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Enttäuschendes Comeback für „Rach – Der Restauranttester“, „Hart aber fair“ mit besten Quoten seit Oktober

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Christian Rach

Geht seine Zeit im deutschen Fernsehen zu Ende: Christian Rach, nach einigen ZDF-Flops nun mit seinem ehemaligen Erfolgsformat "Rach - Der Restauranttester" wieder bei RTL, war bei seinem Comeback nicht sonderlich erfolgreich. Nur 1,17 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen am Montag zu - blasse 11,4%. Im Gesamtpublikum gab es nur 8,7%. Die Prime-Time-Siege holten sich stattdessen ZDF-Film "Zweimal lebenslänglich" und "The Big Bang Theory".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. „Rach – Der Restauranttester“ nur noch ein Schatten vergangener Zeiten

2,62 Mio. Leute interessierten sich am Montag für die erste neue „Rach – Der Restauranttester“-Episode nach rund vier Jahren. Der Marktanteil lag bei blassen 8,7%, die Sendung landete nur auf Platz 16 der Tages-Charts. Und das, obwohl „Wer wird Millionär?“ vorher noch 4,15 Mio. (12,7%) einschalteten. Bei den 14- bis 49-Jährigen schalteten nur 1,17 Mio. „Rach“ ein, die 11,4% liegen klar unter dem RTL-Normalniveau von 12,5%. Zum Vergleich: In seinen Hochzeiten erzielte „Rach – Der Restauranttester“ Marktanteile von bis zu 25,6%, auch in der bislang letzten Staffel gab es bis zu 23,0%. Quoten, die nun erstmal nur noch ein Traum für die Reihe sind.

2. „Big Bang Theory“ gewinnt im jungen Publikum souverän, „Hawaii Five-O“ steigert sich auf Rekord

Völlig chancenlos war RTL am Montagabend bei den 14- bis 49-Jährigen wieder einmal gegen ProSiebens „The Big Bang Theory“: 1,79 Mio. (17,6%) sahen die Erstausstrahlung um 20.15 Uhr, 1,40 Mio. bis 1,56 Mio. (13,2% bis 14,2%) danach die drei Wiederholungen. Nicht nur „Rach“ verlor damit gegen die Serie, auch „Wer wird Millionär?“ blieb mit 1,14 Mio. und 10,8% klar dahinter. Vor RTL schob sich auch noch die Sat.1-Serie „Lethal Weapon“, die in der vergangenen Woche mit nur noch 8,6% erstmals unter die 10%-Marke gefallen war. Diesmal sahen mit 1,18 Mio. wieder deutlich mehr junge Menschen zu, die 11,4% sind sogar ein neuer Rekord für die Serie.

3. ZDF siegt mit Film-Wiederholung, „Hart aber fair“ holt beste Quoten seit Oktober

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Den Tagessieg im Gesamtpublikum holte sich am Montag die 20-Uhr-„Tagesschau“ des Ersten mit 5,71 Mio. Zuschauern und 18,6%. Um 20.15 Uhr lag hingegen das ZDF vorn: mit dem Drama „Zweimal lebenslänglich“, das 5,20 Mio. (16,0%) einschalteten. Der Film aus dem Jahr 2015 hatte im April 2016 schon bei der Erstausstrahlung auf arte für gute Quoten gesorgt, immerhin 890.000 (2,9%) sahen ihn dort. Hinter „Wer wird Millionär?“ (4,15 Mio. / 12,7%) folgt in den Tages-Charts der ARD-Talk „Hart aber fair“. Mit dem Thema „Hier Freiheit leben, dort Erdogan wählen – wie passt das zusammen?“ lockte Frank Plasberg 3,97 Mio. Zuschauer an – ein toller Marktanteil von 12,9%. Das sind die besten Quoten seit Oktober, als die Sendung im direkten Anschluss an den Fernsehfilm „Terror“ über den Film diskutieren und abstimmen ließ. Eine reguläre „Hart aber fair“-Sendung erreichte zuletzt 2015 mehr Zuschauer.

4. Erfolgreiche „Reimanns“ bei RTL II

Bei den drei Sendern der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich die RTL-II-Soap „Die Reimanns“ an die Spitze. Immerhin 770.000 14- bis 49-Jährige schalteten sie um 20.15 Uhr ein – starke 7,4%. „Traumfrau gesucht“ stürzte im Anschluss um 22.15 Uhr hingegen ab: mit ganzen 280.000 auf 4,0%. Halbwegs solide 6,4% und 6,0% gab es bei Vox für „Goodbye Deutschland!“, ebenfalls halbwegs solide 5,2% bei kabel eins für „Einsame Entscheidung“. Dort steigerte sich „Hard to Kill“ um 22.50 Uhr mit 280.000 jungen Zuschauern auf 6,4%.

5. „Inspector Barnaby“ besiegt auf zdf_neo Vox, RTL II und kabel eins

Der stärkste der kleineren Sender war am Montagabend zdf_neo. 1,68 Mio. sahen dort um 20.15 Uhr „Inspector Barnaby“. Damit landete die Krimiserie im Gesamtpublikum sogar noch vor Vox, RTL II und kabel eins. Eine weitere Folge sahen um 21.55 Uhr 1,45 Mio. Leute, die Marktanteile der beiden Episoden lagen bei 5,2% und 7,0%. Ebenfalls 5,2% gab es vorher schon mit 1,50 Mio. „Bares für Rares“-Sehern. Über die Mio.-Marke sprang in der Prime Time auch noch das NDR Fernsehen mit „Markt“ (1,24 Mio. / 3,8%) und den „Tricks der Waschindustrie“ (1,04 Mio. / 3,2%), knapp darunter blieb u.a. Sport1 mit der Zweitliga-Partie Fortuna Düsseldorf – Eintracht Braunschweig (910.000).

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Alle Kommentare

  1. Na.. kaum schreibt man davon… schon kündigt die ARD Herrn Klare und Frau Kroymann an. Soeben im ZDF am Montag als Mörder und Mutter… jetzt am Freitag als Mann mit Kinderwunsch und als Mutter, die ihn „unter Druck setzt“ (sic!) weil sie sich ein fremdes Enkelkind ausgesucht hat. Und so nölt Herr Klare an seine „Karriere-Frau“ ran („hochkarätig“ hahaha und grade total „in“, Franziska Weisz). Und sicher, ganz sicher wird sie geläutert auch ein Baby wollen, wenn sie ihre psychischen Barrieren aus der Kindheit (sic!) überwinden kann. Denn nur dann kann „frau“ glücklich sein. Alles klar? Ist DAS das Frauenbild, das uns die ‚gesellschaftlich relevanten Sender-Filme‘ vermitteln sollen? Gestern wars die vom Mann abhängige Koschitz mit der bösartigen Mutter (und ebenso bösartigem Vater). Schwachsinn!

  2. Ich bin nur froh, dass der ZDF-Film trotz „Natur im Ersten“ max 16 % erreicht hat. Sonst kommen sie noch auf die Idee, die Gebühren zahlenden Zuschauer wollen sich zum hundertsten Mal eine konstruierte Geschichte (verurteilter Mörder – Frau mit biestiger Mutter ohne jedes Selbstbewusstein ist total abhängig von dem Mann mmpff) anschauen, die nichts mit unserem Leben zu tun hat. Wer braucht sowas, was soll Frau Koschitz noch alles im selben Frauentyp-Einerlei spielen – mal hat sie Krebs, mal einen Mörder-Mann. Wer Interviews liest, wie sie sich freuen (auch Klare werden wir jetzt ganz oft sehen), dass der Regisseur (lotet psychische Tiefen aus) schon zum xten Mal so eine Geschichte mit ihnen „erarbeitet“, wie lange sie proben, sich einbringen dürfen und wie viele Angebote ihnen auf die Tische flattern aus denen sie dann auswählen können (weil Produzent und Regie beim Sender mit den „Richtigen“ bessere Chancen haben) fragt sich, was ist los in dieser Fernseh-Landschaft? Hier die „hochkarätigen“ (Hauptwort in entsprechenden Pressemeldungen) mit viel Zeitpolster erarbeiteten Filme und deren Regisseure, Produzenten und Darsteller. Dort der Unterhaltungsbäbä mit den „Parias des öffentlich-rechtlichen Fernsehens“. Wie kann das sein bei dem Bürger finanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehen, dass man ausgerechnet sie die Branche so aufteilen lässt – auch bei ihren elitären Veranstaltungen im kleinsten Kreis auf Filmfesten? Die Macht von ganz wenigen Leuten in veralteten Sender-Strukturen, die über einen riesigen Markt und unendlich viele Menschen bestimmen, ist viel zu groß und völlig unkontrolliert. Wie so manche Unfähigen an die Macht kommen und über Jahrzehnte bleiben ist genau so unerträglich.

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