Warren Buffett sagt großes Zeitungssterben voraus: „Nur die New York Times und das Wall Street Journal überleben“

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Sagt das Ende der gedruckten Zeitung voraus: Warren Buffett / Screenshot: © CNBC / YouTube

Der erfolgreichste Investor der Welt hat wieder einmal seinen guten Riecher bewiesen: Aktien von Apple sammelte Warren Buffett just vor dem großen Ausbruch nach oben ein – und zwar im ganz großen Stil. Extrem skeptisch äußerte sich der 86-Jährige dagegen zum Status quo der Zeitungsindustrie: Nur die New York Times und das Wall Street Journal hätten wegen ihrer starken Online-Präsenz eine gesicherte Zukunft vor sich, erklärte Buffett dem Finanznachrichtensender CNBC – der Rest kämpft ums nackte Überleben. 


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Wenn Warren Buffett spricht, lauscht die Wall Street andächtig: Gerade erst hat der erfolgreichste Investor der Welt einmal die hohe Kunst der Aktienauswahl mit seinem exakt getimten Engagement in Apple untermauert – die Anteilsscheine des iPhone-Herstellers verbesserten heute bei Kursen von inzwischen über 140 Dollar erneut ihre Allzeithochs.

In der Gegenwelt befindet sich dagegen seit Jahren die darbende Zeitungsbranche, der durch den Paradigmenwechsel von Print zu Online die Leser weglaufen – und vor allem die Erlöse wegbrechen.

Wie dramatisch die Zukunft der Branche tatsächlich aussieht, hat Warren Buffett in seinem viel beachteten Interview mit dem US-Finanzsender CNBC zu Wochenbeginn herausgearbeitet. „Im Moment gibt es noch etwa 1300 Zeitungen in den USA. Vor allzu langer Zeit waren es noch 1700 bis 1800“, macht Buffett die Rechnung auf.

„Nun aber gibt es das Internet. 1300 Zeitungen haben aber keinen Weg gefunden, das Print-Modell zum Digital-Modell zu übertragen“, mahnt Buffett an, um dann doch zwei Ausnahmen anzuführen: die New York Times und das Wall Street Journal, die nach Einschätzung des 86-Jährigen eine „gesicherte Zukunft vor sich hätten“.

„Sie haben eine Online-Präsenz entwickelt, für die die Leute bereit sind zu zahlen“, erklärt Buffett, der bekanntermaßen selbst noch Anteile an über 30 (zumeist regionalen) Zeitungen besitzt, die demnach demnächst abgebaut werden dürften.

Trotzdem gibt das „Orakel von Omaha“ zu bedenken, dass die Zukunft auch für die New York Times und das Wall Street Journal nicht leicht werde. Einer weiteren US-Zeitung bescheinigt Buffett realistische Überlebenschancen: der Washington Post – nicht zuletzt durch die 2013 erfolgte Übernahme von Jeff Bezos. „Sie könnte überleben“, erklärte Buffett gegenüber CNBC.

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