„Lena Lorenz“ siegt mit besten Quoten seit zwei Jahren, „Lecker Schmecker Wollny“ versagt komplett

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RTL-II-Reihe "Lecker Schmecker Wollny"

Schöner Erfolg für das ZDF: Die Reihe "Lena Lorenz" gewann mit 5,26 Mio. Zuschauer und 16,5% - die besten Zahlen seit der Premiere vor fast zwei Jahren. Sat.1-Serie "Criminal Minds: Beyond Borders" startete unterdessen mit soliden unspektakulären Zahlen, bei RTL II floppte das Comeback von "Lecker Schmecker Wollny" überraschenderweise komplett.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. „Lena Lorenz“ siegt mit starken Zahlen, „maybrit illner“ ebenfalls top

5,26 Mio. Leute entschieden sich am Donnerstagabend also für den neunten „Lena Lorenz“-Film im ZDF. Der Marktanteil lag bei 16,5%. Beide Zahlen sind damit die besten für die Reihe seit der Premiere am 9. April 2015. Damals sahen 5,48 Mio. (17,6%) zu. Der Film besiegte damit auch den ARD-„Paschakrimi“ „Bierleichen“, den 4,18 Mio. (13,1%) einschalteten. Stärkstes Prime-Time-Programm der Privaten war „Der Lehrer“ von RTL mit 2,78 Mio. und 8,7%. Erneut stark war am späteren ZDF-Abend auch wieder „maybrit illner“ – mit 3,23 Mio. Sehern und 16,3%.

2. „Criminal Minds: Beyond Borders“ mit solidem Start, „Lecker Schmecker Wollny“ mit desaströsem Comeback

Einige Sender probierten es am Donnerstagabend mit neuen Programmen. So lief bei Sat.1 um 20.15 Uhr die US-Serie „Criminal Minds: Beyond Borders“ an. Insgesamt sahen sie 2,62 Mio. Leute, darunter 1,05 Mio. 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile von 8,2% und 9,5% sind okay, aber nicht gerade spektakulär. Bei RTL II startete nach der erfolgreichen ersten „Lecker Schmecker Wollny“-Staffel, die im vergangenen Sommer Marktanteile von bis zu 8,6% bei den 14- bis 49-Jährigen geholt hatte, nun die zweite – und floppte total. Ganze 330.000 14- bis 49-Jährige sahen um 21.15 Uhr zu – miserable 3,2%.

3. „Der Lehrer“ siegt gegen die „Topmodels“, „Nicht tot zu kriegen“ mit deutlichem Plus

Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann diesmal nicht „Germany’s next Topmodel“ den Donnerstag. Stattdessen lag RTLs „Der Lehrer“ knapp vorn: mit 1,93 Mio. jungen Zuschauern und gewohnt tollen 17,4%. ProSiebens „Topmodels“ erzielten mit 1,84 Mio. wegen der längeren Sendezeit 17,5%. Nach „Der Lehrer“ lief es auch für „Nicht tot zu kriegen“ besser als vor einer Woche: 1,34 Mio. und 1,11 Mio. 14- bis 49-Jährige entsprachen immerhin 12,1% und 11,4%. An das RTL-Normalniveau kam die Serie damit aber erneut nicht heran. Bei Sat.1 gab es nach den 9,5% für „Criminal Minds: Beyond Borders“ übrigens noch ähnliche 9,4% und gute 10,8% für zweimal „Criminal Minds“.

4. RTL II auch mit den „Kochprofis“ miserabel, Vox holt am Nachmittag bis zu 17,9%

Für RTL II lief es nicht nur um 21.15 Uhr mies, sondern auch schon vorher. „Die Kochprofis“ landeten mit 420.000 14- bis 49-Jährigen um 20.15 Uhr bei nur 3,7%. Vox und kabel eins landeten in der Prime Time mit Filmen hingegen über dem Soll: Vox mit „After Earth“ und 820.000 bzw. 7,6%, kabel eins mit „16 Blocks“ und 680.000 bzw. 6,3%. Sensationelle 17,9% erkämpfte sich Vox zudem am Nachmittag mit „4 Hochzeiten und eine Traumreise“: 570.000 14- bis 49-Jährige machten Vox damit um 16 Uhr zum klaren Marktführer. Danach gab es noch 540.000 und 13,9% für „Zwischen Tüll und Tränen“.

5. NDR punktet mit Afrika-Dokus, WDR mit „Ihre Meinung“-Talk

Abseits der großen acht Sender gab es in der Prime Time für einige öffentlich-rechtliche Sender ein Millionenpublikum. 1,24 Mio. und 1,09 Mio. Leute sahen die beiden „Länder – Menschen – Abenteuer“-Dokus im NDR Fernsehen – Marktanteile von 3,9% und 3,4%. Themen waren Tansania und Südafrika. „NDR aktuell“ erreichte um 21.45 Uhr noch 1,00 Mio. und 3,5%. Erstmals über der Mio.-Marke landete auch der WDR-Talk „Ihre Meinung“: Mit dem Thema „Wie gerecht ist Deutschland?“ lockte Bettina Böttinger um 20.15 Uhr 1,11 Mio. Leute – ein toller Marktanteil von 3,5%. Siebenstellige Zahlen gab es um 20.15 Uhr schließlich auch noch für „Tod in der Eifel“ bei zdf_neo: 1,12 Mio. Seher entsprachen 3,5%.

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  1. So läuft das in Deutschland und beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen: Sie entdecken Leute nicht mehr, sie fördern niemanden mehr, sie vergeben ihre Milliarden an immer dieselben, mit denen sie sich dann persönlich schmücken auf unendlich „wichtigen“ Preisverleihungen, zu denen sie in Kompaniestärke anreisen. Die Preisvergeber wiederum machen (Goldene Kamera, Bambi u.v.a.) – bis auf wenige – nur Eigen-PR und sind uninteressiert an Newcomern, die diese PR nicht bringen. So beschäftigen alle diejenigen, die sie selbst zu „Stars“ erklären und füttern sie mit fetten Honoraren statt Leute zu entdecken, die auf den Punkt passen. Patricia Aulitzky – Österreicherin wie Hans Sigl und sehr, sehr viele, die auf dem deutschen Markt mit den schlecht beschäftigten deutschen Darstellern und anderen konkurrieren, musste 37 werden, bis sie eine „Hauptrolle“ spielen durfte, die den Namen ihrer Figur trägt. Und plötzlich zeigt eine junge, heutige Frau ENDLICH dass selbstbewusst, weniger liiiiieb und nett sondern burschikos, kraftvoll, verlässlich, sportlich junge Frauen heute sind UND damit auch Quote bringen. Man kann nur immer wieder aufrufen und nicht aufhören, den Politikern und Rundfunkräten auf den Sack zu gehen und zu fordern: Renoviert den ör-Funk, zieht diesen Leuten, die dort in absoluter Sicherheit arbeiten dürfen, gut bezahlt sind und bis an ihr Lebensende Pensionen aus Rundfunkgebühren bekommen die Löffel lang für die unverschämte und jetzt auch nachweisliche Bevorzugung von Männern bei gleichzeitiger Diskriminierung von Frauen in allen Bereichen ihrer Film- und Fernsehproduktionen, siehe FFA-Studie und ProQuote-Informationen (http://www.proquote-regie.de/blickpunktfilm-unsere-antwort/).
    Sie alle haben als Rechtfertigung für ihren – im Gegensatz zu den Leuten, die Filme machen und ihnen (sic!) zu Preisen verhelfen – gesicherten Job und eine Monopolstellung die GESELLSCHAFTLICHE Aufgabe und Pflicht, Talente zu entdecken, sich andere Programme/Filme ANZUSCHAUEN und maximal vielen Chancen zu eröffnen statt zum hundertsten Mal (wie aktuell Herrn Ferch als Beispiel für hunderte) Leute mit mehreren über Jahre laufenden Reihen als Kommissar, Psychologe oder sonstigen Krimirollen zu versorgen ebenso wie die Männer-Produzenten und -Regisseure und Sendeplätze zu verstopfen. Und dann zu behaupten, man mache enorm viel Programm… Ja. das mag sein aber immer mit denselben Leuten. SOKOs und weitere Serien versorgen einige Handvoll Leute Jahrzehntelang mit Jobs und viel Geld. All diese verstopften Sendeplätze MÜSSEN zwingend in Abständen wieder frei werden. Wozu sollten die vielen Monopol-Versorgten in den Sendern sich wie Produzenten aufführen und auf Quoten starren, statt maximal vielen Menschen in der Branche adäquat zu den Budgets die sie haben, Arbeit zu geben. Davon hätten auch die Gebührenzahler mehr, wenn viele von ihnen Arbeit hätten statt das Geld weiter in längst richtig reiche Darsteller, Regisseure und Produzenten zu stopfen. Komme mir keiner damit, da würde über Jahrzehnte ständig sensationelle Qualität hergestellt, die nur diejenigen bringen, die dort genauso lange arbeiten. DAS könnten sehr Schauspieler genauso!! Wie lautet die Aufgabenstellung aller Beschäftigten in den Sendern: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat den verfassungsrechtlich vorgegebenen Auftrag, einen Beitrag zur individuellen und öffentlichen Meinungsbildung zu leisten und so zu einem funktionierenden demokratischen Gemeinwesen beizutragen. Da steht nichts davon, Kartelle zu bilden, ständig dieselben zu beschäftigten und reich zu machen und auf – meist PR-getriebene – Preise zu spekulieren. Noch etwas steht da: Mit seinen Programmangeboten soll er „zur Information, Bildung, Beratung, Kultur und Unterhaltung einen Beitrag zur Sicherung der Meinungsvielfalt und somit zur öffentlichen Meinungsbildung“ leisten. Grundversorgung meint, dass ein flächendeckender Empfang genauso gewährleistet sein muss wie ein vielfältiges Programmangebot. Fehlt nur noch, dass die Politik sich endlich um diese Verkrustungen, Selbstbeweihräucherungen, horizontal verstopfen Strukturen kümmert, die einige wenige zu vielbeschäftigten Millionären machen und den Rest einer riesigen Branche links liegen lassen und schlecht bezahlen. Beim ZDF legen zwei ganz normale Mitarbeiter die Gagen fest ohne vorhandene Regelung, ohne Kontrollmechanismen oder Überprüfung. Ganz wie bei Königs: Daumen hoch, Daumen runter.

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