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Fünf Jahre Haft wegen Betruges in neun Fällen: BGH bestätigt Urteil gegen Ex-Moderator der Ostseewelle

Ein ehemaliger Moderator der Ostseewelle manipulierte Gewinnspiele. Seine Strafe wurde vom BGH bestätigt
Ein ehemaliger Moderator der Ostseewelle manipulierte Gewinnspiele. Seine Strafe wurde vom BGH bestätigt

Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil des Landgerichts Rostock bestätigt, das einen ehemaligen Moderator des Radiosenders Ostwelle zuvor zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt hatte. Der Moderator wurde wegen Betruges in neun Fällen und Bankrotts für schuldig befunden. Hinzu gekommen war bereits eine Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen in mehr als 20 Fällen.

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Genau genommen waren es 20 Fälle des sexuellen Missbrauchs plus sechs weitere Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs. Die Verurteilung in diesem Fall hatte bereits 2012 stattgefunden, nachdem der Ex-Radiomoderator zuvor live im Studio festgenommen worden war. Der Fall fand damals aufgrund des außergewöhnlichen Einsatzes der Polizei bundesweit Beachtung. Später kam eine Verurteilung wegen der Betrugsfälle hinzu.

Gegen die Entscheidung aus Rostock legte der Angeklagte Revision ein, die der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofes nun verworfen hat. Das Landgericht sei damals zu Recht von gewerbsmäßig begangenem Betrug und aus Gewinnsucht begangenem Bankrott ausgegangen, heißt es. Einen Verfahrensfehler habe der BGH nicht feststellen können, die Strafhöhe sei „rechtsfehlerfrei“ bemessen worden.

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Die Betrugsserie, die das Landgericht Rostock erkannt hatte, bestand damals aus der Manipulation von Radiogewinnspielen. Wie der BGH in einer Pressemitteilung wiedergibt, hatte der Angeklagte gemeinsam mit einem Mittäter die Gewinner zuvor selbst ermittelt. Diese wiederum haben die Erlöse mit den Betrügern geteilt. „Wegen der Manipulationen wurden insgesamt 75.200,73 Euro zu Unrecht als Gewinne ausgezahlt, von denen der Angeklagte und sein Komplize 61.400 Euro vereinnahmten“, so der BGH.

Hinzugekommen ist, dass der Angeklagte in einem Verbraucherinsolvenzverfahren Vermögen vorenthalten hat, das er über eine Drittfirma an Fremdkonten weitergeleitet hatte. Insgesamt ging es dabei um angebliche Honorarzahlungen von 606.000 Euro sowie Sonderzahlungen von rund 130.000 Euro.

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