantwortlich sind.

    http://www.golem.de/news/gegen-piraten-kaum-kuenstler-bei-kampagne-mein-kopf-gehoert-mir-1204-91037.html
    Aber vielleicht braucht man auf Lösungen nicht zu hoffen und meidet besser unrentable Medien-Berufe.

  3. Nach meinem Empfinden sind Frauen in Filmen, die von ARD und ZDF ausgestrahlt werden, keineswegs unterrepräsentiert. Ich vermute, Frau Furtwängler erliegt dort dem Phänomen der selektiven Wahrnehmung. Wenn es gewünscht wird, liefere ich aus dem Stegreif mehr als 50 Namen renommierter deutscher Schauspielerinnen, die auch im Alter von mehr als 50 Jahren noch zu begeistern wissen.

  4. Wenn ich die Kommentare so lese frage ich ich mich, woher der viele Neid und die Gehässigkeit der Männer kommen?

    Frauen ab 50 im Fernsehen in quasi nicht mehr vorhanden – hier läuft doch was gewaltig schief.
    Ist es, weil Frauen ab 50 nicht mehr als „sexy Milfs“ gelten, oder wie?
    Warum ist das so?
    Das gilt es zu klären. Grade die ÖR haben doch einen besonderen gesellschaftlichen Auftrag (was die Privaten machen ist egal, wer die schaut, dem ist sowieso alles egal).

  5. Die dicke, alte, übellaunige Kommissarin, die Frau F. hier fordert, war von 2002 bis 2016 mit der Tatort-Figur Klara Blum (Eva Matthes) erstklassig besetzt.

    1. Hahahahahaaa. Na dann is‘ ja gut, dass eine Frau mit 62 mal sowas spielen durfte. Die Furtwängler ist grade mal 50. Kannst Dich noch an viele „Alte“ erinnern? Ich kann Dir mal die dauerbeschäftigten, älteren und alten, jedenfalls gar nicht mehr frischen Männer aufzählen, die uns hier ständig in den „edlen Fernsehfilmen“ belästigen dürfen: Heino Ferch=54, Fritz Karl=50, Götz Schubert=54, Axel Prahl=57, Schmidt-Schaller=71, Claus-Theo Gärtner=74, Christian Kohlund=67, Wolfgang Stumph=71, Armin Rohde=62, Siegfried Rauch=85, Alexander Held=58, Walter Sittler=64, Rainer Hunold=67, Florian Martens=58, Axel Milberg=60, Ulrich Tukur=59, Miroslav Nemec=63, Behrend=57, Wachtveitl=58, Liefers=52, Dietmar Bär=56, WW Möhring=50, Michael Fitz=58, Tonkel=54, Krassnitzer=56, Thomas Heinze=mit 53 im Aufwind…. und so könnte es endlos weiter gehen… Jetzt Du mit Deiner einzigen Eva Mattes… Liefer mir doch mal 20 Namen mit vergleichbar alten/älteren Damen nach, die in Serien, als Tatortkommissare in TITELROLLEN etc. ganz viele Filme im Jahr drehen. Ich weiß gar nicht, wie man sich hier als Mann derartig unqualifiziert und dämlich blamieren kann.

    2. Michael Baumgarten:
      Die dicke, alte, übellaunige Kommissarin, die Frau F. hier fordert, war von 2002 bis 2016 mit der Tatort-Figur Klara Blum (Eva Matthes) erstklassig besetzt.

      Und ist es aktuell mit Brenda Blethyn als DCI „Vera“ Stanhope bei ZDFneo. Ich glaube den Rostocker ErbsenzählerInnen kein Wort, habe selbst Erbsen gezählt: „Tagesthemen“, 19. Juli: vier Beiträge von fünf Frauen, drei von Männern, 20. Juli: vier Beiträge von Frauen, zwei von Männern, könnte täglich fortgesetzt werden, subjektiver Eindruck: dass Frauen (vor allem im Radio) dabei sind, die Männer zu verdrängen.

      Im Übrigen dürfte feministisch korrekte Parität nur zu noch größerer Langeweile führen, die Sender wären auch schön blöd, denn der männliche Hauptkommissar (Thiel) kommt nunmal besser an als der weibliche (Furtwängler) und der Chirurg besser als die Chirurgin, oder wollen unsere Femi-AktivistInnen uns demnächst vorschreiben, wen wir gut und weniger gut zu finden haben? Und wer Falsches gut findet, wird umerzogen? Schon heute werden die feministisch Unkorrekten in alter Stasi-Manier an den Online-Pranger („agentin.org“) der Heinrich-Böll-Stiftung gestellt.

      Und, nebenbei, Frau Furtwängler: „Starke Frauen“ – ich kann’s nicht mehr hören! Entweder wir leisten was Besonderes oder eben nicht, Schluss, aus. Und auch das Fernsehbild von Männern ist „verengend“, weil die meisten heutzutage als Verbrecher oder Polizist durch die Gegend laufen. Und nennen Sie mir mal die bedeutende „Kernkraftexpertin“, die bisher unentdeckt blieb – na? Wie war das nochmal mit Frauen und MINT-Fächern?

  6. Wer hält nur die Frauen von der Besetzungscouch des Öffentlichen Rundfunks ab?
    An der üppigen Bezahlung oder der gewöhnlichen Arbeitsbelastung kann es nicht liegen.
    Dieses dämliche Diskriminierungsgeblubbere nervt noch.
    Wie hat es denn Frau Furtwängler geschafft? Vitamin B vielleicht? Die fetten Saläre aus der Demokratieabgabe? Ein ehemals niedliches Aussehen?

    1. Da musste nu‘ durch Du Bubba… DISKRIMINIERUNG wird in Kürze weltweit geächtet. Schon in Kindergarten und Schule starten viele Länder (in Australien stehen „männliche Privilegien und die Konstruktion von Geschlechtsrollenstereotypen auf dem Lehrplan“, in GB gibt’s strenge Auflagen zur Bekämpfung von Stereotypen und Sexismus in der Werbung nach der unsäglichen Werbekampagne von Gap UK mit dem Jungen als „Einstein“ und dem Mädchen als „Schmetterling“). Frauen dürfen weiter Waschmaschinen bestätigen und Männer etwas reparieren aber hart zementierte Stereotypen und Sexismen werden geächtet (Beispiel: Frauen sind immer für Wäsche zuständig und Männer versagen grundsätzlich im Haushalt). Da wäre es doch ein Anachronismus, wenn man öffentlich-rechtliche Sender, die von 8 Mrd. Zwangsgebühren leben, weiter die Frauendiskriminierung in einem unfassbaren Ausmaß zugestehen würde. Und das haben auch große Akteure wie Unilever, Johnson&Johnson, Mattel, Google, Facebook, Microsoft, Twitter und andere begriffen. Sie haben sich mit UN Women in Cannes getroffen bei einer „Unstereotype Alliance“.. um zu beraten, wie man Geschlechterstereotype und Sexismus aus der Werbung verbannen kann. Ich bin ganz sicher BUBBA… dass diese Ansage dann auch ganz schnell die deutschen Männer, die Medien, die Politiker und die ÖR sowie privaten Sender begreifen.. Wer Werbung haben will, muss Geschlechterstereotypen und Sexismus ausradieren. Also achte auf Dein schwer angeschlagenes Nervensystem.. sonst trifft dich vielleicht vorher noch der Hirnschlag. Frau Furtwängler war genau die Richtige, die diese dummen Medien-Heinis mit ihrem „Promi-Status“ (hahahaha was für eine geile Falle) gezwungen hat, darüber zu berichten. Als die Politikerinnen im Februar die Studien vorgestellt haben, hat das die deutschen Medien NULL interessiert und Männer wie Du hoffen immer noch, der „Kelch“ möge an ihnen vorübergehen. Diese Hoffnung stirbt nicht zuletzt sondern ganz bald. Uuuund tschüsssss BUBBA…

  7. Die schon im Februar 2017 von Staatsministerin Grütters vorgestellten Studien haben bisher außerhalb der Branche KEINEN Weg in die Medien gefunden. Es hat die deutschen Medien einfach nicht interessiert. Jetzt, als Frau Furtwängler sich stark machte… bringen es alle.
    Soviel zu den Chefredakteuren, die fett und bräsig in ihren Sesseln hocken und sich nicht für so gravierende Verfehlungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (bei Film und Serie) interessieren. Und zwar offensichtlich NUR, weil es um die Frauen geht. Es gibt keinen anderen Grund, diese Studien seit Februar nicht zu beachten.
    Das sollten sich Abonnentinnen aller „Zeitungen“ und „Zeitschriften“ merken und sie einfach abbestellen. Gilt auch für alle Branchen- und Medien-Dienste wie z.B. DWDL, Meedia und weitere.
    Auch die BILD wusste von den Studien seit Monaten. Es wurde x-Male auf den Facebook-Seiten gepostet. Dass die BILD mit ihrem „Wahlprogramm“ nun die Forderung aufstellt, die ÖR zu verkleinern und damit Gebühren zu sparen, hat maximal mit den ca. 5 Millionen Gebührenverweigerern zu tun aber NICHTS mit den ca. 41 Millionen (erwachsenen) Frauen in Deutschland.

  8. In der Zeit für das Interview hätte sie längst Fakten vorbereiten können und sich für alle Parteitage und Landtags-Ferien-Abschluss-Sitzungen anmelden können um Parität für alle Filmförder-Millionen (der Bundes und der vielen Bundesländer) beschliessen zu lassen.
    „Alle Sprech-Nebenrollen und Sprech-Zeilen (der aktuellen Drehbuch-Fassung) sind paritätisch zu verteilen.“
    Alte faltige Detektivin: Jessica Fletcher
    Dicke alte faltige Detektivin: Margaret Rutherford als Miss Marple. Wie viel Prozent hat Miss Marple im TV ? Die „echte“ schwarzweisse Miss Marple und nicht die Neufassungen. Das könnte jeden Sexisten trocken legen.

    Autohändler: Panagiotta Petridou oder Stefan und Dragan
    Kocht für die Familie: Mutter Beimer oder Robert Geiss
    Können ganz gut klassisch Paar-Tanzen: Carmen Geiss, Menderes (m)
    Friseur: Udo Walz oder Danni Lowinski
    Jurist: Plagiator, Plagiatorin, noch mal Danni Lowinski, Renate Künast, Gregor Gysi
    Koch: Henssler, Jamie Oliver und viele andere, weibliche fällt mir nur Rachel Khoon ein
    Bäcker: 2-3 weibliche, auch männliche ?
    Mit ihrem Piloten-Beispiel hat sie natürlich Recht.
    Bundes-Ministerpräsidentinnen: Merkel, May(UK), Tansu Ciller (Türkei !), Margaret Thatcher,…
    Militär-Ministerinnen gibts auch ein paar (Frankreich glaube ich, Deutschland)

    sowas auf einer Din-A4-Seite als Beschluss-Vorlage und Vorlage für alle Casting-Verantwortlichen und realtime per Twitter ergänzt wenn Sexisten vermeintliche Einspruchs-Beispiele einlegen wollen, dann wird jeder Parteitag und Landtag es schnell beschliessen.

    Auch ist sie nicht überall unter-repräsentiert:
    Coroner: The Coroner (TV-Serie im ÖR, weiblich), Quincy(m), Rizzoli&Isles(w), Die(w) von Castle, (m) bei Forever(?), die bei Diagnose:Mord, inzwischen auch (w) bei Hawaii:Five-O, 2*(m) bei NCIS-Original, 1*(w) bi NCIS:New Orleans,… und natürlich Body of Proof (2*w). Bei Pathologinnen könnte evtl. Frauen-Überhang bestehen und bei Lehrerinnen beschwert sich vermutlich auch keiner über die reale Darstellung der – vermutlich realen – Verteilung.

    Viele TV-Serien sind vermutlich halbwegs paritätisch. Vermutlich auch (von Sexisten) nur vermeintlich angeblich mit Männerdominanz besetzbare Altertums/historische-Serien wie Game of Thrones, Ripper Street, Dr. Quinn Ärztin aus Leidenschaft,…
    Was ist mit Scream Queens heute abend bei sixx oder Miss Fishers australische Mordfälle in echtem Full-HD bei Servus TV HD Deutschland ohne HD+-Abo morgen Abend ? Na also… Orange is the new Black heute abend bei zdf-neo mal nicht vergessen. Die vielen männlichen UK-Inspektoren nerven aber: Lewis, Lynley, Luther, Banks, Barnaby1+2(?),… werden aber durch Kommissarin Lund oder Profiling Paris (SAT.1 ich glaube heute abend), Miss Fisher usw. ein wenig ausgeglichen.

    Das schwappt natürlich nicht von USA hier herüber, weil die Fortschritts-Gegner in den Aufsichtsräten oft so lange sitzen bis sie sterben. Die Katholische Kirche hat doch eine obere Altersgrenze für die Papst-Wahl-Berechtigten ! Für Aufsichtsräte wäre das vielleicht auch ganz gut.

    Oder geht es ihr nicht um das Fußvolk sondern um Hauptrollen für sich ? Da hätte Sie wohl besser mal die eigene Yellow-Press-Zeitschriften in der Maske oder Friseur gelesen. Da gabs schon vor 10-20 Jahren (US ?)-Schauspielerinnen die meinten, das z.B. Harrison Ford immer eine Rolle kriegt, aber mit 40 das Angebot für Schauspielerinnen deutlich dünner wird.
    Und Crime sollte lustig oder zumindest unterhaltsam sein. Siehe die schwarz-weisse Miss Marple. Und Macken haben in US-TV-Serien viele – egal ob männlich oder weiblich: NCIS und die zwei Ableger, oder bei Criminal Minds die Hauptserie und wohl weniger die Ableger.

    Und wer die rot-grüne Insekten-Wahlwerbung hinterfragt und erklärt, der sollte
    http://meedia.de/2017/07/13/studie-von-maria-furtwaenglers-stiftung-frauen-im-fernsehen-deutlich-unterrepraesentiert/
    noch mal lesen und nicht pauschal „Informations-Sendungen“ schreiben sondern die Einschränkungen „Moderation“ und „Experten“ nicht übersehen. Beides kann und sollte man natürlich schnell ändern.
    Sind Häuser-Rettungs-Shows nicht praktisch immer von Frauen angeführt ? Und die Einschränkung auf „Quiz“ und „Reality“ lässt sofort nach den anderen Sendungs-Arten fragen wo Frauen wohl nicht unter-repräsentiert sind.

    Nur so als Anmerkung: Carmen Geiss fragte vorhin in Venedig ob es auch weibliche Murano(?)-Glas-Bläser gibt. Und jetzt hilft sie bei der Fertigstellung einer 3000(?)-Euro-Glas-Vase und zeigt, das sie die Handgriffe auch kann.

    Wenn man also durch Parteitage und Landtage die Paritätische Sprech(Neben)rollen-Besetzung mal so eben durchgesetzt hat, kann man sich um feinere Themen wie Regie, Drehbücher oder Hauptrollen kümmern. Man kann natürlich zur Politik laufen und lange warten statt es einfach mal so eben selber durchzusetzen. Da man auf die Fördergelder angewiesen ist, sind die Effekte vermutlich recht weitläufig wenn man die richtigen Filmförder-Gelder-Pools auf paritätisches Casting umgestellt bekommt.

    1. Du schreibst zwar wirr aber es ist vieles richtig. Mein Vorschlag ist: Wer diese Zustände – insbesondere als Frau plus solidarischer Mann – auf schnellstem Weg ändern will, sollte mit allen drei FFA-Studien als Begründung die Gebührenzahlung einstellen. Wer 2017 in dieser Art und Weise Frauen diskriminiert, sollte kein Geld mehr für Filme und Serien bekommen: NICHT MIT MEINEN GEBÜHREN sollte der Slogan der Kampagne lauten. Denn welche Frau in diesem Business wurde nicht schon x-male angefragt, links liegen gelassen, beleidigt, ausgegrenzt, unvorstellbar unverschämt „beurteilt“ (Casting-Nummern von Produzent, Regisseur, Caster sind legendär) und ist ohne Absage geblieben oder beim Dreh schlecht behandelt worden. Übrigens sind die vielen, seit Jahrzehnten in den Sendern sitzenden Frauen, die trotz dieses Jobs ihre eigenen, stereotypen Zuweisungen nicht hinterfragen, mit Schuld. Aktuell haben sich Frau Strobel und Frau Hempel bei ProQuote die Studie übergeben lassen und haben irgendwelche Sätze abgesondert – eine Lachnummer. Frauenquote in Sendern braucht also niemand aber – wie Du schreibst – direkt bei der Produktion unbedingt. 50/50 – nicht mehr aber auch nicht weniger.

      1. Gemüse im Supermarkt muss man auch putzen und kochen. Ich bin kein Redakteur der abgabefähige Hausarbeiten abliefert. Du solltest die Studien verlinken soweit möglich finde ich. Ich schreibe Texte für Leute die beim Thema mitdenken wollen. Für andere Zielgruppen (Partei-Tage) würde ich crowd-basiert die besten Formulierungen sammeln und Zusammenstellen. Ggf. sogar für Junge Parteitage (Grüne 40jährige ? Oder 20jährige Piraten wenn die noch relevant wären) vs. alte Parteitage (80-jährige Hinterzimmer und 60jährige Hinterzimmer-bejubelnde Delegierte und Abgeordnete) teilweise unterschiedliche Texte zusammenstellen und natürlich nach jedem Vortrag verbessern versuchen.

        Die Idee mit den Parteitagen stammt eigentlich sogar von „GEZ stoppen“ oder wie man es nennen will. ABER 50:50 für Sprech-Nebenrollen ist viel einfacher durchsetzbarer und wie Du auch schreibst kann sie ihre Popularität (aber auch die Medienmacht ihres Mannes) einsetzen denn wohl keiner wird sie an der Tür vor 20 Kameras (die sind ja sowieso auf dem Parteitag) abweisen. Sie muss sich nur von Informanten also Crowd-Sourced die Aufsichtsrats-Sitzungen von RTL, Pro7, ARD, ZDF, NDR,… geben lassen und alle kleinen und großen Parteitage und sich dort offiziell einladen lassen und den Antrag stellen. Stattdessen kann sie jetzt wochenlang in Talkshows auftreten und das Leid verkünden. Nächstes Jahr ist dieser Zug aber abgefahren und kaum wen interessiert eine neue – ähnlich lautende – Studie. Sie sollte also das Sommerloch nutzen und die Lösung besser schnell mal durchsetzen.
        Erst mit diesem Erfolg kann sie dann feinere Themen bearbeiten. Oder das Thema vertrocknet und wir erinnern uns in 10 Jahren wieder dran wenn die Presse das Thema noch mal bringt und sie dann seit 10 Jahren jährlich ähnlich lautende – ungehört verhallte – Studien bringt… statt mal die Lösung heute umzusetzen. Ehe-für-Alle wurde auf vielen Parteitagen (ausser CDU/CSU) beschlossen und dann hat Merkel das Thema vom Spielfeld genommen.

        Wenn das funktioniert hat, könnten Lafontaine (hat der nicht RTL im Saarland die Sendelizenz gegeben) oder Petry von einem Lande/Kreis/Bundes-Parteitag (der Konkurrenz !) zum nächsten laufen und überall den Antrag stellen, aus der GEZ auszutreten. Bayern3 spart viel Geld:
        http://www.dwdl.de/nachrichten/62385/brsparkurs_trgt_offensichtlich_erste_frchte/
        Wer wird das „Griechenland“/“Südeuropa“ vom ÖR und muss demnächst vielleicht mit Zillionen gerettet werden ? Als Bayern3 würde ich schnell mal vorher austreten. Die Putin-Trolle denken halt, Merkel kontrolliert zentral den Zentralfunk was man an deren Postings klar erkennen kann. Das die Bundes-Länder das einzeln machen damit keine Zentral-Regierung die Zentral-Meinung zentral kontrolliert, wurde neulich vielleicht durch Polen als sinnvolle Regel begründet…

        Du hast Recht, das die Frauen an den Entscheiderposten zu wenig Einfluss nehmen. Aber wurde nicht einem ZDF-Redakteur der Vertrag nicht verlängert und in Frankreich „Sie arbeiten demnächst nicht mehr hier“(Franz. Präsident vor 10 Jahren oder so) Leute entlassen. Wer aufmuckt kann sich oft woanders einen Job suchen. Hierarchien sind so groß damit keiner Verantwortung hat und man tausenden Parteifreunden Jobs geben kann und sich durch ständige und oft genug nutzlose Übernahmen und größerem Bilanz“wert“ immer größere Bonis auszahlen kann. Aber: US-Firmen wie Microsoft und Banken haben TAUSENDE im Wirtschafts-Wachstum entlassen, was bisher noch nie der Fall war. Das ist als wenn man im Winter (Glühwein, Spekulatius, gutes Essen, Weihnachts-Feiern überall…) sogar noch abnehmen würde. Und hier herrscht Nullzinz-Politik und irgendwann kommt die Rezession und alles wird von China und Hedgefonds billig aufgekauft.

        Hier sind genug Mitleser, welche Ihr die Idee mitteilen könnten. Leider macht es keiner. Alice Schwarzer könnte sie doch per Tweet dazu auf-fordern. Womöglich findet Kachelmann die Idee ja gut oder die Grünen brauchen ein Thema. Man bräuchte also eine Kette welche ihr diese – simple – Idee schmackhaft macht.
        10-50 deutsche Filmförderfonds, RTL, Degeto,… können problemlos für Sprech-Nebenrollen (Kamera-Frauen, Soldatinnen usw. dann wohl eher nicht) und Sprechzeilen im Drehbuch 50:50 durchsetzen und wo es geht auch für sprech-freie Komparsen-Rollen für neue Aufträge für fiktionale Stoffe und danach/gleichzeitig auch für non-fiktionales z.b. Theo West(m) und Thea West(w) nerven abwechselnd kunden-unfreundliche Firmen (wenn es das Format noch geben würde bzw. Theo West noch aktiv wäre was wohl nicht mehr der Fall ist). Auch Team Wallraff kann viele Stellen paritätisch zuteilen wenn sicher auch nicht alle. Bei Hannibal Lecter oder Ted Bundy an der Tür klingeln sollte man als Staubsauger/Versicherungs-Vertreterin vielleicht besser mal nicht weshalb manche riskanten Jobs überwiegend eher Männer machen.

        Nachtrag zu Deiner schönen Aufzählung: Oben die Kommissarin und gestern(heute 1:40 oder so) DCI Vera irgendwas bei Vera… bei ZDF_neo nach Orange is the new Black als ältere und nicht immer freundliche UK-Kommissarin. Oben die Liste der Männer beweist ja den uralten Kommentar einer US-Schauspielerin, das man als Mann mit 70 (Harrison Ford, irgendwann George Clooney) problemlos Rollen kriegt, aber als 40jährige Frau die Angebote dünner werden.
        Aber sie meinte ja das es solche Rollen kaum oder sogar gar nicht gäbe. Daher ist die Relativierung schon gerechtfertigt. Den Sexisten-Unfug-Argumenten sollte man sich nicht selber mit widerlegbaren Aussagen selbst ein Bein stellen. Denen reicht so ein einziger Fehler ja, um sich selbst für perfekt darzustellen und deren „das muss so sein“ weiter zu begründen: „Warum gibt es nicht mal eine dicke, übellaunige, alte Kommissarin? Das kann man sich ja bislang im deutschen Fernsehen kaum vorstellen.“ wird ja durch DCI Vera Stanhope („Vera – Ein ganz spezieller Fall“ gestern, keine Ahnung ob es TV-Serie ist) und wohl Klara Blum (Kommentar oben) und Miss Marple und Jessica Fletcher widerlegt (nicht jede ist dick und nicht jede ist übel-launig weil weil Fiction-Crime auch unterhaltsam/lustig sein sollte und man sonst auch die vielen Real-Crime-Formate gucken kann) und ist sogar (bei Miss Marple hoffentlich) durch hohe TV-Einschaltquoten hoffentlich klar als Erfolg den Parteitagen vorzuführen.

        Nachtrag2: Bei der Vorstellung der Studie vor Politikern oder irgendwo brachte sie wohl das Pilotinnen-Beispiel und mir war keine eingefallen. Aber eine hat sogar neulich einen Spielfilm bekommen glaube ich: „Amelia Earhart“. D.h. also mit einer Berufs-Liste auf einem DIN-A-4-Blatt wo Berufe stehen und bekannte (m) und (w)-Namen daneben, kann man problemlos 50:50 auf jedem (Kreis/Landes/Bundes)-Parteitag und Aufsichts-Sitzung durchsetzen. Praktisch alles erledigt die Crowd. Blumen pflanzen macht vielleicht mehr Arbeit als das Kuratieren dieser Crowd-Sourceten Informationen zur schnellen Durchsetzung.

        Wenn das geklappt hat, wiederholt man es für die GEZ oder hängt sich separat mit dem Vorschlag gleich mit dran weil nach der Wahl ja vielleicht viele Parteitage sind. Ohne Prominente Vertreter (vermutlich ist Petry dafür oder vielleicht auch Lafontaine weil ich glaube die Linke oder PDS zentralere Sender wollte) funktioniert das aber nicht. Der Parteitag will ja nicht blamiert werden wenn 20 Kameraleute filmen, wie Petry nicht bei Grünen, CDU, CSU, FDP, Linken… reingelassen wird, um den Bayern-3-Austritt aus der GEZ beschliessen zu lassen. Überlegene Wahlwerbung beim Gegner.
        Irgendwo ist immer Landeswahl und die Sender sind ja Landes-Sache.
        http://www.dwdl.de/nachrichten/62385/brsparkurs_trgt_offensichtlich_erste_frchte/
        Bayern3 muss ja nicht sparen um „linke“ Sender in deren vielleicht kommenden Krisen durchzuschleppen.
        Ehe-für-Alle wurde doch auch durch ein Kette von Parteitagen bzw. deren Wahlprogrammen durchgesetzt und Sender sind Ländersache und Merkel kann es wohl eher kaum verhindern:
        http://meedia.de/2016/04/05/rundfunkbeitrag-nicht-gezahlt-gez-rebellin-wieder-aus-haft-entlassen/#comment-314113 letzter Absatz ist der Keim der Idee.

        Also 50:50 mal so eben durchsetzen ist vermutlich sehr viel schneller erreichbar. GEZ (mit anderen prominenten Promotern) kommt danach oder wird ein Bei-Boot davon. Dafür, das hier so viele AfD-Anhänger und GEZ-Gegner posten ist schon wundersam, warum Petry oder Höcke oder wer dort was zu sagen hat, nicht schon längst damit angefangen haben. Man kündigt den Besuch natürlich lange vorher an und wenn 5 Delegierte schwören, den Antrag wirksam und korrekt zu stellen, kann man sich den Besuch dort natürlich sparen.
        Furtwängler hingegen kann zusätzlich noch die Aufsichtsräte und Produktionsfirmen besuchen und vorher anschreiben und ihre(?) Stiftung eine Liste aller Förder-Gelder offen im Web machen (und Informanten aufrufen, alle Förderpools per Internet zu nennen) und deren Aufsichtsrats/Mitglieder-Termine so das die Gelder für Fiktion ab der Aufsichts-Sitzung oder Jahres-Hauptversammlung nur noch für 50:50-Casting-Zuteilungen fliessen.

        Korrekt auch der Hinweis auf Werbung: Diese spricht normalerweise NUR die Zielgruppe (manchmal auch die Aktionäre) an und Frauen kaufen oft ein und mit-entscheiden oft oder haben keinen Ernährer und kaufen selbst das Handy, Auto, TV,…, also muss die Ansprache auch passen. Aber TV und Print (also deren Werbe-Einnahmen) schrumpfen jährlich und bei den Influencer-Werbe-Themen hier sind es oft ja auch Frauen als Beispiele. Töchter in China haben hohe Kaufkraft und kaufen vielleicht Sport-Wagen oder männliche Chinesen haben große Handies weil sie Handtaschen! haben. Manch hiesige Retardisten in Aufsichtsräten bekommen sowas (Kundenstruktur-Veränderungen) von hiesigen KFZ-Händlern mitgeteilt natürlich oft genug trotzdem nicht mit und fordern bald wohl Abwrackprämie2.0-Zilliarden ein. Aber deren Pension ist sicher…

        Yellow-Press fördert teilweise auch ungünstige Verhaltensweisen bzw. fördert ungeeignete Rollen-Modelle. Da sind überall viele Baustellen welche rot-grün damals vielleicht egal waren.

  9. Furtwängler – unsympatisch ohne Ende, talentlos und mit einem Medienmogul liiert. Letztes ein Grund für ihre Präsenz im TV.

  10. Ich habe absolut nicht den Eindruck, das Frauen in den Medien unterrepräsentiert sind. Da ist die reiche Damenriege in den TV Morgenmagazinen, da sind die 4 wichtigsten Talk-Damen A. Will, M. Illner, D. Hayaly, S. Maischberger, die so unglaublich wissen- und sprachbegabten Moderatoinnen der Info-Sendungen im Deutschlandfunk, die Damen der Nachrichtensendungen in vielen TY Kanälen, und andere mehr. Bei DAX & Co dürftern es deutlich mehr sein – ja,.

    1. KANNST DU STUDIEN LESEN???? Oder laberst Du nur so ein bisschen in Deinem eigenen stereotyp-eingegrenzten Horizont herum‘? So einen Käse zu verbreiten, als hättest Du alle Vollprogramme gesehen. Neben den „Expertinnen“, die es kaum gibt und meist „Männerstimmen“ eingesetzt werden, sollten Dir Zahlen wie die doch etwas sagen. Man blamiert sich sonst so schnell. 70 % Männer-Rollen in Filmen und Serien generell, die Titelrolle spielen 76 % Männer und Du wirst in jedem Film Männer ab 50 bis ins hohe Alter sehen aber keine Frauen. Insgesamt stehen 30 % stereotype Frauenrollen und ganz wenige Titelrollen diesen Männer-Zahlen entgegen, die dann auch noch besetzt werden von 85-90 % Männer-Regisseuren. Wie man so hört „dürfen“ die sich, weil es in Deutschland ja noch sowas Autoren-haftes schätzt, die Frauen aussuchen, die sie gerne besetzen wollen (und meist schon kennen, weil ja vor allem die Redakteure und -innen in diesem Business unmutig, uncool sind und „am bewährten“ festhalten – laut Studie). Praktisch alle ausgebildeten Regie-Frauen (eine mit großer Attitude auserwählte Crème de la Crème) vor allem an den Hochschulen, die wir auch noch mit Steuergeldern finanzieren) bekommen laut Studie keine Arbeit. Eine abenteuerliche Anmaßung und – laut Studie – „massive Frauendiskriminierung“ im Jahr 2017 beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das Frauen übrigens auch noch mehrheitlich zwangs-finanzieren. Und das wischt man mit einem „Eindruck“ nicht mehr vom Tisch! Lächerlich! Hör einfach mal dem konsternierten Indendanten Bellut zu, was die Studie unter anderem in der ZDF-Kinderabteilung ausgelöst hat: https://www.facebook.com/proquoteregie/videos/913992252082846/
      Übrigens Frau Strobel – ja, die vom BaWü Innenminister und Chefin der Degeto – wurde auf ProQuoteRegie gepostet – hat vor lauter Schreck gleich ein Foto mit fünf jungen Frauen auf Degeto.de veröffentlicht. Dummerweise haben weitere 16 Filmbilder NUR mit Männern das ganze Ausmaß dieser Diskriminierungsmaschinerie auf einfachste Weise deutlich gemacht.

  11. „Ich möchte Geschichten über Frauen jenseits der 40 sehen,“

    Wie alt ist die F. jetzt noch mal?

    Das Thema haben die anderen in den letzten Tagen doch schon durchgekaut …

    Warum merkt das eigentlich keiner?

    Bei Facebook kann man mittlerweile zwischen 60 Geschlechtern wählen.

    Und hier?

    Es fehlen FRAUEN – wohlgemerkt NUR Frauen!

    Wenn es um das eigene Portemonnaie (bzw. das der Geschlechtsgenossinnen) geht, werden 58 Geschlechter erst mal ganz schnell wieder vergessen.

  12. In ihrem Fall, Frau Furzquängler, ist nicht Diskriminierung die Ursache für ihre (Gott sei Dank) wenigen TV-Auftritte, sondern ein Mangel an Talent!

  13. Unsichtbarkeit der Frauen. Darauf muß man erst einmal kommen.

    Wie Gefangene rütteln sie an ihren Gittern, unfähig sich das eigene Wesen zu erschließen. Das Gerangel In Platons Höhle erfährt schon seit längerer Zeit eine feminine Betonung. Ein Zeichen, daß es der Gesellschaft insgesamt zu gut geht.

    1. @ e Ekat: Man kann Dir in Deiner geistigen Umnachtung bei diesem blamablen Post nur sagen: Halt einfach den Mund, wenn Du keine Ahnung sondern nur ein macho-haftes Reflex-Gefühl hast. Mehr kann man zu diesem Geschwätz nicht mehr sagen.

      1. Eule, Du tust so, als ob ich für die Verschleierung der Frau das Wort ergriffen hätte. Man muß allerdings auch nicht bis nach Australien blicken, um Anregungen für Geschlechterrollen zu erhalten.

        Mein Reflex- Gefühl spürt, wenn einer Frau – aus welchen Gründen auch immer – der Blümchentee mal wieder hochkommt. In praktisch allen Deinen Postings rüttelst Du hier ad personam. Das könnte zu denken geben. Vor allem Dir.

        Wäre das zu schaffen?

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