Blasse Bundesliga-Relegation besiegt zweitschwächstes Finale der „Topmodel“-Historie

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Relegationsspiel VfL Wolfsburg - Eintracht Braunschweig

Das erste Relegationsspiel zur Fußball-Bundesliga zwischen dem VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig war am Donnerstag trotz schwächeren Zahlen als in den Vorjahren die Nummer 1 im deutschen Fernsehen. Tolle Quoten trotz Fußball gab es für die ZDF-Komödie "Von Erholung war nie die Rede". Auch im jungen Publikum lag der Fußball vorn, besiegte bei den 14- bis 49-Jährigen auch das Finale von "Germany's next Topmodel", das fast auf ein Allzeit-Tief rutschte.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. Bundesliga-Relegation siegt mit schwächster Zuschauerzahl seit 2011

5,87 Mio. Fans schalteten um 20.30 Uhr das erste Niedersachsen-Derby zwischen Wolfsburg und Braunschweig ein, dessen Sieger aus Hin- und Rückspiel in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen darf. Die 5,87 Mio. entsprachen einem starken Marktanteil von 20,2% und dem Tagessieg im Gesamtpublikum. Doch die Zahlen sind die schwächsten der Bundesliga-Relegation seit 2011. Damals sahen das erste Match zwischen Mönchengladbach und Bochum 5,69 Mio. (19,3%). Seitdem gab es immer mehr Zuschauer als diesmal, die meisten 2015 beim Rückspiel zwischen Karlsruhe und dem HSV: 9,48 Mio. (32,1%).

2. „Germany’s next Topmodel“ endet mit zweitschwächsten Final-Zahlen der Geschichte, verliert im jungen Publikum auch gegen den Fußball

Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann die Relegation ebenfalls: mit 1,88 Mio. Fans und 18,8%. Auch das sind aber schwächere Zahlen als in den vergangenen Jahren. Geschlagen geben musste sich das Staffel-Finale von „Germany’s next Topmodel“, das mit 1,62 Mio. und 17,1% fast auf ein Allzeit-Tief gefallen wäre. Nur 2015, als das eigentliche Finale wegen einer Bombendrohung ausfiel und 14 Tage später als Aufzeichnung nachgeholt wurde, gab es weniger Zuschauer und Marktanteile. Ähnlich sah es mit 2,43 Mio. und 8,9% im Gesamtzpublikum aus.

3. ZDF hält sich mit Komödie wacker gegen den Fußball

Im Gesamtpublikum hieß der schärfste Fußball-Konkurrent „Von Erholung war nie die Rede“. Die Komödien-Premiere mit Andrea Sawatzki lockte 5,19 Mio. Zuschauer an – ein angesichts der Fußball-Konkurrenz erst recht hervorragender Marktanteil von 18,0%. Sat.1 und RTL landeten mit „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ bzw. „Kindsköpfe 2“ bei 1,60 Mio. und 1,39 Mio. Gesamt-Zuschauern, sowie schwachen Marktanteilen von 6,1% und 4,8%. Bei den 14- bis 49-Jährigen erzielten beide Filme 9,8%, blieben also auch meilenweit hinter dem Ersten und ProSieben.

4. RTL II miserabel, Bud Spencer bei kabel eins erst nach 22 Uhr erfolgreich

Bei den drei Sendern der zweiten Privat-TV-Liga lief es für RTL II besonders mies. „Die Kochprofis“ und der „Frauentausch“ erreichten mit 340.000 und 330.000 14- bis 49-Jährigen ganze 3,7% und 3,4% – miserable Marktanteile. Auch kabel eins startete zunächst klar unter dem Soll in den Abend: mit 4,3% für „Die rechte und die linke Hand des Teufels“. Ein weiterer Bud-Spencer-Terence-Hill-Film erreichte ab 22.35 Uhr aber ordentliche 6,1% „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“. Vox erzielte um 20.15 Uhr mit „3 Days to kill“ solide 6,4%, mit „The Sentinel“ danach nur 5,9%.

5. NDR punktet mit „Schlagercountdown“, SWR mit „Hannes“ und „Heinz Becker“

Abseits der großen acht Sender lief es am Abend für das NDR Fernsehen super: 920.000 Leute schalteten dort um 20.15 Uhr die dreieinhalb Stunden lange Show-Wiederholung „Schlagercountdown – Das große Premierenfest“ ein – stolze 3,6%. Ebenfalls erfolgreich: das SWR Fernsehen mit „Z’viel ziviel, isch z’viel – Hannes und der Bürgermeister Sketche“ und 860.000 Sehern bzw. 3,0%, sowie „Tach, Herr Dokter! – Der Heinz Becker Film“ (810.000 / 3,2%). Im WDR Fernsehen erreichte ein „Tatort“ zudem 810.000 und 2,8%, das BR Fernsehen kletterte mit „Herzblut. Ein Kluftingerkrimi“ auf 820.000 und 2,8%, zdf_neo mit zweimal „Kommissarin Lucas“ auf 760.000 und 2,6%, sowie 850.000 und 3,3%.

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