Apples iPhone 8-Superzyklus könnte laut JP Morgan noch größer ausfallen als bislang erwartet

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Der Countdown für das Jubiläums-iPhone beginnt zu ticken – auch an der Wall Street. Befeuert durch immer optimistischere Analystenschätzungen hat die Apple-Aktie 2017 bereits 20 Prozent an Wert gewonnen. Den Prognosen liegt die Annahme zugrunde, dass für Apple mit dem iPhone 8 ein neuer Superzyklus beginnt, in dem die Verkäufe signifikant anziehen dürften. JP Morgan-Analyst Rod Hall hebt seine Schätzungen für das Fiskaljahr 2018 auf 260 Millionen verkaufte iPhones an.

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Immer noch kein Ende von Apples im neuen Börsenjahr gestarten Traumlauf. Seitdem Tim Cook vor sieben Wochen Apples Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt hat, kennen die Anteilsscheine kein Halten mehr.

Knapp 22 Prozent hat die Apple-Aktie seit Jahresbeginn bereits zugelegt und dabei mehr als 120 Milliarden Dollar an Börsenwert hinzugewonnen – der Kultkonzern aus Cupertino bringt es nun bereits auf eine Marktkapitalisierung von 740 Milliarden Dollar. Bei aktuell 141 Dollar notiert der Techpionier an der Wall Street lediglich 2 Dollar unter den vorige Woche erneut verbesserten Allzeithochs.

Rod Hall: iPhone 8 startet Superzyklus

Treiber ist seit Wochen der nächste iPhone-Zyklus, auf den sich Analysten mit Mutmaßungen über die Spezifikationen und immer optimistischeren Schätzungen einstimmen. Katy Huberty von Morgan Stanley hat ihre These von einem „Superzyklus“ erst vergangene Woche gegenüber dem Finanznachrichtensender CNBC erneuert.

„Wir glauben nicht, dass der Superzyklus bislang vollständig eingepreist ist“, erklärte Huberty, die als eine der großen Stars der Finanzbranche gilt. Vollkommen Hubertys Meinung ist Branchenkollege Rod Hall vom Wall Street-Rivalen JP Morgan. Während die Morgan Stanley-Analystin für das Fiskaljahr 2018, das bei Apple traditionell bereits im Oktober beginnt, ein Absatzplus nach Einheiten von 20 Prozent auf 253 Millionen verkauften iPhones prognostiziert, ist Hall sogar noch optimistischer.

260 Millionen verkaufte iPhones im Fiskaljahr 2018 erwartet

Der JP Morgan-Analyst hob seine iPhone-Absatzschätzungen für das nächste Fiskaljahr von 245 auf 260 Millionen Einheiten an. Im vergangenen Fiskaljahr konnte Apple 212 Millionen iPhones verkaufen, musste damit aber den ersten Absatzrückgang seit dem Debüt 2007 hinnehmen.

Im laufenden Geschäftsjahr dürfte Apple trotz des starken Weihnachtsquartals bestenfalls auf Vorjahresniveau liegen, weil potenzielle Kunden in den kommenden Monaten ihre Käufe wegen des iPhone 8-Launches zurückstellen dürften. Apples bisheriger Verkaufsrekord liegt bei 234 Millionen abgesetzten iPhones im Fiskaljahr 2015.

iPhone 8 mit OLED-Display und 3D-Sensor erwartet

Hall begründet seinen Optimismus nicht nur mit den bahnbrechenden Neuerungen des neuen Apple-Smartphones, das nach Einschätzung des JP Morgan-Analysten auch iPhone Pro heißen könnte, sondern mit dem immer größeren Kundenstamm, der nach den minimalen Updates der vergangenen beiden Modelle iPhone 6s und 7 seine Käufe für ein generalüberholtes iPhone zurückgestellt habe.

Waren kurz vor dem iPhone 6-Launch im September 2o14 noch 542 Millionen iPhones aktiv in Betrieb, werde sich die iPhone-Kundenbasis bis September 2017 auf 1,14 Milliarden mehr als verdoppeln, rechnet Hall vor. „Ich glaube nicht, dass bislang hinreichend eingepreist ist, wie groß der Superzyklus ausfällt“, erklärte der Analyst gegenüber dem Finanznachrichtensender CNBC seine optimistische These, die er mit einer Anhebung des Kursziels von 142 auf 165 Dollar untermauert.

Das neue Flaggschiff-iPhone, das in der Phablet-Größe des iPhone 7 Plus auf den Markt kommen dürfte, werde laut Hall mit OLED-Display und 3D-Sensor für Gesichtserkennung ausgeliefert werden und eine drahtlose Ladefunktion besitzen, glaubt der JP Morgan-Analyst.

Einen Überblick über die neusten Gerüchte zum iPhone 8 finden Sie hier

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