Gold-Auszeichnung für Lena Niethammer: Das sind die Gewinner des Axel Springer Preises für junge Journalisten

Verleihung in Berlin: Verlegerin Friede Springer (m.) mit den Gewinnern des Axel Springer Preises für junge Journalisten
Verleihung in Berlin: Verlegerin Friede Springer (m.) mit den Gewinnern des Axel Springer Preises für junge Journalisten

Die Axel Springer Akademie hat sich für ihre Preisverleihung einen symbolträchtigen Tag ausgesucht: Am gestrigen Mittwoch, dem internationalen Tag der Pressefreiheit, zeichnete die Journalistenschule von Axel Springer den talentierten Nachwuchs aus. Den ersten Platz holte dabei die freie Journalistin Lena Niethammer, die in der Woche zuvor gleich drei Mal für den Nannenpreis nominiert war.

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Dem Datum entsprechend stand der Abend im 19. Stock des Axel-Springer-Gebäudes unter dem Zeichen der Pressefreiheit und ganz besonders unter dem Zeichen von #freedeniz, der Protestaktion für die Freilassung des noch immer in der Türkei inhaftierten Welt-Reporters Deniz Yücel. Während der Springer-Verlag und Akademie-Leiter Marc Thomas Spahl in seiner Eröffnungsrede noch einmal an den Journalisten erinnerten, fand zeitgleich anlässlich des internationalen Tages der Pressefreiheit am Brandenburger Tor in Berlin ein Konzert für Yücel statt.

Doch beim Springer-Preis sollte nicht nur gemahnt, sondern auch geehrt werden. Fünf Auszeichnungen hatte die neunköpfige Jury um ihre Vorsitzende Dunja Hayali an den journalistischen Nachwuchs zu vergeben. Die beste Auszeichnung erhielt dabei eine Journalistin, der es bereits gelungen war, in der vergangenen Woche gleich drei Mal für den begehrten Nannenpreis nominiert worden zu sein. Lena Niethammer erhielt die Gold-Auszeichnung für ihr im Oktober 2016 im Tagesspiegel erschienenes Porträt „Sieht mich jemand?„, einen emotionalen Nachruf auf „Dose“, einen depressiven Mann, der in einer Kontaktanzeige nach Freunden suchte.

Die Silber-Auszeichnung verlieh die Akademie einem Journalisten, der sehr genau wusste, worüber er berichtete. Tharek Khello war ein in Syrien verfolgter Journalist. Nach mehreren Festnahmen wegen kritischer Berichte floh er 2013 aus Syrien. Für den Mitteldeutschen Rundfunk und seine Sendung „Fakt“ drehte der Journalist den Film „Schleppernetzwerk„, für den er die Köpfe hinter einer Schlepperbande recherchierte.

Bronze holte der Journalist Hannes Vollmuth. Für die Süddeutsche Zeitung schrieb er unter dem Titel „Rauschen des Himmels“ über einen Mann, der im Zeitalter der Digitalisierung auf eine fast vergessene Form der Kommunikation setzt: das Morsen.

In zwei Sonderkategorien zeichnete die Springer-Akademie weitere besondere Leistungen aus. Für die investigative Recherche wurde der Journalist Björn Stephan prämiert. Für das SZ Magazin schrieb er über die „Kindergräber„, Kinder in Indien, die nach Material für Grabsteine graben. Den Preis für kreative Visualisierung vergab die Akademie an ihre eigenen Volontäre für ihre bereits mit dem Nannenpreis ausgezeichnete Snapchat-Reportage „Sachor jetzt“. In dieser Kategorie vergab die Akademie bereits zum zweiten Mal in Folge den Preis an Journalisten aus dem eigenen Haus. Im vergangenen Jahr wurde Bild-Chefreporter Paul Ronzheimer für seine Periscope-Reportage ausgezeichnet.

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