#Bizisback: Twitter-Mitgründer Biz Stone kehrt zum 140-Zeichen-Dienst zurück

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Noch ein Twitter.-Comeback: Auch Mitgründer Biz Stone kehrt zurück © Joi Ito / Wikipedia

Überraschende Rückkehr nach sechsjähriger Absenz: Nur zwei Monate nach dem Verkauf seines Start-ups Jelly an Pinterest verkündete Biz Stone sein Comeback bei Twitter – und zwar in Vollzeit. Das Aufgabenprofil des einstigen Mitgründers des inzwischen angeschlagenen 140-Zeichen-Dienstes ist klar formuliert: "Being Biz Stone"! Er wolle niemanden ersetzen, sondern lediglich die Lücke schließen, die er vor sechs Jahren hinterlassen habe, schrieb Stone in einem Blogpost bei Medium. Die Twitter-Aktie reagierte mit einem Kurssprung.

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Jeder Twitter-Mitgründer geht mit dem Absturz des einstigen Social Media-Lieblings anders um.  Jack Dorsey arbeitet als CEO am Turnaround.  Ev Williams hat Aktien des 140-Zeichen-Dienstes im Wert von 180 Millionen Dollar nahe der Allzeithochs verkauft.

Und Biz Stone? Kehrt nach sechsjähriger Abwesenheit wieder zum kriselnden Micro-Blogging-Dienst zurück. Wie Stone  in einem Blogbeitrag bei Medium – der Blog-Plattform von Ev Williams – mitteilte, sei er jüngst bei einer Mitarbeiterversammlung bei Twitter („Tea Time“)  von Emotionen übermannt worden. „Ich habe in dem Augenblick gespürt, dass Twitter die wichtigste Arbeit meines Lebens war“, wird Stone sentimental.

Aufgabenprofil: „Biz Stone sein“

Jack Dorsey habe Stone dann öffentlich und später erneut privat gefragt, ob er sich vorstellen könne, zu Twitter zurückzukehren. „Ich war verblüfft, aber ich wusste die Antwort“. Die Folge: Nur zwei Monate nachdem Stone sein Start-up Kelly an Pinterest verkaufte, kehrt der 43-Jährige jetzt zu Twitter zurück – und zwar in Vollzeit.

Das Aufgabenprofil des einstigen Mitgründers ist dabei klar formuliert:  „Being Biz Stone“ –  zu deutsch: „Biz Stone sein“. Er wolle niemanden ersetzen, sondern lediglich die Lücke schließen, die er vor sechs Jahren hinterlassen habe, schrieb Stone bei Medium.

Biz Stone soll Unternehmenskultur pflegen : „Die Welt braucht Twitter“

Der Seriengründer soll sich in erster Linie um die Unternehmenskultur kümmern – „diese Energie, dieses Gefühl“, wie es Stone formulierte. Hier könne er den größten Einfluss nehmen. Es sei wichtig, dass jeder die wahre Geschichte von Twitter verstehe, schließlich brauche die Welt den 140-Zeichen-Dienst, wird Stone pathetisch.

Die Wall Street ist offenkundig der gleichen Meinung, denn Anleger feierten das Stone-Comeback mit einem Kursaufschlag von 2 Prozent auf  19,50 Dollar. Die Twitter-Aktie hat damit seit Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen vor drei Wochen fast ein Drittel an Wert gewonnen.

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