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Fischer, Frauen und die taz: Thomas Fischer zur Geschichte eines gescheiterten Interviews

BGH-Richter und Zeit-Kolumnist Thomas Fischer: Wie es kam, dass die taz kein Interview mit ihm druckte
BGH-Richter und Zeit-Kolumnist Thomas Fischer: Wie es kam, dass die taz kein Interview mit ihm druckte

Die taz veröffentlichte in ihrer vergangenen Wochenendausgabe einen offenen Brief an den BGH-Richter und Zeit-Online-Kolumnisten Thomas Fischer. Darin erzählt die taz-Autorin Simone Schmollack, wie sie ein Interview mit Fischer über sein Frauenbild führte, das anschließend aber nicht veröffentlicht wurde. Angeblich, weil Fischer die Autorisierung verweigerte. Für MEEDIA hat Thomas Fischer seine Sicht auf den Vorgang aufgeschrieben.

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Ein Gast-Beitrag von Thomas Fischer

Haben Sie, MEEDIA-LeserInnen, die „taz am Wochenende“ (am 18. März 2017) gelesen? Gekauft? Oder wenigstens, dem Twitter-Ratschlag der Journalistin Simone Schmollack folgend, bei Ihren Nachbarn ausgeliehen? Auf Seite 26 finden Sie (oder darf ich ausnahmsweise sagen „findet Ihr“?) den aufrüttelnden Bericht dieser Journalistin über ihren gescheiterten Versuch, den Kolumnisten als das zu entlarven, was ihr, wie sie berichtet, „im Liegen“ vorschwebte.

Heraus kamen knallharte Erkenntnisse: Bei der Gestaltung des höchstpersönlichen Arbeitsplatzes des Kolumnisten drehe sich alles um denselben. Ja Wahnsinn! Die kritische Metaphorik zeigt der geneigten taz-Leserin, dass es Frau Schmollack wirklich ums Ganze geht. Andere ihrer Erkenntnisse sind weniger rührend; selbst die Chance auf eine halbwegs strafbare Verleumdung hat sie sich nicht entgehen lassen.

Ihrem Text ist jedenfalls zu entnehmen, sie sei davon betört gewesen, dass man ihr mit normaler Freundlichkeit begegnete und auch auf schlichteste Fragen vernünftige Antworten zu geben versuchte. Auch ein „Bürohaus mit bodentiefen Fenstern“ beeindruckte die Reporterin. Ihre Erwähnung des Bürohaus-Architekten Egon Eiermann trägt freilich ein eher kuckuckshaftes Gefieder: Wer das war, musste der Verzehrerin eines halben Glases „Bitte-nur-Leitungswasser“ bei der Inspektion grundlegend erklärt werden, einschließlich so unbekannter Begriffe wie „Gedächtniskirche“ und „Bauhaus“. Aber auch die Feministin auf der Pirsch lernt ja gern dazu, und wenn sie schlau ist, baut sie die Erkenntnisse des Wegesrands auch gleich ein. Wer weiß, wozu es gut ist! 

Ein bisschen grenzwertig natürlich die halbgar-verschwiemelte Verleumdung, das Opfer der Recherche habe sich Vermögenswerte „ein bisschen ergaunert“; dies sei aber „eine andere Geschichte“. Darüber wird, „mit herzlichen Grüßen“, zu sprechen sein.

Am Anfang

Zurück zum Anfang. Alles begann damit, dass die Journalistin mitteilte, man habe sie beauftragt, ein „Portrait“ des Kolumnisten zu verfassen. Hierzu sei ein ausführliches Gespräch erforderlich, möglichst am Wohnsitz des zu Portraitierenden. Als Thema wünschte sie sich „Das Frauenbild von Fischer“: einen Bereich, der von der Forschung noch unberührt ist und dem kritischen Journalismus die maximale Enthüllung versprach.

So reiste man „geschmeidig“ an, wurde begrüßt, wie es sich gehört, und erlangte drei Stunden freundliche Aufmerksamkeit. Der Ablauf der Fragen, welche die Rechercheurin sich im Liegen ausgedacht hatte, deutete in seinem ritualisierten Beharren auf der Wiederholung des immer gleichen Vorurteils schon früh darauf hin, dass die in den Fragepausen gegebenen Antworten das Bewusstsein der Forscherin nicht erreichten. Kuchen-Angebote wie Grüntee jeder Art verfehlten ihre korrumpierende Wirkung; ein halbes Gläschen Leitungswasser pro 360 Minuten musste der verkrampften Kämpferin reichen.

Am Abgrund

Kaum war das Gespräch geführt, sollte  es – jetzt aber mal eine ganz neue Format-Idee – als Interview veröffentlicht werden. Allerdings brachte die Verschrifterin eine autorisierbare Fassung nicht zustande, so lange sie auch rätselte, imaginierte und kürzte. Frau Schmollack findet es seither „leider üblich hierzulande“, dass das Opfer eines Interviews frecherweise das Recht hat, der Veröffentlichung tendenziös zusammengeschreibselter  Auszüge die Autorisierung zu verweigern. Ich finde diesen Umstand eher beruhigend.

Das Versemmeln eines Interviews ist ja nun nicht weiter schlimm und passiert jedem und jeder Journalistin einmal. Deshalb ist der Umstand, dass dieser Erfahrung im gendermäßig beispielhaften Zentralorgan der Pressefreiheit eine ganze Seite in der schlichten Gestalt eines „offenen Briefs“ gewidmet wurde    bis hin zur peinlichen Zitierung von E-Mail-Anreden und der Offenbarung einer Journalistin, was sie ihrem unwilligen Opfer „wirklich übel nimmt“ –, ein deprimierendes Dokument zum Stand journalistischer Selbstgewissheit. Glauben Sie mir: Wahrlich nicht aus Überhebung. Sondern als Verzweiflung über die bedenkenlose Selbstgerechtigkeit von Menschen, die sich Wahrheitssucher nennen und doch gar nichts wissen wollen.

Sagen wir es vereinfacht: Die Interviewerin reiste mit einem Haufen alberner Vorurteile im Gepäck an, kriegte nicht die Antworten, die ihr zur Bestätigung ihrer Stereotype geeignet erscheinen, und trat deshalb beleidigt und ziemlich unterirdisch nach. So weit, so gut. Journalisten sind so neutral, intelligent und souverän wie Fußballfreunde, Musikkritiker, Paläontologen, Orthopäden oder Richter.

Wenn Sie das nicht glauben, schauen Sie bitte einmal (wieder) den Film „Extrablatt“ an (USA 1974; Regie Billy Wilder; Darsteller Lemmon, Matthau, Sarandon, Gardenia u.a.). Tun Sie sich den Gefallen, dabei einmal – nur probeweise! – anzunehmen, dies sei entgegen landläufiger Meinung gar keine „unverwüstliche Komödie“ aus dem Slapstick-Stadel, sondern der dunkle Ruf aus einer Zeit, da sich ernsthafte Menschen noch Sorgen über die Verzweiflung an der Wahrheit  machten. 

Am Computer

Die Journalistin Schmollack verschriftete eine Mischung aus (angeblichen) Fragen und (angeblichen) Antworten, die weder der Erinnerung noch der Intention des von ihr Vernommenen entsprach. Der bot ihr daher an, ein ganz normales schriftliches Interview zu führen. Das war der Dame aber auch nicht recht. Daher drohte sie, die furchtbare Weigerung des Kolumnisten nun aber mal „juristisch prüfen zu lassen“ und gegebenenfalls nun erst recht ein super-entlarvendes Portrait zu schreiben. Das scheint allerdings auch wieder nicht geklappt zu haben. Übrig blieb das „Liebes Tagebuch!“- Textlein vom 18.März.

Am Ohr der Zeit

Daher nun also, exklusiv für „Er packt noch eins drauf“-Leserinnen, die leicht gekürzte Version des sensationellen taz-Gesprächs der Journalistin Simone Schmollack mit dem Kolumnisten, live aus dessen 24 Quadratmeter großen Büro mit zentralem Computer, bequemem Besuchersessel und bodentiefen Fenstern. Aus den zur Verfügung stehenden vier (!) Varianten des Interview-Textes habe ich diejenige ausgewählt, die von der Redakteurin mit folgenden Worten übermittelt wurde: „Lieber Herr Fischer! Ich finde den Text stark, er liest sich locker und flüssig weg, Sie kommen mit Ihrer Sprachkraft und Ihren Ansichten gut durch“:

Schmollack: Herr Fischer, lassen Sie uns über Ihr Verhältnis zu Frauen sprechen.

Fischer: Ein erstaunliches Thema.

Schmollack: Finden Sie?

TF: Ich schreibe mir da keine übermäßigen Kompetenzen zu. Das ist in etwa so, als würden Sie mich bitten, über mein Verhältnis zu Indianern zu reden.

Schmollack: Sie schreiben ständig über Frauen.

TF: Ich schreibe ständig über Frauen und Männer. Manche Menschen meinen rätselhafterweise, ich hätte ein problematisches Verhältnis zu Frauen.

Schmollack: Viele Leserinnen und Leser Ihrer Kolumne „Fischer im Recht“ auf Zeit Online empfinden Sie als frauenfeindlich.

TF: Manche finden das, ja. Aber es trifft nicht zu.

Schmollack: Dann lese ich Ihnen mal vor, was Sie so geschrieben haben: Das Model Gina-Lisa Lohfink verdiene ihr Geld mit dem „Vorzeigen von dicken Silikonbrüsten“. Einer Journalistin, die auf Brigitte.de über den Lohfink-Prozess geschrieben hat, sprechen Sie „simpelste Einsichten des Verstandes“ ab, und dass das „irgendwie aus den Hormonen“ kommen müsse.  Das empfinden Sie nicht als frauenfeindlich?

TF: Ich verwende in meinem Kolumnen gelegentlich Begriffe, Formulierungen und Assoziationen, die auf den ersten Blick irritieren und über die man nachdenken muss.  Manchmal sind  Stilsprünge dabei, von denen ich annehme, dass die Leute darüber stolpern. Ihre beiden Beispiele sind geradezu klassische Vorbilder dafür. Das ist unfreundlich, hat aber mit dem Geschlecht der betreffenden Person nicht das Geringste zu tun.

Schmollack: Ihnen geht es um Provokation um jeden Preis?

TF: Natürlich nicht. Ich bin allenfalls etwas ironisch.

Schmollack: In der Regel auf Kosten von Frauen.

TF: Ach was. Würde ich über die Chippendales schreiben …

Schmollack: … die Tanzrevue, bei der sich Männer vor meist weiblichen Publikum ausziehen … 

TF: … würde ich schreiben, dass sie ihr Geld damit verdienen, dass sie sich fast nackt auf Tische stellen und von besoffenen Frauen Geldscheine in die Unterhose stecken lassen. Das ist nicht „männerverachtend“, sondern die Wahrheit.

Schmollack: Es ist ein Unterschied, ob man sachlich formuliert, dass sich jemand „Geld in die Unterhose stecken lässt“ oder ob man sexualisierend von „dicken Silikonbrüsten“ spricht.

TF: Weder das eine noch das andere ist das, was ich persönlich als gelungenen Lebensentwurf bezeichnen würde. Frau Lohfink hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie davon lebt, ihre künstlich aufgeblasenen Brüste und Lippen und sich selbst als Schauobjekt zur Verfügung zu stellen.

Schmollack: Jede Frau kann mit ihren Brüsten machen, was sie will.

TF: Ebenso wie jeder Mann mit dem Inhalt seiner Unterhose. Ich habe doch gar nichts gegen Silikonbrüste. Ich habe auch nichts gegen Frau Lohfink. Wenn Menschen mit dem Vorzeigen von überdimensionierten Geschlechtsmerkmalen und vorgetäuschten Signalen sexueller Verfügbarkeit Geld verdienen, liegt der Skandal nicht bei ihnen, sondern bei der Gesellschaft, die dies honoriert. 

Schmollack: Warum schreiben Sie dann so verächtlich über sie?

TF: Ich schreibe über Frau Lohfink in keiner Weise „verächtlich“. Das einzige, was mich an ihr stört, ist, dass sie sich im Verfahren um ihre angebliche Vergewaltigung als Vorzeige-Opfer hat inszenieren lassen.

Schmollack: Mit Männern gehen Sie feinfühliger um.

TF: Finde ich nicht.

Schmollack: Den Strafverteidiger und Schriftteller Ferdinand von Schirach bezeichnen sie lediglich als „Tausendsassa aus Berlin“.

TF: Herr vor Schirach tanzt nicht auf Tischen, sondern schreibt Theaterstücke. Daher habe ich auch nur das zu behandeln. Männer behandle ich in der Kritik nicht anders als Frauen.

Schmollack: Wie würden Sie reagieren, würde man Sie wegen Ihres Äußeren herabwürdigen?

TF: Ich werde ständig wegen meines Äußeren kommentiert, angegriffen, beurteilt. Manche Menschen meinen, ich sei zu dick. Seit Jahren gibt es kaum einen Presseartikel über mich, in dem nicht über mein Äußeres berichtet wird, als gebe dies Aufschluss über meine Ansichten. Ich bin zwar schon auf die Idee gekommen, dies sei „Fischer-feindlich“, aber noch nicht darauf, es sei „männerfeindlich“.

Schmollack: Verletzt Sie das nicht?

TF: Das ist mir egal. Über meine Körperlichkeit verhandle ich nicht mit Idioten. Ob mich irgendwelche Männchen im Fitness-Rausch oder faltige Frührentner als „massig“ oder als „Buddha“ veralbern, ist nicht mein Problem.

Schmollack: Die Autorin Carolin Emcke haben Sie wegen Ihres Lesbisch-Seins angegriffen und ihr eine „penetrante Opfersolidarität“ vorgeworfen. Sind Sie homophob?

TF: Ich habe noch nie im Leben jemanden „wegen ihres Lesbisch-Seins“ angegriffen. Mich hat es gestört, dass sich Frau Emcke in ihrer Dankesrede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels hinstellte und sagte: Ich hatte und habe ein schweres Leben, weil ich lesbisch bin. Wenn ihr bei diesem ehrenvollen Anlass nichts Besseres einfällt, als über sich zu reden und nicht über Menschen, denen es unvergleichlich viel schlechter geht als ihr, dann finde ich das peinlich.

Schmollack: Carolin Emcke hat an ihrem eigenem Leben verdeutlicht, dass Homosexuelle in Deutschland noch immer nicht vollständig gleichgestellt sind. Was ist daran falsch?

TF: Ich mag dieses Tremolo nicht, diese Rührung über sich selbst. Carolin Emcke gehört einer Gruppe akademisch gebildeter lesbischer Frauen in hohen Positionen an, die relativ wenig diskriminiert ist.

Schmollack: Die WDR-Moderatorin Bettina Böttinger musste wegen ihrer sexuellen Identität ganz schön einstecken. Sie spricht sogar von homophobem Bashing im Kollegenkreis ihr gegenüber.

TF: Da haben Sie Recht. Diesen Fall haben ich übersehen. 

Schmollack: Liest Ihre Frau Ihre Kolumnen?

TF: Je nachdem, ob sie Zeit und Lust hat.

Schmollack: Und was sagt sie dazu?

TF: Sie findet sie gut. Das tun im Übrigen auch viele Feministinnen, mit denen ich gut befreundet bin.

Schmollack: Feministinnen sind mit Ihnen befreundet?

TF: Ich bin mit vielen Menschen befreundet, darunter Feministinnen, Lesbierinnen, Schwule, Veganer, Bielefelder. Sie finden in der Regel, dass ich ein ziemlich netter Mensch bin.

Schmollack: Die Spiegel-Kolumnistin Margarete Stokowski hat sich öffentlich gegen Ihre sexistischen Äußerungen gewehrt. Darauf haben Sie wiederum reagiert. Macht so was Spaß?

TF: Frau Stokowski hat sich nach meiner Ansicht nicht „gewehrt“, sondern in einer rechtspolitischen Frage eine andere Meinung vertreten als ich. Ich habe ihr Buch „Untenrum frei“ gelesen und finde, dass es viele richtige Beobachtungen enthält (…). Ich bin eingeladen worden, mit Stokowski öffentlich zu diskutieren. Das habe ich abgelehnt.

Schmollack: Warum? Sie hätten sich einen schönen Schlagabtausch auf Augenhöhe liefern können.

TF: Was soll das bringen? Ich bin nicht an „schönen Schlagabtauschen“ interessiert. Frau Stokowski schreibt über sich. Diese hochpersonalisierte Form finde ich jugendtypisch und  problematisch. Wenn jemand sagt: Mein Leben ist ein Beleg für den Zustand der Gesellschaft, empfinde ich das als ein wenig überzogen.

Schmollack: Wie finden Sie es, wenn über Männer als „testosterongesteuert“ geschrieben wird?

TF: Personalisiert zutreffende Kritik finde ich gelegentlich gut. Manchmal werden allerdings Personen öffentlich demontiert, die das in der Sache nicht verdient haben (…). Rainer Brüderle zum Beispiel …

Schmollack: … der frühere FDP-Vizefraktionschef im Bundestag, der 2013 wegen sexistischer Sprüche gegenüber einer jungen Journalistin kritisiert wurde.

TF: Ich habe an Herrn Brüderle nicht erkennen können, dass er ein Frauenverächter sei. Für  seinen Spruch „Sie können ein Dirndl auch gut ausfüllen“ wurde er meines Erachtens in übertriebener Weise öffentlich geschlachtet.

Schmollack: Altherrenwitze sind nicht sexistisch?

TF: Das ist doch damit nicht gemeint. Die Welt ist voll von Altherren- und Altfrauenwitzen. Wenig ist mir so zuwider wie Altherren-Humor, und das schon seit 40 Jahren. Vermutlich hätte ich mich über Herrn Brüderles Spruch echauffiert, als ich 25 Jahre alt war. Aber jetzt bin ich 63 und denke: Es wird so viel dummes Zeug geschwätzt. Soll er doch einen dummen Spruch machen.“

Am Ende

Das war’s. Es folgten sodann eine nochmals gekürzte Version des Interviewten und sein Angebot, die Sache auf professionelle Weise abzuwickeln. Die menschenfreundliche Kämpferin für das „Recht jeder Frau, mit ihren Brüsten zu machen, was sie will“, kündigte  eine „juristische Prüfung“ an. Dann schrieb sie den schnuckeligen Brief an einen gewissen „Lieber Thomas Fischer“.

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Alle Kommentare

  1. Mir wurde im Journalismus-Studium in dem Medienrecht-Modul beigebracht, dass es zwar Usus sei, Interviews freigeben zu lassen, aber keinerlei rechtliche Verpflichtung dazu bestehe. Fischers Beitrag (verstehe ich das richtig?) liest sich aber so, als sei das durchaus Pflicht. Ich habe die Unterlagen nicht zur Hand; kann mich jemand aufklären?

    1. In der TAZ sind die Kommentarfunktionen wohl geschlossen.
      Als juristische Vollwaise bin ich der Meinung, ein Interview ist ein Interview. Punkt. Nach meinem Eindruck arbeiten sich in der TAZ und hier einige Persönlichkeiten an Frau Schmollack ab.
      Sie ist ihm wohl auf den Leim gegangen.

  2. € 274.000 verdient(e) der Herr Fischer so nebenbei per anno ‚dazu‘.
    Reife Leistung? Warum wird der Bote erschlagen?
    Dieses gebündelte süffisante Geschwurbel des Obersozi lawandorder + Co. verursacht Brechreiz.

    1. die lügenpresse ist sich noch nicht einig, ob der Bonus irgendeines „obersozi“ – und wenn ja: welches – 12 Millionen Euro oder 12.000 Rupien betrug, und die Bundesregierung hat leider auch noch niemals nichts über das Jahr 2016 berichtet, am allerwenigsten Frau Sch.
      macht aber nichts, Hauptsache mal rausgehauen.
      274.000 Euro verdient der durchschnittliche deutsche Immobilien-Erbe übrigens pro Monat, und zwar im Schlaf. Und zahlt davon nicht 120.000 Euro Steuern. das aber nur mal so am Rande. beim nächsten mal wenden wir uns dann dem einkommen von Mittelfeldspielern der 2. Bundesliga zu. Und von Geschäftsführern kleiner mittelständischer Unternehmen für Kartonagen oder Herings-Konserven.
      tf

  3. Coole Idee, bei Meedia einen Gastbeitrag zu schreiben. Darf ich im Gegenzug einen Tag als Gastrichter beim BGH absolvieren?
    Ich habe den Text hier gerne gelesen und wundere mich kein Stück über die Geschichte unterhalb geschriebener Worte: Interviews, die Gestaltung von Kontakt und die grundsätzliche Haltung, mit der man Gesprächspartnern begegnet, sind für viele Journalisten meiner Wahrnehmung nach echte Entwicklungsfelder.
    Liebe Grüße übrigens.
    Christopher Lesko

  4. Musste spontan an eine Satire von Kishon denken, die ich als Kind gelesen habe: Ein unbedarfter Journalist interviewt einen Schauspieler (?), der mit Engelsgeduld die dümmlichen Fragen über sich ergehen lässt. Im veröffentlichten Interview sind dann die Rollen vertauscht, die Fragen sind professionell, die angeblichen Antworten wirr und überheblich. Damals kam mir das übertrieben vor.

    Schön beobachtet: „Frau Stokowski schreibt über sich. Diese hochpersonalisierte Form finde ich jugendtypisch und problematisch. Wenn jemand sagt: Mein Leben ist ein Beleg für den Zustand der Gesellschaft, empfinde ich das als ein wenig überzogen.“ – Margarete Stokowski hat früher nämlich selber für die taz geschrieben, und tatsächlich ist Egozentrismus für diese Zeitung symptomatisch. Der, ähh, „Kulturteil“ spiegelt vor allem die Vorlieben der Redaktion wieder, und weiter hinten gibt es einen „Ausgehen und Rumstehen“ bezeichneten Teil, in dem wechselnde Angehörige allen Ernstes aufschreiben, was sie so am Wochenende gemacht haben („Wie waren…“, „Berghain!“, „Danach gingen wir…“ usw.). Bei aller partiellen Wertschätzung – bin selber Abonnent – ist das Schülerzeitungsmäßige immer wieder mal peinlich. Und dämliche Fragen stellen können dort auch andere Damen: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5377450&s=Der+Faschismus+starb+nicht+aus/

    1. Max Goldt hat das auch mal geschildert: wie eine unbedarfte „Journalistin“ des Berliner „tip“ angeblich einen britischen Pop-Superstar keck interviewt hatte, …was in Wahrheit wohl so entstand, dass sie sich ihre „kecken“, mutigen, bohrenden Fragen erst hinterher am Schreibtisch ausgedacht hatte.

  5. Das ist ein typisches Problem, wenn die absolutistisch anmutende Logik einiger „Feministinnen“ auf jemanden trifft, der die Meinungsfreiheit hochhält. Seine Darstellungen sind teilweise (bewusst) überzeichnet und polemisch, der Kern ist jedenfalls wahr. Diese Beschreibung macht ihn nicht zum „Sexisten“, ein Stigma, welches man niemandem auf Grund einzelner – zumal aus dem Zusammenhang gerissener – Aussagen anheften sollte.

    Die Fragen sind zudem tendenziös. „Frauen“ spielten in weniger als geschätzt 5 % seiner Artikel eine Rolle.

    Einerseits ging es um die Verschärfung des Sexualstrafrechts. Jene wird von vielen Strafrechtsexperten und Professoren als kritisch empfunden; weil keine Gegenargumente gefunden wurden, wurde ihm plump und begründungslos Frauenfeindlichkeit unterstellt. Strafrecht darf aber eben nicht nur das Opfer in den Blick nehmen, sondern ist in erster Linie dem Rechtsstaatsprinzip verpflichtet. Er musste dabei mit der genannten Spiegel Kolumnistin diskutieren, die völlig falsch interpretierte Statistiken aufwärmt.

    Andererseits ging es um die #GinaLisa Fall, die von Medien und Ministern als opfer inszeniert wurde, da ihre Fall zur politischen Durchsetzung der obigen Reform taugen sollte, obwohl keinerlei Zusammenhang bestand. Sie wurde wegen falscher Verdächtigung verurteilt, ihre Berufung scheiterte krachend. Fischer hakte ein, weil Medien vielfach ohne Sach-, Rechts- und Aktenkenntnis von einem Fehlurteil sprachen, ohne zu wissen, wie das Urteil überhaupt lauten wird.

  6. Ganz ehrlich, heute noch von Zeitungen zu schreiben bzw. in solchen Blättern zu veröffentlichen zeigt wie indoktriniert unsere Gesellschaft mittlerweile ist. Würden wir Zeitungen haben, gebe es eine neutrale, und objektive Berichterstattung, und niemand, würde sich mit einer Sache gemein machen, auch nicht mit einer vermeintlich guten. Mir persönlich ist es zuwider sich um ein Komma, oder einen Punkt zu streiten, während uns im Westen entgeht, bzw. dass es zusammenhänge gibt zwischen den westlichen illegalen Kriegen, Drohnen und Bombeneinsätzen auf dieser Welt, und den Terroranschlägen im Westen. Wie indoktriniert muss eine Gesellschaft sein, dieses zu leugnen? Das unser relativer Wohlstand im Westen auf Lebenslügen beruhen, tatsächlich haben schon immer illegale Kriege, Kolonialismus, Ausbeutung und Ressourcenverschwendung dazu gehört. Wir im Westen also eine erhebliche Mitschuld an Flüchtlingen und Terroranschlägen im Westen haben? Terrorismus ist der Krieg der Armen gegen den reichen Westen mit seinen gerade einmal 10% der Weltbevölkerung, welcher noch immer den Rest der Welt als seine Kolonien betrachtet und auch so behandelt.

  7. die vorurteilsfreie, strategisch begabte Journalistin hat sicher schon ein juristisches Gremium für die angekündigte „juristische Prüfung“ in petto. Und Gadamer (“ halbwegs strafbare Verleumndung“) : T.F. wird sich hüten eine Vorverurteilung vorzunehmen, weil er befangen ist und nicht zuletzt auch deswegen weil die Abgrenzungsproblematik der Beleidigungsdelikte eine der diffizilsten im Strafrecht ist, die sich nur absoluten Fachleuten erschliesst, in keinem Fall aber jemandem, der Verleumdung noch nicht einmal richtig zu schreiben in der Lage ist.

  8. Auch brillinat: Der Strafechtler am BGH a.D.in spe der immer groß darin war andere für juritisches Halbwissen zu verspotten spricht nun von einer „halbwegs strafbaren Verleumndung“. Wann hören wir mehr vom BGH zu dieser neuen Strafbarkeit „halbwegs“?

    1. „Halbwegs“ ist hier genau die richtige Formulierung, weil erst eine präzise Klärung die Frage nach einer Strafbarkeit beantworten könnte. Fischer ist schon erfahren genug, in eigener Sache nicht Rechtsgültigkeit für seine Sicht der Dinge zu beanspruchen. Und Ihnen, Gadamer, sei der gelegentliche Gebrauch des Kommas doch sehr ans Herz gelegt.

      1. Als Ergänzung sei vllt. Thomas Kapielskis – „Alter Gadamer“ empfohlen. So viel Hermeneutik darf zu diesem Käse schonn sein. Bon appetit.

  9. Warum war es Herrn Fischer denn nicht möglich, die hier veröffentlichte Interview-Version gegenüber Frau Schmollack zu autorisieren?

  10. Warum war es Herrn Fischer denn nicht möglich, die hier veröffentlichte Interview-Fassung zu autorisieren?

  11. Lieber Thomas Fischer,

    ich würde Sie gerne interviewen.
    Als Thema wünsche ich mir „Das Bielefeldbild von Fischer“.

    Herzliche Grüße (und Ihr Artikel hat mir heute den Tag gerettet),
    eine teilvegane, feministische, allerdings heterosexuelle Bielefelderin, die findet, dass Sie ein ziemlich netter Mensch sind

  12. Und wieder einmal frage ich mich, warum hat hier niemand frühzeitig auf die Bremse getreten?
    Eine handwerklich offenbar nicht oder schlecht ausgebildete taz-Mitarbeiterin befragt einen ihr offenbar sprachlich und intellektuell überlegenen Juristen mit Semi-Promi-Status zu Themen, deren Evidenz unklar ist.
    Das Ergebnis ist ein mäßig unterhaltender Austausch von Texten. Unsicherheit und journalistisches Versagen versus Eitelkeit verpackt als vermeintlich feministische Vorwärtsstrategie versus Kompetenzbestätigungswortgeklingel.
    Where is the beef?
    Ein schlichtes NEIN in der taz-Redaktionskonferenz oder ein NEIN von Herrn Fischer zum Interview-Ansinnen hätten uns den ganzen Quatsch erspart.

    1. Der ganze Quatsch ist durchaus unterhaltsam.

      Und zur Kompetenz von Schmollack – mein Tipp, sie war das beste Aufgebot der Taz (vermutlich).

      1. Dass dieser Quatsch unterhaltsam war, sehe ich auch so. Er war aber auch aufschlussreich – nicht nur, was das Niveau der Taz betrifft, sondern als langsame Selbstdestruierung jenes Prenzlberg-Schickeria-Designs, das die Grünen als Vermarktungsmaske bei ihrer Anpassung an eine neoliberale Hegemonialpolitik für ihre politische Substanz eingetauscht haben.

        Kurz durften sie mitmischen, weil durch die Reduktion ihrer Politik auf einen ästhetischen Schein sich die Verwandlung einer relativ egalitären Gesellschaft in eine hierarchisch verwaltete und ökonomisch asymmetrische fließende Einheit eines konzernregierten Europas ohne Widerstand durchsetzen ließ.

        Jetzt, wo die Leute, die Asymmetrie bemerkend, die Prenzlberg-Ästhetik nicht mehr als hip finden, hat der Bauer seine Schuldigkeit getan und kann abtreten.

        Der „ganze Quatsch“ mag deshalb ein Oberflächengeplänkel sein, aber er zeigt eine Symptomatik auf, anhand derer sich durchaus Tiefenanalyse betreiben lässt.

    2. Der Quatsch sagt über die Beteiligten durchaus einiges aus. Und in Schmollacks Manier, Fischers Sentenzen über Frau Lohfink auf Frauen allgemein zu beziehen, wird damit auch über die Gesamtgesellschaft Erhellendes mitgeteilt.

  13. Es gab schon derart meisterlich und sensibel geführte Gespräche mit Herrn Fischer — augenhöher ging es gar nicht —, dass Frau Schmollack sich vielleicht deshalb für das Genre des Offenen Briefes entschied.

    Bin nun neugierig, welche Konsequenzen ihre Bemerkung hat: „Das [Bürohaus] haben Sie sich, so munkelt man, ein wenig ergaunert, indem Sie die letzte Rate nicht bezahlen wollten.” Da ist womöglich Unterfutter nachzuliefern.

  14. drei kleine Bemerkungen: 1) Die Fragen der taz-Frau sind jämmerlich einfältig. b) Herr Fischer hätte nach der dritten sagen sollen: es reicht. c) Herr Fischer sollte als aktiver Bundesrichter sich nicht öffentlich so kraß (wie hier und sonst in der Zeit) äußern, wie er es liebt, sondern das niveaulose, leierhafte Talk-Niveau meiden und sich, bitte, einfach zurückhalten.

    1. Die Fragen von Schmollack sind das Ergebnis eines abgedichteten Bewußtseins postfaktischer Rufmord-terroristinnen ohne Gewissen.

      Der offene Brief Schmollacks i d taz ist das abscheuliche Tun u Handeln sexistische verbale Übergrifflichkeiten zu erfinden u vorzutäuschen u Herrn Fischer zu diffamieren. Das nenne ich Geschlechtsrassismus einer hardcoreFeministin, also viel kriminelle Energie einer antisozialen Persönlichkeit.

      Womit und warum soll er sich denn zurückhalten, der aus meiner Sicht sehr nette Herr Fischer?

  15. Ich selbst habe es als Kolumnist (u.a. B.Z.) so häufig erlebt, wie Leser nur etwas anlesen – selbst sofort in ihre eigene Überzeugungs-Schublade sortieren, ohne meine bewusst exakten und wohlüberlegt genauen Formulierungen zu lesen. Teilweise kommen sie dadurch zu Einschätzungen meines Textes, die das Gegenteil des Ausgedruckten sind.
    Dinge wurden mir da unterstellt, die grotesk waren.
    Aber dieser Mechanismus ist den Umständen geschuldet, daß die Aufmerksamkeit auf einen geschrieben Text mit all seinem kreativen Wortwitz, Assoziationsketten, schalkhaften Provokationen nur noch wenige Leser erreichen, da die Schnelllebigkeit von optischen Reizen im Net eine Konzentration auf Hintergründe und assoziative Verknüpfung offenbar ausgerottet hat.

    Ich habe es allerdings auch erlebt, daß ein junger Mann mich in der U-Bahn ansprach und mir voller Freude einen sehr alten Text aus meiner Kolumne im Stadtmagazin [030] wortwörtlich rezitierte und mir damit mitteilte, wie wichtig ihm meine Gedanken-Tornados gewesen seien.
    Damit hat er mir gleich zwei Erkenntnisse vermittelt:
    1) Wir selbst schreiben in die dunkle Masse und bekommen Feedbacks erst später wenn wir schon wieder bei anderen Themen sind. Die Tatsache aber, daß alles, was wir medial aussenden, auf einen Menschen treffen kann, der dies materiell in Synapsenverknüpfungen dauerhaft im Langzeitgedächtnis abspeichert und wir dafür eine Verantwortung tragen!
    2) Es daher nicht nur darauf ankommt, so viele wie möglich zu erreichen. Es kommt auf diese wenigen Menschen an, die wir wirklich erreichen.
    Und das tun Sie!

  16. Ich hab‘ so Angst, dass der meedia-Server sich in den kommenden Tagen in Rauch auflöst, wenn all die Wüteriche von ZON jetzt hierhin pilgern…
    _____________________________
    Aber zum Artikel: Wenn man ein Hammer ist, sieht eben alles aus wie ein Nagel. Der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit ist schon deshalb kurios, weil keine Frau auch nur annähernd das abbekommen hat, was der paramilitärische Polizeigewerkschafter einzustecken hatte. Gleichberechtigung heißt eben auch, Frauen keinen generellen Welpenschutz zu gewähren.

    Was für eine selten clevere Idee von Frau Schmollack, einem der besten Juristen des Landes zu unterstellen, er hätte sich sein Haus ergaunert; insbesondere dann, wenn das nach eigener Aussage nicht Gegenstand des Gesprächs war. Aber jederfraus eigene Sache, wie viel ihr eine solche Gehässigkeit wert ist.

    1. …und dass sie den Architekten Eiermann nicht kannte, „Gedächtsniskirche“ und so einiges andere wohlbekannte ihr auch erst erklärt werden musste… Wunderbar!
      Eben eine Journalistin. Mit Jodeldiplom.
      Ein Sprich- resp. Schimpfwort geht ja nicht umsonst so: „Dumm wie drei Journalisten.“

  17. Danke – Das macht die Sache rund.

    Beim Lesen des Briefes – wobei ich aus dem Prusten Lachen
    & Kopfschütteln nicht herauskam – beschlich mich eine Erinnerung!
    An eine vergleichbare Kopfschußschreibe in – Die Zeit – in den 70ern.
    Zwar der etwas anderen Art – aber ähnlich tödlich.
    „Helmut – du wirst dich nicht erinnern“- himmelte Theo Sommer als Chefredakteur schleimig dreist-distanzlos des langen & des breiten seine Ikone Helmut `Schnauze`Schmidt an.
    Die LeserbriefeAbteilung ließ es sich nehmen – über ein – zwei Wochen –
    weit besser geschiebene Persiflagen einzurücken, die ihrererseits eine Flut von zustimmenden höhnischen Kommentaren zur Folge hatten.
    kurz – Das Ende der als seriös geltenden Zeit dieses Herrn als Journalist.
    http://www.taz.de/!5050336/
    Für mich macht die hier kolportierte – andere Seite – Text wie Umstände –
    In ähnlicher Weise – endgültig „den Sack zu!“
    Es spricht allerdings viel dafür – daß Frau Schmollack solches verborgen bleiben wird – wie ihrem Hausblatt – dem selbsternannten
    Linken Portal taz ebenfalls.
    But – So what!

  18. Diese Angelegenheit macht deutlich, dass Ironie, und schon gar eine intelligent beißende wie die des Herrn Fischer, gemeinhin nicht verstanden wird. Das ist schade.
    Hätte die taz-Autorin zugehört, was und wie Herr Fischer antwortete, es verstanden und sich dann von ihren Vorurteilen und Klischeevorstellungen gelöst und andere Fragen gestellt, hätte die taz ihren Lesern womöglich ein famoses und gehaltvolles Interview servieren können. Verpasste Chance.
    Was ich mich frage: Nach Lektüre aller Kolumnen von Thomas Fischer ist nichts übrig geblieben als „Silikonbrüste“ und „testosterongesteuert“? Das finde ich – gelinde gesagt – höchst erstaunlich.

  19. Sehr geehrter Herr Fischer,

    das, was Sie hier abdrucken lassen, können unmöglich zweieinhalb Stunden Gespräch sein. Daher frage ich mich: Was verstehen Sie unter ‚leicht gekürzt‘?

  20. Herr Fischer, Chapeau. Bisher waren Sie mir eher unsympathisch, diese Replik auf den peinlichen offenen Brief der taz-Frau ist jedoch einfach göttlich…

  21. Ja, ja, Interviews mit der taz – sagt einer, der selbst Erfahrung damit hat. Interessant wäre es, die erste Fassung des Interviews zu sehen und mit dem zu vergleichen, was daraus geworden ist.

  22. Lieber Herr Fischer!

    Nein, ich habe die taz vom 18.3.17 nicht gelesen – offensichtlich hab ich dabei aber was versäumt, jedenfalls: hab keine Ahnung wozu ein offener Brief an irgendeinen lieben Thomas Fischer dort abgedruckt wurde. Vor allem wozu.
    Aber nun lese ich Ihre Sicht der Dinge, also über ein Interview mit Ihnen, das eine gewisse Schmollack machte, machen ließ, oder wie auch immer. Bei der Gelegenheit ist der Professionellen wohl der Interviewleitfaden abhanden gekommen und tatsächlich in die Hose geflutscht. Worum ging es nochmal? Um ein Porträt? Von Schmollack? Ja, das ist Ihnen gut gelungen;-) jetzt weiß ich welches kastrierte Männerbild die Dame in sich trägt, wenn sie ständig an Lohfinks überdimensionierte u gesundheitsschädliche Plastikgspaßlaberln (Original Wiener Ausdruck) oder Emckes Homosexualität oder Derartiges scharf nachdenkt. Ein klein wenig ganz normaler und psychisch gesunder Penisneid unter echten Feministinnen oder wie ich ihn zelebriere, ist harmlos dagegen, sag ich nur.
    Ich musste jedenfalls sehr herzlich und viele Tränen lachen. Ihre Abgeklärtheit muss doch wirklich zum Zähne ausbeissen sein für eine Frontkämpferin für ein Selbstbestimmungsrecht aller echten und unechten Brüste aller Frauen.
    Herzlichen Dank und viele Grüße
    Geierwalli05

  23. „Haben Sie, MEEDIA-LeserInnen, die „taz am Wochenende“ (am 18. März 2017) gelesen? Gekauft? Oder wenigstens, dem Twitter-Ratschlag der Journalistin Simone Schmollack folgend, bei Ihren Nachbarn ausgeliehen?“ Der Spruch war nicht schlecht, Herr Fischer. (Die Auflage der TAZ beträgt knapp 50 000 Exemplare).

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