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Zukauf von 22 Prozent: Bertelsmann erhöht Anteil an Penguin Random House auf 75 Prozent

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe

Bertelsmann kontrolliert jetzt die strategische Dreiviertel-Mehrheit am größten Publikumsverlag der Welt: Die Gütersloher übernehmen weitere 22 Prozent an Penguin Random House. Sie erwerben die Anteile von ihrem Mitgesellschafter, dem britischen Medien- und Bildungsunternehmen Pearson. Die Transaktion erfolgt aufgrund eines Unternehmenswerts von insgesamt 3,55 Milliarden US-Dollar.

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Allerdings steht der Deal unter dem Vorbehalt der notwendigen behördlichen Freigaben. „Penguin Random House ist eine Erfolgsgeschichte. Wir haben die Integration in kurzer Zeit abgeschlossen; die Gruppe ist heute weltweit die klare Nummer eins im Verlagswesen. Dies freut uns besonders, da das Buchgeschäft für Bertelsmann seit mehr als 180 Jahren identitätsstiftend ist“, kommentiert Bertelsmann-CEO Thomas Rabe. „Darüber hinaus ist die Transaktion wirtschaftlich attraktiv, da der Ergebnisanteil der Bertelsmann-Aktionäre um mehr als 60 Millionen Euro steigen wird.“

Das Bücherreich von Penguin Random House umfasst rund 250 Einzelverlage auf fünf Kontinenten. Jährlich verlegt das Haus mehr als 15.000 neue Bücher. Zu den renommierten Autoren der Gruppe gehören unter anderem John Grisham, Dan Brown, aber auch Barack und Michelle Obama. Mit einem gewissen Stolz verweist man darauf, dass es im vergangenen Jahr 585 Titel von Penguin Random House auf die Bestsellerlisten der New York Times geschafft haben.

Die Vorteile des Zukaufes liegen für Bertelsmann vor allem darin, dass man künftig mehr Governance-Rechte beim Verlag hält und so unter anderem künftig den Chairman des Board of Directors der Buchverlagsgruppe stellen kann. Die Führung von Penguin Random House bleibt beim bisherigen CEO Markus Dohle, der zudem Mitglied im Bertelsmann-Vorstand ist.

Die Gütersloher übernehmen nicht die kompletten Pearson-Anteile. Die Gruppe hält weiterhin 25 Prozent an dem Verlagshaus. Zudem sollen die neuen Besitzverhältnisse nichts an der Eigenständigkeit der mehr als 250 Einzelverlage der Gruppe ändern.

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