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Donald Trump hat in Bernie Sanders endlich einen ebenbürtigen Twitter-Gegner gefunden

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Bleibt ein Kämpfer: US-Senator Bernie Sanders © Bernie Sanders / Facebook

Der neue US-Präsident twittert weiter, bis das Display glüht – doch echten Widerstand muss Donald Trump aktuell seitens der Demokratischen Partei kaum fürchten, zu sehr scheinen seine politischen Rivalen noch damit beschäftigt, die Wunden nach Hillary Clintons Überraschungsniederlage zu lecken. Bis jetzt! Clintons schärfster innerparteilicher Rivale duckt sich nicht weg: Bernie Sanders trotzt Trump fast täglich mit neuen Tweets.

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Donald  Trump ist der Twitter-Präsident. Kein Tag vergeht mehr, an dem der neue US-Präsident das politische oder mediale  Geschehen nicht auf 140 Zeichen kommentiert – besonders gegen seinen Lieblingsgegner, die „Lügenmedien“.

Die alten Gegner sind schließlich verstummt. Hillary Clinton hat sich nach ihrer überraschenden Niederlage bislang nur sehr zaghaft in den sozialen Medien zu Wort gemeldet und Donald Trump die Stirn geboten. Den Job übernimmt stattdessen Clintons lange Zeit innerparteilicher Rivale um die Präsidentschaftskandidatur  – Bernie Sanders.

Der 75-jährige Senator aus dem Bundesstaat Vermont twittert, als wäre er noch im Wahlkampfmodus. „Trump attackiert die Medien die ganze Zeit, weil er die ganze Zeit lügt. Es ist unerlässlich, dass wir gegen Trumps Abdriften zum Autoritarismus aufstehen“, twitterte Sanders gestern.

Tags zuvor hatte Bernie Sanders Donald Trump nach seinem Auftritt bei der Conservative Political Action Conference (CPAC) zurechtgewiesen. „Ein Präsident, der die Medien angreift, weil sie kritische Bemerkungen über ihn machen, versteht nichts von Demokratie“, twitterte Sanders.

Eine Woche zuvor hatte sich Sanders Trump nach dessen „Volksfeind“-Medienschelte vorgeknöpft. „Das Gute ist ja, dass wir Donald Trump, einen pathologischen Lügner, haben, um uns die „Wahrheit“ zu sagen“, konterte Sanders den „Fake News“-Vorwurf an die US-Qualitätsmedien.

Die wahren Falschmeldungen seien das Abstreiten der Klimakrise und Trumps Vorwürfe von Wahlbetrug, twitterte der US-Demokrat.

Seinen bislang größten Wirkungstreffer setzte Sanders am Wochenende mit einem trockenen Konter auf Trumps Vorschlag, seine Wähler sollten sich zu einer eigenen „Make America great again“-Kundgebung treffen, die dann zur größten Versammlung überhaupt werden würde.

„Hatten sie. War sie nicht“, twitterte Bernie Sanders mit Verweis auf Trumps Inaugurationsfeierlichkeiten, die deutlich schlechter besucht waren als die von Amtsvorgänger Barack Obama. Auch Sanders‘ Antwort stieß auf mehr Anklang als Trumps erster Tweet: Er erhielt dreimal so viele Likes und fünfmal so viele Retweets.

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