Wall Street Journal: Facebook rollt Abo-Verknüpfung in Instant Articles wohl bald weltweit aus

Zwei Jahre Instant Articles: Das Netzwerk öffnet sich weiter für Publisher
Zwei Jahre Instant Articles: Das Netzwerk öffnet sich weiter für Publisher

Inhalteanbieter können auf bessere Möglichkeiten hoffen, Facebook und Paid-Content-Angebote miteinander zu verknüpfen. Wie das Wall Street Journal berichtet, könnte schon bald eine Verknüpfungsmöglichkeit von Facebook Instant Articles und Bezahl-Inhalten weltweit ausgerollt werden. Nutzer können dann via Facebook zum zahlenden Abonnent werden. Dieser Schritt ginge über bisherige Tests hinaus.

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Dem Bericht (Paid) zufolge könnte das Abo-Modell bis zum Ende des Jahres stehen und ausgerollt werden. Publisher hätten dann erstmals die Möglichkeit, direkt über und auf der Plattform Facebook Abonnenten zu gewinnen. Nach dem derzeitigen Stand könnte das Paid-Content-Modell bei Facebook ein Metered Modell werden. Bedeutet: Eine gewisse Anzahl an Bezahl-Artikeln ist frei. Bei regelmäßigem Konsum greift die Bezahlschranke. Unklar ist offenbar, wie die damit verbundenen Erlöse zwischen Facebook und den Publishern aufgeteilt werden.

Der Schritt ist besonders aus Sicht von Verlagen ein überfälliger. Bereits seit einiger Zeit lagern zahlreiche Redaktionen ihre Inhalte teilweise zu Facebook aus. Die für den Mobilkonsum konzipierten Instant Articles sind keine Verlinkungen mehr aus Facebook heraus auf eine Webseite, sondern werden direkt im Netzwerk konsumiert und gesondert vermarktet. Produzenten können selbst bestimmen, ob sie die Anzeigenplätze verkaufen oder ihre Inhalte von Facebook über das Audience Network vermarkten lassen. In zweitem Fall wird eine Umsatzbeteiligung fällig.

Dass sich Facebook für Bezahlinhalte öffnet, liegt auch an dem Druck, den Publisher mittlerweile aufgebaut haben. Zuletzt verzeichnete das Netzwerk-Projekt prominente Abgänge. Unter anderem erklärten die New York Times und der Guardian ihren Ausstieg aus Instant Articles, weil sie ein zu geringes Monetarisierungspotential gesehen haben. Auch andere Publisher hatten sich beklagt.

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