Preis könnte bei über 300 Millionen Euro liegen: Axel Springer soll Idealo und Ladenzeile zum Kauf anbieten

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Axel Springer will sich offenbar von den Mehrheitsbeteiligungen an den Preisvergleichsportalen Idealo und Ladenzeile trennen. Das berichten die Online Marketing Rockstars in Berufung auf den Venture-Capital-Experte Sven Schmidt. Demnach suche die Investment-Bank GCA Altium nach potenziellen Käufern. Axel Springer selbst wollte sich zu den Gerüchten gegenüber MEEDIA nicht äußern.

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Derzeit lote die Investment-Bank mehrere Kaufoptionen aus, so Schmidt in der neusten Folge des Podcasts der Online-Marketing-Rockstars. Entweder übernehme ein Käufer beide Portale gleichzeitig oder die Unternehmen werden getrennt voneinander veräußert. Dies hänge von der Nachfrage ab.

Im Jahr 2006 hatte der Medienkonzern 74,9 Prozent der Anteile an Idealo übernommen. Dieser Dienstleister kaufte 2011 schließlich die Mehrheit an der Visual Meta GmbH, zu der unter anderem die Produktsuchmaschine Ladenzeile gehört. In den ersten Jahren soll die beiden Web-Dienste auch erhebliche Gewinne erwirtschaftet haben. Schmidt sprich von bis zu  40 Millionen Euro bei Idealo und 20 Millionen für Ladenzeile. Nach Änderungen im Google Algorithmus sein der Traffik und damit auch die Einnahmen jedoch zurückgegangenen sein.

Warum Axel Springer die Preisvergleichsportale veräußern wolle, kann der Experte nicht mit Sicherheit erklären. „Ich kann mir die Entscheidung für den Verkauf nur damit erklären, dass Axel Springer zuletzt vom Börsenmarkt Gegenwind bekommen hat“, so Schmidt im ORM-Podcast. Der Konzern könne damit demonstrieren, dass er sich wieder auf sein Kerngeschäft fokussiert, nämlich Werbevermarktung und Kleinanzeigen. Der Preis für den Verkauf könnte zwischen 300 und 500 Millionen Euro liegen, spekuliert Schmidt.

Axel Springer selbst wollte nichts zu den Gerüchten sagen. Auf Anfrage von MEEDIA teilte eine Springer-Sprecherin mit: „Wie gewöhnlich werden wir uns zu Spekulationen und Marktgerüchte nicht äußern“.

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