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Schwedische Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange ein

WikiLeaks-Gründer Julian Assange
WikiLeaks-Gründer Julian Assange

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange eingestellt. Assange sollte in Schweden wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vernommen werden. Seit 2012 hält sich Assange in der Botschaft von Ecuador in London auf, um eine drohende Auslieferung in die USA zu verhindern.

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Sollte Assange in die USA ausgeliefert werden, könnte ihm dort der Prozess wegen Geheimnisverrats gemacht werden, weil Wikileaks unter seiner Führung hunderttausende geheime US-Dokumente vom Militär und aus diplomatischen Kreisen veröffentlichte. Assange hat die Vergewaltigungsvorwürfe stets bestritten. Vor sechs Monaten wurde er in der Sache von Schweden in der ecuadorianischen Botschaft in London vernommen.

Der schwedische Anwalt von Julian Assange hat die Einstellung der schwedischen Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer wegen Vergewaltigung am Freitag als Sieg gefeiert. „Wir haben den Fall gewonnen“, sagte der Jurist dem schwedischen Rundfunk. „Das ist ein totaler Sieg für Julian Assange. Er ist natürlich froh und erleichtert.“

In der Praxis ändert sich für Assange nicht viel. Sollte er die Botschaft verlassen, könnte er von der Polizei Großbritanniens verhaftet und anschließend in die USA ausgeliefert werden. Die Londoner Polizei hat am Freitag bereits mitgeteilt, dass Assange verhaftet würde, sollte er die Botschaft verlassen. Laut Wikileaks hat sich Großbritannien nicht dazu geäußert, ob bereits ein Auslieferungsantrag seitens der USA vorliegt. Sollte Assange in den USA wegen Geheimnisverrats angeklagt werden, droht ihm im schlimmsten Fall die Todesstrafe.

Mit Material von dpa.

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Alle Kommentare

  1. Würde auch er seine sexuelle Identiät suchen müssen, dann wäre das alles für Obama/Clinton gar kein Problem mehr und Trump hat sicher andere Sorgen und Schwerpunkte. Man muss eben politische Prioritäten setzen. Vielleicht hilft ihm mit weniger Aufwand gegen eine weitere Strafverfolgung eine Konvertierung zum Islam.

  2. Ist Vergewaltigung in Schweden nach fünf Jahren verjährt oder waren die Vorwürfe tatsächlich nur an den Haaren herbeigezogen? Ersteres würde ja bedeuten, „Mann“ könne die Sache aussitzen. Letzteres erklärt sich von selbst. Etwas mehr Hintergrund hinter der Vermeldung des eigentlichen Faktes würde Spekulationen vorbauen.

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