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CNN-Starmoderator Anderson Cooper: „Twitter ist ein Echtzeit-Seismograf für die Vorgänge in Trumps Kopf“

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CNN-Starmoderator Anderson Cooper / Screenshot: © CBS / YouTube

Donald Trump und CNN: Das Verhältnis als 'kompliziert' zu bezeichnen, wäre noch eine Untertreibung. Der US-Präsident hat den zu Time Warner gehörenden Nachrichtensender immer wieder als "Fake News" eingestuft und sogar als "Feind des Volks" bezeichnet. Starmoderator Anderson Cooper hat von Donald Trumps dauernden Twitter-Tiraden genug und die Tweets des US-Präsidenten stummgeschaltet, wie der 49-Jährige Comedian Stephen Colbert verriet. "Ich wollte das Drama nicht in meinen Leben haben", erklärte Cooper.

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Seit knapp drei Jahren besitzt Twitter eine Funktion, die kaum einer kennt: „Mute“, zu deutsch „stummschalten“. Nervige Nutzer können so ausgeblendet werden, ohne sie entfolgen zu müssen.

Diesen Kompromiss, von dem ein anderer Twitter-Nutzer nichts merkt, ging CNN-Starmoderator Anderson Cooper bei dem inzwischen wohl prominentesten Twitterer der Welt ein. Cooper hat Donald Trump buchstäblich verstummen lassen, wie der 49-jährige Comedian Stephen Colbert verriet.

„Ich wollte das Drama nicht mehr in meinem Leben haben“, erklärte Cooper die für einen akkurat informierten Nachrichtenmann durchaus ungewöhnliche, aber nachvollziehbare Entscheidung – schließlich gehört CNN zu Trumps Lieblingsfeinden. „Ich habe Freunde mit Manien, ich muss sie aber nicht immer um mich haben“, paraphrasierte Cooper seine Abneigung gegen Trumps Twitter-Verhalten.

Gleichzeitig gestand Cooper seine Faszination für Trumps Twitter-Tiraden ein: „Es ist wie ein Seismograf. Ein Echtzeit-Seismograph für die inneren Vorgänge in Trumps Kopf, und das ist faszinierend“, gab Cooper zu.

„Trump ist ein Wirbelwind der Emotionen“

„Er ist ein Wirbelwind der Emotionen. Wir mussten Jahrzehnte warten, bis wir die Aufnahmen von Nixon aus dem Weißen Haus gehört haben. Bei Donald Trump hören wir alles in Echtzeit. Normalerweise versuchen seine Helfer den Präsidenten von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Trump ist aber einfach durchgebrochen“, erklärte Cooper weiter bei Colbert.

Nach den jüngsten Abhörvorwürfen gegen Ex-Präsident Obama und seinen Glückwünschen zum Frauentag feierte Trump auf dem 140-Zeichen-Dienst unterdessen die erfreulichen  jüngsten Arbeitsmarktdaten.

Doch der nächste Einblick in die Psyche des Präsidenten ist nur ein Tweet entfernt…

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