Prozess wegen Brandanschlag auf Hamburger Morgenpost: Angeklagter belastet getöteten Komplizen

Boulevardjournalismus aus Hamburg – der Politikteil der Morgenpost entsteht bald aber in Berlin
Boulevardjournalismus aus Hamburg – der Politikteil der Morgenpost entsteht bald aber in Berlin

Im Prozess um die islamistisch motivierten Brandanschläge auf die Hamburger Morgenpost hat einer der vier Angeklagten einen inzwischen getöteten Komplizen als Hauptverantwortlichen bezeichnet. In der Befragung durch die Vorsitzende Richterin sagte der 22-Jährige am Montag: "Das war alles seine Idee."

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Gemeint ist ein junger Mann namens Bilal, der sich nach Informationen des Hamburger Verfassungsschutzes im Frühjahr 2015 dem Islamischen Staat angeschlossen hatte. Er war später unter ungeklärten Umständen gestorben.

Die Brandstiftung bei der Mopo erfolgte nur wenige Tage nach dem Terroranschlag auf die französische Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo im Januar 2015. Aktenregale gingen in Flammen auf, die Feuerwehr konnte aber Schlimmeres verhindern. Laut Anklage sollen die jungen Männer aus Verärgerung über Mohammed-Karikaturen gehandelt haben.

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