Burda-Vorstand Philipp Welte über Verkaufsgerüchte von Magazinen: „Das ist totaler Unsinn!“

Burda-Vorstand Philipp Welte, gemeinsame Erklärung: mit Grosso und führenden Verlagen eine neue Branchenvereinbarung erarbeiten
Burda-Vorstand Philipp Welte, gemeinsame Erklärung: mit Grosso und führenden Verlagen eine neue Branchenvereinbarung erarbeiten

"Das ist totaler Unsinn!" Mit diesem unmissverständlichen Dementi ist Burdas Publishing-Vorstand Philipp Welte am Dienstag in letzter Zeit kursierenden Gerüchten über einen etwaige Veräußerung von Zeitschriften aus dem Münchner Verlagsimperium an die Funke-Gruppe entgegen getreten. Welte gegenüber MEEDIA: "Wir denken nicht im Entferntesten daran Zeitschriften aus unsrem Portfolio zu verkaufen."

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Trotz Dementis aller Beteiligten war das Geraune um einen sich angeblich anbahnenden Mega-Deal nicht totzukriegen. Welte verweist solche Spekulationen klar ins Reich der Fantasie: „Es handelt sich eindeutig um ein Gerücht bzw. eine Fehlinformation. Wir werden uns von einem gutlaufenden Geschäft sicherlich nicht trennen. Im Gegenteil: wir kaufen eher dazu.“

Mit Letzterem bezog sich der Burda-Vorstand auf den kürzlich erfolgten Kauf des Verlags der Radio Times in England, den die Münchner für rund 300 Millionen Euro erworben haben. Das Gesamtpaket enthält 75 Publikationen, der britische Verlag beschäftigt aktuell 1.300 Mitarbeiter.

Auch Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen hatte im Zusammenhang mit der Auslands-Akquisition ein deutliches Bekenntnis zum Printgeschäft abgegeben. Im Gespräch mit der Financial Times erklärte Kallen im Januar, die Aussichten für das traditionelle Magazin-Business seien „gut“, die nationalen Print-Marken würden in der Profitabilität „wieder wachsen“. Kallen begründete dies u.a. mit deren „enger emotionalen Beziehung zu ihren Lesern“.

 

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