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Grimme Preis 2017: Auszeichnungen für Jan Böhmermann und ProSieben-Format von Oliver Polak

Preisträger: Der 8-Jährige Vincent Hagn ist der jüngste Preisträger in der Geschichte des Awards. Auch Ausgezeichnet: Oliver Polak und Jan Böhmermann (re.)
Preisträger: Der 8-Jährige Vincent Hagn ist der jüngste Preisträger in der Geschichte des Awards. Auch Ausgezeichnet: Oliver Polak und Jan Böhmermann (re.)

Und wieder Jan Böhmermann. Die Grimme Jury hat die Preisträger für das Fernsehjahr 2016 bekannt gegeben und bereits zum zweiten Mal das „Neo Magazin Royale“ geehrt. Zudem wird Oliver Polak für seine ProSieben-Sendung „Applaus und Raus!“ ausgezeichnet. Im Fokus standen diesmal vor allem die Themenkomplexe Flucht, Krieg und NSU.

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„Die Preisträger des 53. Grimme-Preises 2017 zeigen auf beeindruckende Weise, in welcher Bandbreite es dem Medium Fernsehen gelingen kann, komplexe Sachverhalte, politische Verstrickungen, die Logik von Krieg und Terror oder auch die Manipulationen in gesellschaftlichen oder privaten Zusammenhängen auf ganz unterschiedliche Art und Weise in bewegte Bilder, packende Dramaturgien und anrührende Geschichten zu übersetzen“, so Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach.

Zudem würde das Preisjahr 2016 einmal mehr verdeutlichen, dass die Frage der gesellschaftlichen Relevanz von Produktionen bei der Bewertung und der Frage danach, was vorbildliches, preiswürdiges Fernsehen ist, bei den Grimme-Jurys eine Rolle spiele.Die Preisträger im Überblick:

Kategorie: Unterhaltung:

„Applaus und Raus!“ von ProSieben mit Oliver Polak (Moderation)
„Neo Magazin Royale“ von ZDF Neo. Die Sendung bekommt einen Spezialpreis für ihre „engagierten Beobachtung und kluge Reflexion des laufenden Fernsehprogramms in den Beiträgen #verafake und ‚Einspielerschleife'“. Ausgezeichnet werden stellvertretend für das gesamte Team Jan Böhmermann, Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann.

Kategorie: Kinder & Jugend:

„Wishlist“ von RB/MDR/funk: Marc Schießer (Buch/Regie/Produktion), Marcel Becker-Neu (Buch/Produktion) und Christina Ann Zalamea (Buch/Produktion)
„Nordstadtkinder – Lutwi“ vom WDR: Jürgen Brügger (Buch/Regie) und Jörg Haaßengier (Buch/Regie), Emanuela Penev (Redaktion)
„Der Mond und ich“ vom ZDF:  Vincent Hagn (Hauptdarsteller), Nancy Biniadaki (Buch/Regie) und Christoph Zitterbart (Produktion).

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Kategorie: Fiktion

„Das weiße Kaninchen“ vom SWR: Michael Proehl, Holger Karsten Schmidt (beide Buch), Florian Schwarz (Regie), Philipp Sichler (Kamera), Devid Striesow (Darstellung) und Lena Urzendowsky (Darstellung)
„Dead Man Working“ von Hessischen Rundfunk und ARD Degeto: Marc Bauder (Regie), Dörte Franke (Buch), Khyana el Bitar (Buch), Börres Weiffenbach (Kamera), Wolfram Koch (Darstellung) und Benjamin Lillie (Darstellung)
„Ein Teil von uns“ vom BR: Esther Bernstorff (Buch), Nicole Weegmann (Regie), Brigitte Hobmeier (Darstellung) und Jutta Hoffmann (Darstellung)
Der „NSU-Komplex – Mitten in Deutschland“ bekommt gleich zwei Grimme Preise. Einmal für den ersten Teil dieser Trilogie „Die Täter – Heute ist nicht alle Tage“ (SWR, ARD Degeto, MDR), sowie einen Spezialpreis an Gabriela Sperl für das Gesamtkonzept (SWR/WDR/BR/ARD Degeto/MDR).

 

Kategorie: Information & Kultur

„Ebola – Das Virus überleben“ von SWR/ARTE: Carl Gierstorfer (Buch/Regie) und Antje Boehmert (Produktion)
„Schatten des Krieges“ von RBB/NDR: Artem Demenok (Buch/Regie bei Teil 1) und Andreas Christoph Schmidt (Buch/Regie bei Teil 2)
„45 Minuten: Protokoll einer Abschiebung“ von NDR: Hauke Wendler (Buch und Regie)
„Hundesoldaten“ von SWR: Lena Leonhardt (Bush/Regie)

Einen Preis für „besondere journalistische Leistung“ erhält Ashwin Raman, der sich in seinen beiden Reportagen „Im Nebel des Krieges – An den Frontlinien zum ‚Islamischen Staat´“ (SWR) und „An vorderster Front“ (ZDF) mit dem Krieg gegen den terroristischen IS befasste.

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