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„Anpassung an künftige Marktrealitäten“: Bunte und Instyle trennen sich von 16 Mitarbeitern

„Modernisierung“ kostet Arbeitsplätze: Bunte-Chefredakteur Robert Pölzer und Instyle-Amtskollegin Kerstin Weng bauen 16 Jobs ab
"Modernisierung" kostet Arbeitsplätze: Bunte-Chefredakteur Robert Pölzer und Instyle-Amtskollegin Kerstin Weng bauen 16 Jobs ab

Seit längerem war im Umfeld von Burdas Bunte über eine bevorstehende Schrumpfkur spekuliert worden, nun ist es soweit. Am Dienstagmittag informierten die Chefredakteure Robert Pölzer (Bunte) und Kerstin Weng (Instyle) ihre Belegschaft über Änderungen in den "Redaktionsstrukturen". Unterm Strich fallen 16 Arbeitsplätze weg. Den Betroffenen will der Verlag zeitnah Abfindungsangebote unterbreiten.

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In einer Mitteilung der Hubert Burda Media heißt es dazu, BurdaStyle passe die Redaktionsstrukturen von Bunte und Instyle „den sich wandelnden Erfordernissen künftiger Marktrealitäten“ an. Und weiter: „Die im vergangenen Jahr angetretenen Chefredakteure Robert Pölzer und Kerstin Weng modernisieren die Arbeitsprozesse in ihren Redaktionen.“ Dies und ein „pragmatischerer Einsatz redaktioneller Ressourcen“, im Managersprech auch: Synergien, bei beiden Marken werde nun in Angriff genommen. Nach der langen (und erfolgreichen) Zeit von Ex-Blattmacherin Patricia Riekel, die jetzt als Herausgeberin fungiert, galt es in der Branche ein offenes Geheimnis, dass bei Bunte gemessen an aktuellen Verhältnissen durchaus Sparpotenzial zu heben ist. Mit derzeit 105 Mitarbeitern in der Redaktion (Instyle: 55) hat das Burda-Magazin eine rund doppelt so hohe Personalstärke wie beispielsweise der Wettbewerber Gala von Gruner + Jahr.

Die Maßnahmen treffen bei dem Society-Magazin nun zehn Mitarbeiter, bei Instyle sind es sechs Beschäftigte, von denen sich Burda wohl trennen wird. Jeweils die Hälfte der Jobs, so verlautet es, sei „journalistischer Art“. Für die entsprechenden Mitarbeiter würden individuelle und möglichst sozialverträgliche Lösungen gesucht, auch Weiterbeschäftigungen im Burda-Konzern sollen geprüft werden. Zugleich versichert der Verlag, dass BurdaStyle in „die digitale Ausstattung und Arbeitsweise sowie in den Aufbau neuer technologienaher Arbeitsplätze investiert“. Ebenfalls versichert wird auf Nachfrage, dass der Jobabbau eine reine Zukunftsmaßnahme und nicht in der wirtschaftlichen Performance der Titel begründet sei: Mit den Zahlen beider Magazine seien man „sehr zufrieden“.

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Alle Kommentare

  1. In dem angenehm unprätenziös geführten Meedia-Interview mit Jörges lautet eine Antwort: „Als es Bemühungen gab, die Woche an die WAZ-Gruppe zu verkaufen, sollte ich als Chefredakteur im ohnehin kleinen Personal-Etat eine Million Euro einsparen. Statt mehr als einem Dutzend Journalisten zu kündigen, bin [ich] nach einer Nacht des Nachdenkens selbst gegangen.”

    Solch eine Haltung ist leider die große Ausnahme; Rausschmisse gehören zum Job. Andererseits soll es ja „sozialverträglich” zugehen bei Burda, so dass Pölzer und die „Diplom-Modejournalistin” Weng (den Titel gibt es offenbar) kein schlechtes Gewissen haben müssen. Die Abwicklung übernimmt ohnehin die Personalabteilung.

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