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Microsoft-Quartalszahlen: Die Cloudsparte liefert weiter

Der Turnaround läuft: Microsoft CEO Satya Nadella
Der Turnaround läuft: Microsoft CEO Satya Nadella

Solides Zahlenwerk von Microsoft: Der Redmonder Softwareriese traf mit seiner Bilanz zum dritten Geschäftsquartal im Fiskaljahr 2016/17 die Erwartungen der Wall Street. Die Umsätze zogen dank der LinkedIn-Übernahme um 8 Prozent an, während die Gewinne um 6 Prozent zulegten. Treiber der Geschäftsdynamik war erneut das Cloud-Geschäft, das um 11 Prozent wuchs. Die Microsoft-Aktie, die noch im Handelsverlauf neue Allzeithochs aufgestellt hatte, tendiert praktisch unverändert.

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Nie notierte die Microsoft-Aktie höher als heute: Nachdem der Windows-Hersteller im vergangenen Herbst nach 17 Jahren bei Kursen von 60 Dollar neue Allzeithochs aufgestellt hatte, fiel im Handelsverlauf unterdessen die Marke von 68 Dollar.

Die jüngsten Quartalszahlen, die das Dow Jones-Mitglied nach Handelsschluss an der Wall Street vorlegte, bewegten die Aktie unterdessen kaum, zumal sie weitgehend im Rahmen der Analystenerwartungen ausfielen.

„More Personal Computing“-Unit: LinkedIn treibt den Umsatz hoch

So konnte der nach Apple und Alphabet drittwertvollste Konzern der Welt für den Dreimonatszeitraum zwischen Anfang Januar und Ende März nach GAAP-Bilanzierungsstandard Umsätze von 22,1 Milliarden Dollar ausweisen und damit den Vorjahreswert immerhin um 8 Prozent übertreffen. Maßgeblichen Anteil daran hatte das übernommene Online-Business-Netzwerk LinkedIn, dessen Erlöse in Höhe von 975 Millionen Dollar erstmals in die Bilanz mit einflossen.

Während die Erlöse der „More Personal Computing“-Unit, in der die Windows-Verkäufe zusammengefasst werden, nun schon um 7 Prozent nachgaben, konnte sich das Productivity-Segment, in dem Office 365 und auch LinkedIn einfließt, über ein Umsatz-Plus von 22 Prozent freuen, das wegen der zusätzlichen Erlöse des Online-Business-Netzwerks überproportional groß ausfiel.

Cloud-Sparte bleibt Treiber der Geschäftsdynamik

Der eigentliche Treiber der Geschäftsdynamik bleibt indes die Intelligent Cloud-Sparte, deren Umsätze um 11 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar stiegen. Das Cloud-Flaggschiff Azure, das mit Amazons AWS-Sparte wetteifert, konnte um beachtliche 93 Prozent zulegen.

Nach Bilanzierungsstandard GAAP konnte Microsoft den Nettogewinn um 6 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar steigern. Auf Non-GAAP-Basis konnte der Software-Gigant einen Gewinnanstieg um 2 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar bzw. 0,73 Dollar je Aktie verbuchen und damit die Analystenschätzungen deutlich schlagen, die bei 0,70 Dollar je Anteilsschein gelegen hatten.

Die Microsoft-Aktie, die seit Jahresbeginn schon um 10 Prozent vorne liegt, reagierte nachbörslich auf die neue Quartalsbilanz kaum. Bei Kursen um 68 Dollar wird der Windows-Hersteller nun schon mit über 525 Milliarden Dollar bewertet.

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