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„Einfach armseligst“, „Schmierblatt“: Til Schweigers bissiger Kommentar zur „Watergate“-Titelseite der Mopo

Im Watergate-Streit freut sich Til Schweiger: „Was für ein schöner Tag! Die Hamburger Morgenpost musste eine gerichtlich verfügte Gegendarstellung zu ihrer dämlichen Watergate-Geschichte abdrucken!“
Im Watergate-Streit freut sich Til Schweiger: "Was für ein schöner Tag! Die Hamburger Morgenpost musste eine gerichtlich verfügte Gegendarstellung zu ihrer dämlichen Watergate-Geschichte abdrucken!"

Via Facebook läutet Til Schweiger die nächste Runde im Leitungswasser-Streit mit der Hamburger Morgenpost ein. Nach dem die Mopo eine Gegendarstellung des Künstlers auf ihrer Titelseite drucken musste, diese mit einem gehässigen Seitenhieb jedoch gleich wieder kommentierte, legt der Schauspieler nach. Und sieht sich juristisch als klarer Punktsieger. Für die Zeitung hat er nur Verachtung übrig.

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Sein Posting vom gestrigen Abend beginnt den Worten: „Was für ein schöner Tag! Die Hamburger Morgenpost musste eine gerichtlich verfügte Gegendarstellung zu ihrer dämlichen Watergate-Geschichte abdrucken! Nicht auf Seite 7, sondern auf der Titelseite! Grosse Freude! Das macht Spass! Die wird auch nicht getrübt durch den beigefügten läppischen, kleingeistigen Kommentar dazu.“

Was war passiert? Am 23. Januar 2017 hatte die Morgenpost berichtet, dass Schweiger in seinem neuen Restaurant Barefood „Hamburgs teuerstes Leitungswasser verkauft“. Dazu stellte der „Tatort“-Kommissar und „Keinohrhasen“-Macher nun fest: „Ich verkaufe nicht das teuerste Leitungswasser Hamburgs“. Tatsächlich konnte Schweiger offenbar belegen, dass andere Lokale noch mehr Geld für ein Glas „Kraneberger“ aus der öffentlichen Wasserversorgung nehmen würden.

Statt die Gegendarstellung jedoch klaglos zu schlucken und abzudrucken, nutzten die Boulevard-Profis die gerichtliche Anordnung, um dem Schauspieler gleich noch einmal so richtig einen mitzugeben.

Unter der Überschrift Lieber Til Schweiger heißt es da:

Sie haben recht. Sie verkaufen in Ihrem Restaurant nicht Hamburgs teuerstes Leitungswasser. Sie verlangen nur 4,20 Euro für einen Liter Wasser aus dem Hahn, der eigentlich 0,4 Cent kostet. Aber immerhin: Nach unserer Berichterstattung haben Sie Ihre Speisekarte um den Hinweis ergänzt: „Fein gefiltertes Hamburger Trinkwasser“. Das ist schon mal ein Fortschritt.

Dieser Kommentar zur Gegendarstellung, die auf der Titelseite der Zeitung weit größer platziert war, ist der Anlass für die Schweiger-Einschätzung, dass es kein Journalismus, sondern „einfach nur armseligst“ sei. Weiter schreibt er in seinem Posting. „Aber auf der anderen Seite, was soll man von so einem Schmierblatt anderes erwarten? 🙂 Viel wichtiger ist, daß Klein- Herbert wieder aufgetaucht ist!“

Klein-Herbert ist, wie man in einem anderen Facebook-Posting des „Tatort“-Ermittlers lesen kann, der vier Monate alter Kater (British Shorthair) seiner Tochter Lilli.

Die Reaktion von Schweiger könnte darauf schließen lassen, dass er es im Streit mit der Hamburger Boulevard-Zeitung erst einmal gut sein lassen will. Juristisch gesehen könnte der Schauspieler wohl wiederum gegen die Mopo-Reaktion auf der Titelseite vorgehen und eine weitere, dann unkommentierte Gegendarstellung verlangen. Damit ginge der Zwist wiederum in eine neue Runde.

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