Politischer Podcast soll noch im März starten: SpOn-Chefredakteurin Barbara Hans geht auf „Stimmenfang“

Spiegel Online-Chefredakteurin Barbara Hans steuert zum Wahljahr 2017 ein Audio-Format namens „Stimmenfang“ bei
Spiegel Online-Chefredakteurin Barbara Hans steuert zum Wahljahr 2017 ein Audio-Format namens "Stimmenfang" bei

Innovationsfieber an der Ericusspitze: Erst stieß die neue Spiegel Online-Chefredakteurin Barbara Hans das staaten- und medienübergreifende journalistische Flüchtlingsprojekt „The New Arrivals“ an, jetzt plant die Journalistin, den digitalen Ableger des Spiegel um ein weiteres Angebot auszubauen. Noch im März soll die Webseite einen politischen Podcast mit dem Namen „Stimmenfang“ bekommen.

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Seit Dezember vergangenen Jahres ist Barbara Hans neue Chefredakteurin von Spiegel Online. Zunächst hat sie nach dem überraschenden Ausscheiden von Florian Harms ihre eigene Führungsmannschaft zusammengestellt. Nun arbeitet die promovierte Politikwissenschaftlern daran, das journalistische Angebot des digitalen Ablegers des Spiegel zu vertiefen. So startete die 35-Jährige Anfang März das staatenübergreifende Gemeinschaftsprojekt „The New Arrivals“. Zusammen mit dem britischen Guardian, der französischen Zeitung Le Monde und dem spanischen Titel El Pais berichtet Spiegel Online hier über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien.

Jetzt plant Hans, die politische Berichterstattung auf Spiegel Online auszuweiten. Noch im März will die Webseite einen politischen Podcast unter dem Namen „Stimmenfang“ starten. Nach Informationen von MEEDIA handelt es sich hierbei um ein wöchentliches Audioformat für alle Politikinteressierten. Es soll rund 15 bis 20 Minuten lang sein. Zu hören sind hier Geschichten, Reportagen und Interviews. Der Zeitpunkt für den Start des Podcast ist naheliegend: Im September findet die mit Spannung erwartete Bundestagswahl statt. Der Spiegel-Verlag bestätigt auf MEEDIA-Anfrage das SpOn-Vorhaben.

Mit dem politischen Podcast will die reichweitenstarke Webseite zudem auch neue Werbekunden ködern, die in das Audioangebot eingebunden werden sollen, heißt es in Vermarktungskreisen. Denn Spiegel Online sucht seit Längerem nach weiteren Erlösquellen, um den Digitalumsatz zu steigern. Dazu gehören beispielsweise neue Abomodelle, da die Webseite mit ihrem bisherigen Paid-Content-Modell Laterpay gescheitert ist. Zudem hofft Verlagschef Thomas Hass, ab Mitte des Jahres mit der digitalen Tageszeitung Spiegel Daily Kasse zu machen. Rückläufige Auflagen des Printobjektes und nachlassende Vermarktungserlöse belasten seit Jahren Umsatz und Ertrag des einst von Rudolf Augstein gegründeten Medienunternehmens.

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Alle Kommentare

  1. Hier schon vorab eine Ergebnis-Übersicht des Projekts „The New Arrivals“:

    Die Willkommenskultur ist ziemlich okay, wenngleich noch ausbaufähig. Manche Deutschen sind nett, manche weniger, eine bräunliche Minderheit ist feindselig. Deutsche Sprache schwere Sprache, Kinder lernen sie schnell. Vieles ist gewöhnungsbedürftig, nicht nur der Karneval.

    Mit Arbeit läuft fast nichts, höchstens zu Niedriglöhnen, was jedoch auch für viele Einheimische gilt. Erst in zweiter Generation werden sich die Milliarden für die New Arrivals amortisieren. Bis dahin gelten sie einigen Unverbesserlichen als Konkurrenz um Jobs und Sozialleistungen.

    Die Presse ist beneidenswert frei und berichtet unvoreingenommen über die kniffligen Entscheidungen der Regierung. Die legendäre Debattenkultur ist eine unschätzbare Errungenschaft unserer säkularen Toleranzgesellschaft. Über die Entwertung von Ersparnissen darf genauso offen gestritten werden wie über Putin, den Euro, die Energiewende und eben die Flüchtlinge.

    SpOn bleibt am Ball. Alles wird gut.

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