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Ist twittern Schuld an der Oscar-Panne? Backstage-Posting hat Pechvogel Brian Cullinan offenbar abgelenkt

Sie sollen die Umschläge bei der Oscar-Verleihung vertauscht haben: Martha Ruiz und Brian Cullinan (v. l.)
Sie sollen die Umschläge bei der Oscar-Verleihung vertauscht haben: Martha Ruiz und Brian Cullinan (v. l.)

Die Medienwelt im Allgemeinen und die Filmwelt im Speziellen hat sich überschlagen: Ausgerechnet bei der Königskategorie "Bester Film" kam es bei der 89. Oscar-Verleihung zu einem peinlichen Fauxpas. Der Sündenbock: Brian Cullinan, Managing Partner bei PriceWaterhouseCoopers, der die Umschläge mit den Gewinnernamen vertauscht haben soll – offenbar weil er mit twittern beschäftigt war.

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„Wir bitten zutiefst um Entschuldigung für die Enttäuschung, die die Teams von ‚La La Land‘ und ‚Moonlight‘ erlitten haben“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme des amerikanischen Unternehmens PricewaterhouseCoopers  bei Twitter, das seit 83 Jahren für die rechtmäßige Vergabe des wichtigsten Filmpreises sorgt. Bei der 89. Oscar-Verleihung wurde allerdings versehentlich der falsche Siegerumschlag vorgelesen und vorerst „La La Land“ statt „Moonlight“ als Bester Film ausgerufen – ein peinlicher Fauxpas, an dem Managing Partner Brian Cullinan die Schuld tragen soll.

PipersPlayroom hat einen Screenshot des Cullinan-Tweets gemacht, der mittlerweile gelöscht wurde

Die Erklärung: Cullinan, der seit vier Jahren bei den Oscars die Umschläge überreicht, habe den Laudatoren Warren Beatty und Faye Donaway den Ersatz-Umschlag für die Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“, den zuvor Emma Stone für „La La Land“ gewonnen hat, überreicht. Weder Cullinan, noch seine Kollegin, hätten sich nach der Panne schnell genug ans Protokoll gehalten – für eine Korrektur war es zu spät.

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Grund dafür soll ausgerechnet die Twitter-Aktivität des Wirtschaftsprüfers sein: Laut dem Branchenblatt Variety sei Cullinan kurz vor der Umschlag-Übergabe fleißig am Twittern gewesen, hat sogar ausgerechnet von Schauspielerin Emma Stone ein Foto gepostet – den Beitrag hat Cullinan mittlerweile gelöscht.

Ein offizielles Statement von dem Pechvogel selbst gibt es noch nicht. Die Scham über den peinlichen Fauxpas dürfte aber groß sein: Rund 32,9 Millionen Menschen sahen sich die vom TV-Sender ABC übertragene Veranstaltung an, berichteten US-Medien am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf die Datenerhebungsfirma Nielsen. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass so wenige Menschen wie seit fast zehn die Oscar-Gala live im Fernsehen verfolgt haben.

Weniger Zuschauer habe es zuletzt 2008 gegeben, als 32 Millionen die Gala verfolgten – die niedrigste Zuschauerzahl seit Beginn der Erhebungen 1974. 2016 hatten 34,2 Millionen Menschen zugeschaut. Auch in Deutschland bildete sich das Interesse am wichtigsten Filmpreis der Welt gemessen an den Einschaltquoten zurück. Wohnten der Gala im Jahr 2016 nachts noch 550 000 Zuschauer auf ProSieben bei, waren es dieses Jahr während der Live-Übertragung im TV nach Senderangaben 380 000. Nicht eingerechnet ist die immer größer werdende Zahl derer, die die Show nicht im klassischen TV, sondern über mobile Geräte verfolgt haben.

Mit Material der dpa

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