Anzeige

Aufbruchstimmung im Digitalradio: Mehrere Medienfirmen greifen nach DAB+ Multiplex

Bauer-Topmanager Andreas Schoo, Digitalradio DAB+: „hohes Interesse an einer guten Verbreitung“
Bauer-Topmanager Andreas Schoo, Digitalradio DAB+: "hohes Interesse an einer guten Verbreitung"

Der Markt für das digitale Radio via Antenne – kurz DAB plus – kommt in Bewegung. Mehrere Unternehmen haben sich um das zweite DAB+ Multiplex beworben - darunter die Absolut Radio-Gruppe. Als potenzielle Interessenten gelten auch die Hamburger Bauer Media Group sowie der Leipziger Immobilienunternehmer Steffen Göpel.

Anzeige
Anzeige

Um das zweite DAB+ Multiplex scheint sich ein Bieterwettkampf anzubahnen. Mehrere Gesellschaften haben heute bei der zuständigen Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) ihre Anträge für das zusätzliche Angebot abgegeben – darunter die Absolut Digital GmbH & Co. KG, die sich als Plattformbetreiber für das bundesweite DAB+ Multiplex bewirbt. Das Unternehmen böte hierfür ein Plattformkonzept mit 16 eigenen Sendern unter der Dachmarke Absolut an, teilt Willi Schreiner mit, Geschäftsführer von Absolut Digital. „Wir sind fest davon überzeugt, dass der digitale Rundfunk eine digitale Terrestrik benötigt. Hier ist die Übertragungstechnik DAB+ allein schon aus Kostengründen die erste Wahl“, sagt der Geschäftsführer. So sei das Unternehmen Absolut Digital seit Beginn der Digitalisierung am terrestrischen Hörfunk beteiligt. „Auf dem ersten bundesweiten Multiplex, der am 1. August 2011 gestartet ist, ist es mit Absolut relax, sowie landesweit in Hessen und Bayern mit Absolut HOT präsent.“

Zuletzt zeigte auch die Bauer Media Group großes Interesse an DAB+. Ob der Hamburger Großverlag als Plattformbetreiber ein Angebot abgegeben hat, wollte ein Unternehmenssprecher nicht kommentieren. Der Bauer Verlag hatte jedoch in der Vergangenheit großes Interesse signalisiert. Mehrfach hatte Konzerngeschäftsleiter Andreas Schoo mit einem Einstieg bei DAB+ in Deutschland geliebäugelt, sobald die Rahmenbedingungen stimmten. „Wir haben ein hohes Interesse an einer guten Verbreitung von DAB+ in Deutschland“, sagte Schoo der Süddeutschen Zeitung und ergänzte: „Wir kennen uns aus mit der Technik und den Inhalten, hätten auf einen Schlag zahlreiche Kanäle anzubieten“. Momentan sei es aber „leider so, dass DAB+ nach wie vor diskutiert und immer noch nicht entscheidend realisiert wird“.

Anzeige

Als weiterer Interessent für das 2. Multiplex war ferner der Leipziger Immobilienkönig Steffen Göpel im Gespräch. Der Geschäftsmann verfügt durch den Verkauf der Mehrheit an der Immobiliengruppe GRK-Holding angeblich über eine gut gefüllte Kriegskasse. Diese könnte er einsetzen, um mit Partnern eine Kette an privaten Radiostationen aufzuziehen, die für eine nationale Werbevermarktung interessant sind. Erfahrene Branchenmanager wie Florian Schuck, ehemals Geschäftsführer der Radio Saarbrücken GmbH, hat Göpel bereits an seine Seite geholt, um seine Expansionspläne zu verwirklichen.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*