Kinderkanal KiKa feiert 20. Geburtstag und lädt ins „Baumhaus für Erwachsene“ bei Facebook Live

Der Kinderkanal (KiKa) hat in 20 Jahren nicht nur Kultfiguren wie Bernd das Brot hervorgebracht
Der Kinderkanal (KiKa) hat in 20 Jahren nicht nur Kultfiguren wie Bernd das Brot hervorgebracht

Am 1. Januar 1997 ist das erste junge Angebot der Öffentlich-Rechtlichen an den Start gegangen. Damals wie heute ist der Kinderkanal, besser bekannt als KiKa, ein stets kompetenter aber niemals komplizierter Kommunikationskanal für Kinder. Daran will der Sender auch zum 20. Geburtstag festhalten – und nun auch noch Fernsehen für Erwachsene machen.

„Funk: Das junge Angebot von ARD und ZDF geht an den Start“, war vor einem halben Jahr zu lesen. Dabei ging das erste junge Angebot von ARD und ZDF eigentlich bereits vor 20 Jahren on air: Am 1. Januar, 8 Uhr, begann der Kinderkanal – besser bekannt als KiKa – seinen Siegeszug durch die deutschen Kinderzimmer. Formate wie „Die Sendung mit der Maus“ (WDR), „Löwenzahn“ (ZDF) und das „Sandmännchen“ (MDR/rbb/NDR) sind mittlerweile moderne Klassiker, die nicht nur jedes Kind kennt.

Unterhaltung mit Information und Wissen mit Spaß – die Programmphilosophie für Kinder zwischen 3 und 13 Jahren ist einfach, aber erfolgversprechend: Mit einem Marktanteil von 19,7 Prozent (in der relevanten Zielgruppe) landet das bundesweite Netzwerk aller öffentlich-rechtlichen Kinderprogrammredaktionen in Deutschland nur knapp hinter Spitzenreiter SuperRTL (20,6 Prozent). „Kinder fühlen sich hier medial zu Hause und gleichzeitig setzen die Erwachsenen großes Vertrauen in KiKa“, erklärt die ARD-Vorsitzende Karola Wille den Erfolg des Kinderkanals. Ein geradezu makelloser Ruf, der durch einen Skandal um Millionen-Veruntreuungen beim KiKa zwar gelitten – aber durch professionelle Aufarbeitung nach wie vor Bestand hat.

Der Heimatbegriff kommt nicht von ungefähr: Was damals noch willkürlich verstreut in zahlreichen Programmen der Öffentlich-Rechtlichen gesendet wurde, hat bei KiKa schließlich ein Zuhause gefunden. „Wenn. Dann. Den“ – damals nicht nur ein Sendermotto, sondern auch eine Ansage von Überzeugungstätern. „Engagierte Programmmacher mit viel Herzblut für gutes Kinderfernsehen haben über Jahre Kindheiten geprägt und Zuschauer beim Aufwachsen begleitet“, sagt KiKa-Programmgeschäftsführer Michael Stumpf. „Auch wenn sich die Kindheit und das Kindsein seit dem Sendestart von KiKa 1997 in Teilen stark verändert haben, so sind es doch noch immer die zeitlos guten Geschichten, die unsere Zuschauer zwischen Eroberungsdrang und Identitätssuche berühren.“

Dazu zählen nicht nur heiter bis spannende Soaps wie „Schloss Einstein“ (1998) oder „Die Pfefferkörner“ (1999) und unterhaltsame Spiel-Shows wie der „Tigerenten Club“ (1997). Sondern auch und vor allem das Medienmagazin „Trickboxx“ (1999) oder „logo!“ (1998), die erste Nachrichtensendung für Kinder. Immer kompetent, aber niemals kompliziert werden Kinder über die Kommunikationskanäle auf eben jene vorbereitet. Besonders „logo!“ genießt auch unter Eltern und Erwachsenen einen guten Ruf, behandelt die Nachrichtenlage selbst in Zeiten von Terror leicht verständlich. Im Netz fährt KiKa sogar mit einer Mediathek und einem Diskussionsforum auf. Praktisch-orientierte Medienkompetenz für Einsteiger.

„Dennoch darf sich der öffentlich-rechtliche Kinderkanal auf seinem Erfolg nicht ausruhen“, sagt ZDF-Intendant Thomas Bellut. „Auch in Zukunft wird die permanente Veränderung zu unserer modernen Medienwelt gehören.“ Im Jubiläumsjahr will KiKa daher nicht nur mit Fortsetzungen erfolgreicher Formate (u.a. „Die beste Klasse Deutschlands“, „1, 2 oder 3“ oder „Teletubbies) oder Bernd das Brot als Rausschmeißer zum Sendeschluss um 21 Uhr auffahren, sondern auch im Netz angreifen.

Mit „Baumhaus für Erwachsene“ startet der Kinderkanal Ende März erstmals ein Format für Eltern und Erzieher – bei Facebook Live. „Wir geben Tipps zur Mediennutzung, beantworten Fragen zum Programm, schaffen Orientierung in der Medienwelt“, so Programmgeschäftsführer Stumpf. „Hier bringen Singa und Juri, die Moderatoren der ersten Stunde, mal die Eltern und nicht die Kinder ins Bett.“

Alle Kommentare

  1. Ich vermute mal, Autor Florian Schillat ist jünger oder ähnlich jung wie der KiKa? „Die Sendung mit der Maus“ (gibt es seit 1971), „Löwenzahn“ (seit 1981), das „Sandmännchen“ (seit 1959) – und u.a. auch „logo!“ (1988) – sind nicht „mittlerweile moderne Klassiker“, sondern waren es bereits, als der KiKa an den Start ging.

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