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Video- und Serienpläne: Apple verpflichtet TV-Manager von „Breaking Bad“ und „Better Call Saul“

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Apple TV: Wohl bald auch mit mehr eigenen Inhalten ausgestattet © Apple

Macht Apple Netflix und Amazon in Zukunft als Streaming-Anbieter mit eigenen Serien-Produktionen Konkurrenz? Bislang hatte der Techpionier seine Film- und Fernsehambitionen heruntergespielt, doch am Wochenende überraschte Apple mit der Verpflichtung von zwei gleich Top-Managern von Sony Pictures Television. Jamie Erlicht und Zack Van Amburg, die die Erfolgsserien "Breaking Bad" und "Better Wall Saul" mitentwickelt haben, wechseln nach Cupertino, um Apples Video-Ambitionen voranzutreiben.

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Apple und die Fernsehpläne – es ist eine Geschichte, die weit bis ins letzte Jahrzehnt zurückreicht, als Steve Jobs 2006 die erste Version der Set-Top-Box Apple TV präsentierte, die nach Einschätzung vieler Tech-Experten in einem Fernsehgerät münden würde. Davon ist bis heute nichts zu sehen.

Dafür scheint Apple aber seine Bemühungen zu intensivieren, selbst als Inhalte-Produzent aufzutreten. Um den Musik-Streaming-Dienst Apple Music aufzuwerten, hat der Kultkonzern aus Cupertino bislang zwei Produktionen für geschätzte 200 Millionen Dollar in Auftrag gegeben. Seit vergangener Woche läuft die nerdige Reality TV-Show „Planet of the Apps„, während  der Viral-Hit Carpool Karaoke im August starten soll.

Apples Content-Chef Eddy Cue hat sich zu größeren Ambitionen bislang immer defensiv geäußert. „Stand jetzt gibt es keinen klar strukturierten Ansatz“, hatte auch im April ein Brancheninsider gegenüber dem Techportal Mashable erklärt, Hollywood tappe bislang im Dunkeln, in welche Richtung sich Apple eigentlich bewegen will.

Das könnte sich nun ändern, denn Apple verkündete am vergangenen Freitag überraschend zwei absolute Top-Verpflichtungen, die aufhorchen lassen. Die Sony Television-Manger Jamie Erlicht und Zack Van Amburg, die die Erfolgsserien „Breaking Bad“,  „Better Wall Saul“ und „The Crown“ mitentwickelt haben, wechseln nach Cupertino, um Apples Video-Pläne voranzutreiben, verkündete der wertvollste Konzern der Welt.

„Wir haben spannende Pläne – hier wird noch viel mehr kommen“
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„Jamie und Zack sind zwei der talentiertesten TV-Manager der Welt und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass dies das goldene Zeitalter des Fernsehens ist“, erklärte Apples Content-Chef Eddy Cue im begleitenden Statement.

„Wir haben spannende Pläne für unsere Kunden und können es kaum erwarten, dass sie ihre Expertise bei Apple einbringen – hier wird noch viel mehr kommen“, lockte Cue erstmals. In anderen Worten: Apple dürfte nun dabei ernst machen, hochklassige Film- und Serieninhalte zu entwickeln.

The Oscar goes to…Apple?

Zu Jahresbeginn war in Hollywood bereits zu hören, dass Apple an Produktionsstudios herangetreten sei, um Rechte an exklusiven Serienproduktionen zu erwerben, die mit Hits wie HBOs „Westworld“ und Netflix‘ „Stranger Things“ vergleichbar wären.

Nach Einschätzung des neu gegründeten Wagnisfinanzierers Loup Ventures dürfte Apple seine eine Film- und Serien-Ambitionen massiv hochfahren und damit zum echten Rivalen von Netflix und Amazon erwachsen. Bereits fünf bis sieben Milliarden könnte der iKonzern 2022 für Eigenproduktionen ausgeben, mutmaßt Loup Ventures-Mitbegründer Andrew Murphy. Die mögliche Folge: In den kommenden fünf Jahren dürfte es heißen „And the Oscar goes to… Apple!“, glaubt Murphy.

Dass Apple seine Content-Bemühungen künftig massiv intensivieren dürfte, glaubt auch Wagnisfinanzierer M.G. Siegler. „Sie verpflichten nicht diese beiden Männer, wenn sie nicht bereit wären, all-in zu gehen“, schreibt der frühere TechCrunch-Reporter, der inzwischen für Google arbeitet, beim Blognetzwerk Medium.

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