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„Lieber Til Schweiger, Sie haben recht“: So gehässig kontert die Mopo eine Titelseiten-Gegendarstellung

Die Hamburger Morgenpost streitet mit Til Schweiger über die Frage, wer in der Hansestadt das teuerste Leitungswasser verkauft
Die Hamburger Morgenpost streitet mit Til Schweiger über die Frage, wer in der Hansestadt das teuerste Leitungswasser verkauft

Während die Boulevard-Konkurrenz von der Bild am heutigen Mittwoch mit Strom-Abzocke aufmacht und sich der Kölner Express mit dem kommenden AfD-Parteitag beschäftigt, muss die Hamburger Morgenpost eine Gegendarstellung von Til Schweiger auf ihrer Titelseite drucken. Doch was machen die Hamburger? Sie nutzen die gerichtliche Anordnung, um dem Schauspieler gleich noch einmal so richtig einen mitzugeben. Ob Schweiger das klaglos hinnimmt?

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Die Gegendarstellung bezieht sich auf die Titelseite der Mopo vom 23. Januar 2017. Darin hatte die Morgenpost geschrieben, dass Schweiger in seinem neuen Restaurant Barefood „Hamburgs teuerstes Leitungswasser verkauft“. Dazu stellte der „Tatort“-Kommissar und „Keinohrhasen“-Macher nun fest: „Ich verkaufe nicht das teuerste Leitungswasser Hamburgs“. Tatsächlich konnte Schweiger offenbar belegen, dass andere Lokale noch mehr Geld für ein Glas „Kraneberger“ aus der öffentlichen Wasserversorgung nehmen würden.

Statt die Gegendarstellung jedoch klaglos zu schlucken und abzudrucken, mischten die Boulevard-Profis dem Schweiger einen Titel-Cocktail, der ihm wohl wiederum bitter aufstoßen wird.

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Unter der Überschrift Lieber Til Schweiger heißt es da:

Sie haben recht. Sie verkaufen in Ihrem Restaurant nicht Hamburgs teuerstes Leitungswasser. Sie verlangen nur 4,20 Euro für einen Liter Wasser aus dem Hahn, der eigentlich 0,4 Cent kostet. Aber immerhin: Nach unserer Berichterstattung haben Sie Ihre Speisekarte um den Hinweis ergänzt: „Fein gefiltertes Hamburger Trinkwasser“. Das ist schon mal ein Fortschritt.

Im Fußball würde man von Nachtreten sprechen. Im Kochjargon wohl eher davon, dass die Mopo Schweiger die Gegendarstellung versalzen hat. Im Juristen-Deutsch dagegen handelt es sich bei der Titelseite möglicherweise um eine „Herabwürdigung“ der Gegendarstellung. Sollte das so sein, könnte der Schauspieler und Regisseur dagegen wiederum vorgehen. Auch auf die Gefahr hin, dass der Streit für das Image seines Restaurants schädlicher sein dürfte als für die Mopo.

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