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Neue Medienschelte: Donald Trump twittert wieder gegen die New York Times

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Spätestens seit der gescheiterten Gesundheitsreform befindet sich Donald Trump in der Defensive. Dem neuen US-Präsidenten, der als großer Reformer angetreten war, haben sogar die eigenen Parteigenossen die Gefolgschaft verweigert. Um in der schweren Stunde vom unglücklichen Auftakt seiner Präsidentschaft abzulenken, schießt sich Donald Trump auf Twitter auf seinen Lieblingsgegner ein: die New York Times.

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Der Fehlstart ist perfekt. Die Blamage der gescheiterten Gesundheitsreform, die unbewiesenen Abhörvorwürfe an die Obama-Administration, die ungeklärte Verbindung zu Russland im letzten Wahlkampf, das skurrile Zusammentreffen mit Angela Merkel – die ersten zwei Monate der Trump-Präsidentschaft sind chaotisch verlaufen.

„Die Kraft zu zerstören, ist viel größer als die Energie, etwas Neues aufzubauen“, stellt Reporter-Legende Dan Rather dem neuen Präsidenten alles andere als ein gutes Zeugnis aus.

Donald Trump macht unterdessen weiter wie bisher – im Wahlkampfmodus. Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ schießt sich der 70-Jährige auf Twitter auf seinen Lieblingsgegner ein – die New York Times. In gleich drei Tweets binnen 24 Stunden zieht Trump über die „Gray Lady“ her.

„Es würde der gescheiterten New York Times viel besser gehen, wenn sie ehrlich wäre“, wiederholte Trump gestern einen Dauervorwurf aus der Zeit des Wahlkampfs, diesmal eingerahmt von einem Artikel der konservativen Boulevardzeitung New York Post, die sich wieder einmal auf die Seite des neuen Präsidenten schlägt.

Heute ging es mit dem New York Times-Bashing mit einem anderen Mythos weiter: Dass sich die New York Times bei ihren Lesern nach Trumps überraschendem Wahlsieg entschuldigt habe. „Erinnert Ihr Euch noch, als sich die gescheiterte New York Times bei ihren Abonnenten direkt nach der Wahl entschuldigt hat, weil ihre Berichterstattung so falsch war? Jetzt ist sie noch schlechter“, twitterte Trump.

Allein: Die New York Times hat sich nie für ihre Berichterstattung entschuldigt, wie auch die Washington Post direkt an Trumps herausstellte. Im Editorial an die Leser hatte Herausgeber Arthur Sulzberger Jr.  lediglich erklärt, über den Wahlausgang reflektieren und sich auf die fundamentale Mission des Times-Journalismus besinnen zu wollen.

Doch Donald Trump legte in einem weiteren Tweet mit seiner Medienschelte noch einmal nach, ohne die New York Times beim Namen zu nennen: „Wenn die Menschen in unserem großartigen Land nur sehen könnten, wie ungenau und teuflisch über meine Administration von gewissen Medien berichtet wird“, twittert Trump in Richtung der „Fake News“-Medien.

Die unendliche Geschichte von „Trump vs. die Medien“ ist wieder einmal um ein Kapital reicher…

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