Bis zu 2,28 Mio. Fans sehen Eishockey-WM bei Sport1, ordentlicher Start für BR-Serie „Hindafing“

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Eishockey-WM-Spiel Deutschland-Lettland

Neuer Eishockey-WM-Rekord für Sport1: Der Sieg des deutschen Teams gegen Lettland, mit dem es ins Viertelfinale eingezogen ist, lockte im Durchschnitt 1,42 Mio. Fans vor die Fernseher - ein für Sport1-Verhältnisse gigantischer Marktanteil von 5,3%. Beim Penaltyschießen sahen sogar 2,28 Mio. zu. Die meisten Zuschauer erreichten wie dienstags üblich die ARD-Prime-Time-Serien, im jungen Publikum gewann "GZSZ" vor "Bones".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. Sport1 holt Mega-Quoten mit der Eishockey-WM

Es sind Zahlen, um die Sport1 so mancher eigentlich größerer Sender sehr beneiden wird. 1,42 Mio. sahen im Durchschnitt das Vorrunden-Match zwischen Deutschland und Lettland, der Marktanteil lag bei 5,8%. 510.000 14- bis 49-Jährige reichten sogar für 6,0%. Wie sehr das spannende Match, bei dem es um den Viertelfinal-Einzug ging, das Publikum angelockt hat, zeigt der Quoten-Verlauf. So waren zu Beginn noch 500.000 Fans dabei, im entscheidenden Penalty-Schießen durchschnittlich 2,28 Mio. Hier kletterte der Marktanteil auf gigantische 10,2%, mit 900.000 14- bis 49-Jährigen sogar auf 12,5%. Das Viertelfinale gegen Kanada dürfte dem Sender am Donnerstagabend noch einmal solche Quoten bescheren.

2. BR-Serie „Hindafing“ startet ordentlich, zdf_neo triumphiert mit „München Mord“

Im BR Fernsehen lief am Donnerstagabend die eigenproduzierte Serie „Hindafing“ an. Die beiden ersten Episoden lockten 500.000 und 570.000 Seher an, die Marktanteile lagen mit 1,8% und 2,0% knapp über dem 12-Monats-Durchschnitt des BR von derzeit 1,7%. Noch viel besser lief es abseits der großen Sender für zdf_neo: 1,81 Mio. Krimifans sahen dort ab 20.15 Uhr „München Mord“ – grandiose 6,5%. „Letzte Spur Berlin“ kam ab 21.45 Uhr noch auf 1,06 Mio. und 4,2%. Über die Mio.-Marke sprang in der Prime Time auch noch das NDR-Magazin „Visite“ mit 1,24 Mio. und 4,5%.

3. ARD-Serien gewinnen souverän den Tag, „Das Lidl-Imperium“ holt besten „ZDFzeit“-Marktanteil seit über zwei Monaten

An der Tabellenspitze finden sich auch an diesem Dienstag die beiden ARD-Erfolgsserien „In aller Freundschaft“ und „Um Himmels Willen“. „In aller Freundschaft“ schalteten um 21.05 Uhr 5,27 Mio. (18,4%) ein, „Um Himmels Willen“ vorher um 20.15 Uhr 4,66 Mio. (16,9%). Freuen kann sich aber auch das ZDF: „Das Lidl-Imperium“ bescherte der Reportage- und Duku-Marke „ZDFzeit“ mit 3,33 Mio. Sehern und 12,1% den besten Marktanteil seit über zwei Monaten und den drittbesten des bisherigen Jahres. „Frontal 21“ rutschte im Anschluss mit 2,60 Mio. zwar auf 9,1%, doch auch das war der beste Marktanteil für das Magazin seit über zwei Monaten.

4. Erneuter Tagessieg für „GZSZ“, unspektakuläre Prime-Time-Zahlen für RTL, ProSieben und Sat.1

Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann erneut „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ den Tag: 1,53 Mio. junge Zuschauer entsprachen am Vorabend grandiosen 22,6%. Die Serie mit Marktanteilen von über 20% geht also weiter – nun sind es schon sechs Folgen am Stück. Auch in der Prime Time hatte RTL die Nase vorn – allerdings mit deutlich blasseren Zahlen für die Serie „Bones“: 1,16 Mio. und 1,15 Mio. 14- bis 49-Jährige entsprachen 13,6% und 12,4%. ProSieben kam mit viermal „Simpsons“ auf 9,7% bis 12,2%, Sat.1 mit „Vaterfreuden“ auf 8,5%.

5. Auch Guido Maria Kretschmer kann „The Story of my Life“ nicht retten

Bei Vox ging am Abend die glücklose Talk-Reihe „The Story of my Life“ zu Ende. Zwar ging es am Schluss nochmal ein kleines Stück nach oben, mit 390.000 14- bis 49-Jährigen allerdings nur auf erneut enttäuschende 4,6%. Auch Guido Maria Kretschmer gelang es also nicht, der Show einen halbwegs soliden Marktanteil zu bescheren. Seine Sendung „Fremde Freunde – Die unerwartete Begegnung“ kam im Anschluss mit 330.000 gar nur auf 4,2%. Zufrieden kann auch kabel eins mit „Raus aus dem Zang“ weiter nicht sein: 370.000 14- bis 49-Jährige und 4,2% gab es diesmal. Deutlich besser lief es hingegen für RTL II: mit 6,7% und 6,8% für „Zuhause im Glück“ und „Die Bauretter“.

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Alle Kommentare

  1. Hallo Herr Schröder,
    könnt Ihr als Medien-Magazin nicht auch mal diese FFA-Studie so groß fahren, wie sie das verdienen würde? Vielleicht mal Interviews dazu? Fragen an die Sender-Verantwortlichen. Und lassen Sie sich ja nicht abspeisen mit dem – nach Bekanntgabe der Studie – ergangenen Pressetext von Dr. Bellut und Frau Hempel, dass sie „JETZT“ (sic!) bei den Serien Frauen ranlassen wollen. Gerade die – und ihre Pendants bei allen anderen Sendern – haben bewiesen, dass es ohne Quote definitiv nicht geht. Nicht mal bei Frauen-geleiteten Ressorts. Ganz traurig ist das. Schauen Sie sich als Medien-Dienst doch die Pressemeldungen der Sender an. Wer ist der Titelheld, was dürfen Frauen spielen, wer macht Regie, Kamera usw. HABEN SIE DIE STUDIE GELESEN???? Dann könnten Sie erkennen, welche Dimensionen das hat? Sie können auch auf CrewUnited den ganzen Überblick über eine Produktion sehen. Wäre das ein Ressort bei Euch, über das eine Frau – wäre schön – ständig berichten dürfte? Oder seid Ihr abhängig von den Sendern wie so unglaublich viele Menschen in so vielen Berufszweigen, die einem leid tun können. Ausgenommen diejenigen, die feste Jobs bei Serien/Reihen haben oder aus welchen Gründen auch immer immer dieselben beschäftigen. Dieses „immer dieselben“ nervt aber es ist und bleibt eine Tatsache, dass die Karriere von Schauspielern, RegisseurInnen etc. nur von tollen Projekten abhängig ist. Leider.

  2. Dann wäre doch ZDFneo der künftige Krimi-Abspielplatz und das ZDF könnte seinem ÖR Auftrag nachgehen und Platz schaffen für wesentlich mehr Arbeitsmöglichkeiten in einer Branche, die sonst durch das öffentlich-rechtliche Monopol kollabiert. Maximal wenig Geld für Produktionen, in denen immer dieselben spielen (Soko, Serien, Reihen), verstopfte Sendeplätze, wenig Mut, Quoten-Fixierung. „Hindafing“ ist wieder mal eine für . zugegeben geile – Männer-Rollen gemachte Serie, die Frauen als dumm-dumpfe Abhängige ausstellt, die Bayern überwiegend als alte Deppen und zeigt genau, wie man das Koks schnupf (oder Crystal) und danach geht’s ab. Produzenten=Männer, Regie, Kamera=Männer, Crew United vermerkt 18 Darsteller, 8 Frauen. Und das von drei leitenden Frauen im BR, dem man – wie allen ÖR Sendern – in der FFA-Studie schriftlich gegeben hat, dass sie als Monopolisten im TV-Bereich Frauen massiv be- und verhindern. Glückwunsch zur Hindafing-Quote aber noch mehr Glückwunsch für die ganzen Männer mit ihren tollen Rollen. Glückwunsch an den mutigen Alexander Fehling beim Filmpreis, dass er darauf hingewiesen hat, wie toll die Rollen von Männern im allgemeinen sind und wie schwer (ich würde sagen auch noch schlecht) die von Frauen. Und das in Deutschland (und im von Bürger-Gebühren finanzierten Rundfunk), das im Grundgesetz die Gleichberechtigung verankert hat. Fein, fein..

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