„Große Gefahr für das Land“: Donald Trump watscht die New York Times für „Fake News“ und Werbekampagne ab

US-Präsident Donald Trump: Die Attacken auf US-Medien gewinnen an Schärfe
US-Präsident Donald Trump: Die Attacken auf US-Medien gewinnen an Schärfe

Die Vorwürfe werden immer schriller: Keine 24 Stunden nachdem Donald Trump US-Medien bei einer konservativen Aktivistenkonferenz attackiert und belehrt hatte, legte der neue US-Präsident am Wochenende mit seiner Medienschelte nach. Die Lügenmedien wären eine "große Gefahr für das Volk" twitterte Trump und ließ dabei keinen Zweifel aufkommen, an wen er dabei dachte – an seinen Lieblingsfeind New York Times natürlich, die Trump auch noch einmal gesondert via Twitter abwatschte.

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Donald Trump versus die Medien: Es ist längst ein täglicher Schlagabtausch geworden. Nach einer relativ nachrichtenarmen Woche startete der neue US-Präsident zum Wochenende einen neuen Frontalangriff in Richtung der US-Presse.

Bei der Conservative Political Action Conference (CPAC) erneuerte Donald Trump in gewohnt scharfer Rhetorik seine Generalkritik an den US-Medien, denen er erneut eine unehrliche Berichterstattung vorwarf. Mehr noch: Der neue US-Präsident belehrte die Medien beim Umgang mit Quellen und Zitaten.

„Lügenmedien eine große Gefahr für unser Land“

Trumps Medienschelte gipfelte in der Ankündigung, gegen die falsche Berichterstattung „etwas“ tun zu wollen. Was der 70-Jährige damit gemeint hatte, wurde Stunden später deutlich: CNN, die New York Times, die Los Angeles Times, BuzzFeed und Politico wurden vom täglichen Pressetermin im Weißen Haus mit Sprecher Sean Spicer ausgeschlossen.

Und damit nicht genug: Um es der New York Times und CNN noch einmal richtig zu zeigen, knöpfte sich Trump seine Lieblingsfeinde in einem gesonderten Tweet noch einmal vor: Die „Lügenmedien sind eine große Gefahr für unser Land“. Die New York Times und CNN wären zu einem „Witz“ geworden, twitterte Trump.

Trumps immer aggressivere Gangart gegen die New York Times könnte möglicherweise auch etwas mit der neuen Werbekampagne der „Gray Lady“ zu tun haben, die die 165 Jahre alte US-Traditionszeitung heute Nacht im US-Fernsehen bei der Oscar-Verleihung zeigen wird.

Trump twittert gegen New York Times-Werbung

Der 30-sekündige TV-Spot „The Truth is hard“ nimmt den Kampf um die Deutungshoheit  über die Wahrheit in der Trump-Ära auf. „Die Wahrheit ist, dass unser Land mehr gespalten als je zuvor ist“, ist etwa aus dem Off zu hören. „Die Wahrheit ist, dass alternative Fakten Lügen sind“, lautet ein anderer geflügelter Satz. „Die Wahrheit ist wichtiger denn je“, folgert die NYT schließlich.

Das Echo von Donald Trump ließ nicht lange auf sich warten. „Zum ersten Mal schaltete die scheiternde New York Times Werbung (und zwar schlechte), um die angeschlagene Reputation zu retten“, twittert Trump. „Versucht es mal mit akkurater und fairer Berichterstattung“, fordert der US-Präsident.

Kein Wunder, dass Donald Trump nach all der Antipathie gegen die sogenannten „Lügenmedien“ auch seine Teilnahme am alljährlichen Korrespondenten-Dinner mit Journalisten im Weißen Haus absagte.

Möglicherweise, um einem Boykott zuvorzukommen…

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