Ronan Farrow über Journalismus in der Ära Trump: „Junge Reporter haben Ehrfurcht abgelegt“

Ronan Farrow (r.) will der Politik Trumps nicht nur Negatives abgewinnen – zumindest für den Journalismus
Ronan Farrow (r.) will der Politik Trumps nicht nur Negatives abgewinnen – zumindest für den Journalismus

Der amerikanische TV-Reporter Ronan Farrow kann den Anfeindungen von US-Präsident Donald Trump gegen die Presse auch positive Seiten abgewinnen. "Eine junge Generation von Journalisten ist gerade dabei, über soziale Medien und Blogs einen aggressiveren Ton anzuschlagen", sagte der 29-Jährige am Mittwochabend bei einer Veranstaltung in Berlin.

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„Junge Reporter haben eine gewisse Ehrfurcht abgelegt, die lange bei traditionellen Medien herrschte“, sagte Farrow. „Nur mit Zähigkeit, Akribie und der Besinnung auf unsere Aufgaben können wir etwas gegen die Stimmung unternehmen, die gerade in meinem Land gegen Medien geschürt wird“.

Und weiter: „Wir werden zu Unrecht als Prügelknaben missbraucht. Das Publikum ist aber schlau genug, dieses Spiel zu durchschauen und zu wissen, dass wir keine Fake News produzieren.“

Der Sohn der Schauspielerin Mia Farrow und des Filmregisseurs Woody Allen gilt als einer der profiliertesten jüngeren Journalisten der USA. Nach Jura-Studium und einer Blitzkarriere als Berater des früheren Präsidenten Barack Obama und Außenministerin Hilary Clinton hat sich Farrow beim TV-Sender NBC einen Namen beim als Investigativreporter gemacht.

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