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Kahlschlag bei Rheinischer Post-Tochter: Bei der Deutschen Verkehrszeitung droht massiver Job-Abbau

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Die zur Rheinische Post Mediengruppe gehörende Hamburger Verlagstochter DVV Media Group, in der die Deutsche Verkehrszeitung erscheint, steht vor gravierenden personellen Einschnitten. Die DVV Media-Geschäftsleitung will nach MEEDIA-Informationen bis zu 30 Mitarbeiter aus allen Bereichen des Unternehmens abbauen. Dies entspreche rund 20 Prozent der Belegschaft, heißt es. Noch vor Kurzem wollte sich die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan verständigen. Doch die Verhandlungen scheiterten jüngst.

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Große Unruhe bei der DVV Media Group: die Geschäftsführung der mehrheitlich zur Rheinische Post Mediengruppe gehörende Hamburger Verlagsgesellschaft plant, sich massiv von Mitarbeitern zu trennen. Dies erfuhr MEEDIA aus unternehmensnahen Kreisen. Im Gespräch sind bis zu 30 Arbeitnehmer. Das würde rund 20 Prozent der Belegschaft entsprechen, heißt es. Der Stellenabbau soll alle Unternehmensbereiche treffen. Noch vor Kurzem verhandelte der Betriebsrat mit der Geschäftsführung über einen Sozialplan. Doch die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern seien gescheitert, sodass jetzt die Einigungsstelle angerufen wurde. DVV Media Group-Geschäftsführer Martin Weber will sich hierzu auf Anfrage von MEEDIA nicht äußern.

In der Fachverlagsgruppe DVV Media Group erscheint die Deutsche Verkehrszeitung, wichtigstes Branchenblatt der deutschen Logistikbranche. Die verkaufte Auflage der Zeitung gibt der Verlag mit 9.957 Exemplaren an. Verantwortlich für die Schlankheitskur des norddeutschen Traditionsunternehmens ist offenbar der Düsseldorfer Mehrheitsgesellschafter, die Rheinische Post Mediengruppe. Sie will die Verlagstochter noch stärker auf Rendite trimmen. Im Gespräch sei angeblich eine Zielumsatzrendite im zweistelligen Prozentbereich, heißt es aus Firmenkreisen.

Die Rheinische Post Mediengruppe erwarb Mitte 2013 die Mehrheit an der DVV Media Group. Dazu hatte das nordrhein-westfälische Unternehmen Anteile von Hel­mut Scha­chen­mayer übernommen, der sich nach Jahr­zehn­ten als Geschäfts­füh­rer und Gesell­schaf­ter aus dem Gesell­schaf­ter­kreis der DVV Media Group in das Pri­vat­le­ben zurück­zog. Zudem hatte die Düsseldorfer Printgruppe die Beteiligung des damaligen geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ters Die­ter Flech­sen­ber­ger geschluckt, der sich aus der Geschäftsführung zurückzog.

Die DVV Media Group hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Gestartet ist das publizistische Flaggschiff des Printhauses, die Deutsche Verkehrzeitung, im Juli 1947 in einer Auflage von 10.000 Exemplaren. Durch Übernahmen und Gründungen kamen in den vergangenen Jahren diverse Publikationen hinzu, die unter anderem die Themenfelder Schifffahrt und Schiffbau („Maritime Trade Press“), Schienenverkehr und Bahntechnik („Eurailpress“) sowie Touristik und Tagungs-, Kongress- und Messewirtschaft abdecken. Inzwischen hat sich der Fachzeitschriften-Verlag zu einem globalen, cross-medialen Kommunikationsdienstleister gewandelt, der neben Zeitungen, Zeitschriften und Büchern, vielfältige Online-Angebote herausgibt.

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