iPhone bei Teenagern so beliebt wie nie – doch Apple könnte beim iPhone 8 auf 3D-Sensor verzichten

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Das Warten auf das neue iPhone geht in die letzten Wochen © Apple

Das iPhone ist das Kultsmartphone schlechthin und erfreut sich so großer Beliebtheit wie nie – auch unter Teenagern. Zu diesem Ergebnis ist die Investmentbank Piper Jaffray in ihrer turnusmäßigen Untersuchung unter Jugendlichen aus den USA gekommen, der zufolge 76 Prozent der US-Teens ein iPhone besitzen. Mit dem iPhone 8 könnte sich der jugendliche Kundenstamm noch mehr ausweiten, wie Piper Jaffray berichtet. Für eine Hiobsbotschaft sorgte unterdessen die Investmentbank Needham, die im iPhone 8 das Fehlen des 3D-Sensors voraussagt.

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Dass das iPhone der Goldstandard unter den Smartphones ist, ist keine Neuigkeit. Im Weihnachtsquartal, dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017, konnte Apple 78,3 Millionen verkaufte iPhones ausweisen und damit sogar – für einen Dreimonatszeitraum – den weltgrößten Smartphone-Hersteller Samsung entthronen, der zwar mehr unterschiedliche Modelle verkauft, an denen er aber weitaus weniger verdient.

Immer wieder kritisch beäugt wird von Analysten unterdessen, welche Smartphones bei der jungen Zielgruppe im Trend liegen, schließlich gelten Teenager seit jeher als Trendsetter. Besitzt das iPhone nach inzwischen zehn Jahren nun noch die gleiche Anziehungskraft für Jugendliche?

So viele US-Teenager wie nie besitzen ein iPhone

Die Investmentbank Piper Jaffray, die den iKonzern seit Jahrzehnten detailliert analysiert, ist in einer neuen Studie zu einem klaren Ergebnis gekommen: Nie war das iPhone auch bei Teenager so beliebt wie heute!

Unter 5500 befragten US-Teens gaben 76 Prozent an, ein iPhone besitzen – das schlägt den Rekordwert von 74 Prozent vom dritten Quartal des vergangenen Jahres. Doch es könnte mit dem iPhone 8 noch besser werden: 81 Prozent der amerikanischen Jugendlichen gaben an, dass das nächste Smartphone ein iPhone sein dürfte – ebenfalls ein Rekordwert.

Needham: iPhone 8 kommt ohne 3D-Sensor für Gesichtserkennung

Die weiter steigende Begehrlichkeit hat einen augenscheinlichen Grund: Das generalüberholte iPhone 8, das in fünf Monaten auf den Markt kommen dürfte und seine Schatten längst vorauswirft.

Die neusten Gerüchte dürften Apple-Fans allerdings verunsichern: So berichtete die chinesische Wirtschaftszeitung Economic Daily News mit Verweis auf die Zuliefererkette vergangene Woche erst, dass sich das iPhone bis auf November verzögern könnte. Der Grund: Apple soll mit der Verfügbarkeit und Implementierung des 3D-Sensors zur Gesichtserkennung Probleme haben.

COO von Zuliefer Truly Holdings rechnet mit 3S-Sensor-Einsatz erst beim iPhone 8s im kommenden Jahr

Von diesem Gerücht hat auch die Investmentbank Needham gehört, die daraus allerdings andere Schlüsse zieht. Das iPhone 8 werde wie erwartet im September vorgestellt – allerdings in diesem Jahr ohne 3D-Sensor gelauncht, berichtet das Wirtschaftsmagazin Barron’s in seiner Online-Ausgabe.

Needham-Analyst Rajvindra Gill stützt sich dabei auf Informationen des Zuliefers Truly Holdings, dessen COO James Wong von Verarbeitungsproblemen des 3D-Sensors beim iPhone 8 spricht. Wong geht daher davon aus, dass Apple den 3D-Sensor als großes neues Feature erst beim iPhone 8s im zweiten Halbjahr 2018 zum Einsatz bringen werde.

Wall Street reagiert sensibel auf neuste Gerüchte

Die chinesischen Anbieter Huawei, Opposition und Vivo könnten Apple beim Einsatz des 3D-Sensors bei neuen Geräten, die Anfang 2018 vorgestellt werden könnten, damit zuvorkommen.

Im Zuge der jüngste Gerüchte gab die Apple-Aktie nach einem zwei Monate andauernden Höhenflug in den vergangenen Handelstagen erkennbar nach, konnte ihre Verluste im heutigen Handesverlauf aber auf 1 Prozent begrenzen.

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