Saison-Bilanz der Bundesliga-Einschaltquoten: Köln größter Aufsteiger, Leipzig direkt auf Platz 6

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Spieler des 1. FC Köln

Die Gewinner in Sachen Beliebtheit bei den Sky-Zuschauern hießen in der nun zu Ende gegangenen Saison 1. FC Köln und RB Leipzig. Die Kölner sprangen im Vergleich zur vorigen Saison von Platz 9 auf 4 in der Quoten-Tabelle, RB Leipzig stieg als Aufsteiger direkt auf Rang 6 ein. Steigern konnte sich auch die TSG Hoffenheim, größter Verlierer war Borussia Mönchengladbach: Statt Platz 4 gab es nur noch den 9. Rang.

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Die Bundesliga-Saison ging für Sky sehr erfolgreich zu Ende: Den 34. Spieltag sahen am Samstagnachmittag 1,59 Mio. Fans live bei dem Pay-TV-Anbieter – Kneipen- und Sportbar-Besucher ebenso wie Sky-go-Seher wie immer aus technischen Gründen nicht mitgezählt. Die 1,59 Mio. waren ein Fast-Saisonrekord.

780.000 der 1,59 Mio. Fans entschieden sich für die Konferenz, eine knappe Mehrheit also für eine der Einzelpartien. Dort lag das Match zwischen Bayern München und dem SC Freiburg mit 250.000 Sehern vorn. Dahinter folgen der Kampf gegen den Relegationsplatz zwischen Hamburg und Wolfsburg mit 170.000, Dortmund-Bremen mit 140.000 und Köln-Mainz mit 90.000 Zuschauern. Mönchengladbach und Darmstadt sahen 70.000, Hertha-Leverkusen kam auf 40.000 Interessenten, Ingolstadt-Schalke auf 20.000 und Hoffenheim-Augsburg, sowie Frankfurt-Leipzig nur auf 10.000.

In der Saison-Abschluss-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen verbesserte sich Weder Bremen im Vergleich zur Vorwoche noch von Rang 9 auf 7, überholte Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach. Wolfsburg zog auf Platz 15 zudem noch an Augsburg vorbei.

Im Vergleich zur vorigen Saison heißen die Aufsteiger des Jahres wie eingangs erwähnt Köln und Leipzig. Der 1. FC Köln sprang von Platz 9 auf 4, RB Leipzig erreichte direkt den 6. Rang. Immerhin drei Plätze nach oben ging es für die TSG Hoffenheim. Diverse Plätze verloren haben Mönchengladbach und Frankfurt.

Die Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen Saison 2016/17
Platz 2015/16 Verein Mio. vs. 2015/16
1 1 Bayern München 0,79 -0,05 -5,4%
2 2 Borussia Dortmund 0,58 -0,12 -17,4%
3 3 Schalke 04 0,51 0,00 0,1%
4 9 1. FC Köln 0,43 0,06 14,7%
5 6 Hamburger SV 0,41 -0,01 -2,2%
6 neu RB Leipzig 0,38 neu
7 5 Werder Bremen 0,38 -0,05 -11,3%
8 8 Hertha BSC 0,38 -0,01 -2,2%
9 4 Borussia Mönchengladbach 0,38 -0,06 -12,7%
10 7 Eintracht Frankfurt 0,35 -0,07 -16,0%
11 12 Bayer Leverkusen 0,31 -0,01 -2,8%
12 11 Mainz 05 0,29 -0,05 -14,2%
13 16 TSG Hoffenheim 0,27 0,00 0,5%
14 neu SC Freiburg 0,26  neu
15 14 VfL Wolfsburg 0,24 -0,04 -15,7%
16 15 FC Augsburg 0,23 -0,03 -12,9%
17 18 FC Ingolstadt 04 0,20 0,01 8,1%
18 17 SV Darmstadt 98 0,18 -0,09 -33,6%
Durchschnitts-Zahlen
Rohdaten-Quelle: AGF/GfK – Berechnung + Tabelle: MEEDIA

Interessant ist der Vergleich der Zuschauerzahlen. Auch hier sieht es für den 1. FC Köln am besten aus: Der Verein steigerte sich um 14,7%. Leicht über dem Vorjahr liegen zudem Schalke, Hoffenheim und Ingolstadt, die anderen Clubs kamen – bis auf die Aufsteiger natürlich – nicht an die vorige Saison heran. Besonders deutlich gilt das für Dortmund, Bremen, Mönchengladbach, Frankfurt, Mainz, Wolfsburg, Augsburg und vor allem Darmstadt.

Die Gründe für das Zuschauer-Minus sind unterschiedlich. Zum einen wurden ja wegen eines Fehlers bei der AGF in der Hinrunde noch zu geringe Quoten ausgewiesen, doch das galt ja auch schon für die vorige Saison. Ein Faktor für die Entwicklung dürfte sein, dass mehr Menschen Sky go nutzen – oder in Kneipen/Sportbars gehen. Beide Zahlen (Sky go und Out of Home) stiegen nämlich im Vergleich zur vorigen Saison, auch wenn das herkömmliche Fernsehen zu Hause laut Sky360 mit fast 63% noch der wichtigste Teil der Reichweite ist.

Zudem haben auch andere Entwicklungen einen Anteil an den Quoten. So war in der vergangenen Saison die Neugier am erfolgreichen Darmstadt 98 offenbar noch größer als in dieser erfolglosen Saison. Bei Borussia Dortmund dürfte zudem eine Rolle spielen, dass der Verein im vergangenen Jahr nur 15 mal am Samstagnachmittag (bzw. dienstags/mittwochs) ran musste, in dieser Saison hingegen 22 mal. Die Zahlen sind für Einzelspiele zu dieser Anstoßzeit generell eher geringer als bei den Anstoßzeiten, an denen nur ein Bundesliga-Spiel zu sehen ist (Freitag, Samstagabend und Sonntag). Dennoch steigerte sich der 1. FC Köln, obwohl auch er in dieser Saison öfter am Samstagnachmittag spielte als in der vergangenen Saison. Und Clubs wie Bremen und Augsburg verloren Zuschauer, obwohl sie seltener als noch 2015/16 am Samstagnachmittag spielten.

Der Verein übrigens, der insgesamt am seltensten samstags um 15.30 Uhr oder in englischen Wochen am Dienstag/Mittwoch spielte, war Schalke 04 – ganze 13 mal. Der Grund ist natürlich die Europa League, die dafür sorgte, dass die Schalker oft erst sonntags in der Bundesliga kicken mussten. Die meisten Clubs waren 18 bis 23 mal am Samstagnachmittag (bzw. dienstags/mittwochs) zu sehen, öfter einzig Köln (24), Wolfsburg (26), Darmstadt (27) und Ingolstadt (28).

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