buzzer-das-letzte-aus-dem-netz
Anzeige

„Hurensöhne Mannheims“: Jan Böhmermanns bitterböse Satire auf Xavier Naidoos „Marionetten“-Song

„Dieses Land ist keine Republik, dieses Land ist eine GmbH“, singt Jan Böhmermann (Foto) in seiner Parodie auf Xavier Naidoo und die „Hurensöhne Mannheims“
"Dieses Land ist keine Republik, dieses Land ist eine GmbH", singt Jan Böhmermann (Foto) in seiner Parodie auf Xavier Naidoo und die "Hurensöhne Mannheims"

Xavier Naidoos neues Lied "Marionetten" sorgt für Wirbel, wird in rechten Kreisen bejubelt und eifrig geteilt. Das hat Satiriker Jan Böhmermann nun zum Anlass genommen, in seinem "Neo Magazin Royale" (ZDFneo) das neue "Hitalbum" der "Hurensöhne Mannheims" vorzustellen – "garantiert nicht antisemitisch und 100%ig frei von Fremdenfeindlichkeit!"

Anzeige
Anzeige

Nach Schmusesänger Tim Bendzko (bei Böhmermann: Jim Pandzko) hat sich der Satiriker in seiner ZDFneo-Sendung „Neo Magazin Royale“ nun Xavier Naidoo vorgeknöpft, der mit seinem neuen Song „Marionetten“ erneut auf den rechten Weg abgebogen ist. In seiner Parodie präsentiert Jan Böhmermann das neue „Hitalbum“ der „Hurensöhne Mannheims“ – eine Anspielung auf Naidoos Band Söhne Mannheims. Angeblicher Albumtitel: „Death to Israel“ – Tod für Israel.

Bitterböse nimmt Böhmermann mit „gefühlvollen Politballaden“ den Songkatalog von Naidoo und seiner Band aufs Korn. Etwa, wenn er über „20.000 Chemtrails“ statt „20.000 Meilen“ (wie im Original) singt. Oder „Dieser Weg“ zur Hymne für Verschwörungstheoretiker und Rechte umgedichtet wird: „Dieses Land ist keine Republik, dieses Land ist eine GmbH“, heißt es in der Böhmermann-Fassung.

Anzeige

„Mit Deutschlands bekanntestem Amerikakritiker Xavier Naidoo und den Hurensöhnen Mannheims ist jeden Tag Montagsdemo in deinem CD-Player“, heißt es in der Album-Trailer-Parodie. Oder: „Dieses Album geht auf 1 – wenn das der Mossad oder die Homo-Lobby nicht verhindern“. Empfohlen werde das Album etwa von Jürgen Elsässer, laut Bildunterschrift „Deutschlands einziger unabhängiger Journalist“ – und in Wirklichkeit Chefredakteur der rechtspopulistischen Zeitschrift Compact. Oder von Diktator Adolf Hitler, „Maler und Lebenskünstler“, der mit den Worten zitiert wird: „Ich bin ja kein Nazi, aber ich finde diese Platte echt stark!“

Zur Erklärung für die Parodie heißt es in der Videobeschreibung auf YouTube: „Vor zwei Wochen veröffentlichte Xavier Naidoo gemeinsam mit den Söhnen Mannheims das politisch korrekteste Album des Jahres. Entgegen den bösen Behauptungen der Presse, konnten wir absolut keine fremdenfeindlichen Texte auf ‚Mannheim‘ finden.“ Doch nun sei sein bisher „ehrlichstes Album“ mit den „Hurensöhnen Mannheims“ erhältlich – „ab sofort im ganzen Reich“, versteht sich.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige